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Rechnung vom Anwalt Lieferfrist überschritten

15.11.2017 09:40 |
Preis: 26,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jürgen Nelsen


Zusammenfassung: Bei Zu-Spät-Lieferung gehören die Rechtsanwaltskosten für eine Mahnung grundsätzlich zu dem Verzugsschaden und müssen von dem Schuldner getragen werden.

Ich habe ein Kleingewerbe. Ich verkaufe handgemachte Sachen deswegen sind die Lieferzeiten sehr lang. In den AGB habe ich eine Lieferzeit bis zu 24 wertktagen angegeben.

Bei einer Kundin wurde diese überschritten. 2 Tage nach dem Überschreiten der Lieferfrist habe ich einen Brief von Ihrem Anwalt (familiär) erhalten. Ich soll die Ware innerhalb einer gewissen Frist zusenden und die Rechnung in Höhe von 83€ für die Anwaltskosten zahlen. Die Ware ( Verkaufswert 28€) habe ich am selben Tag versendet und die Kundin hat diese erhalten. Der Anwalt besteht darauf das ich die 83€ bezahlen soll. Er hat mich vorher nicht angemahnt oder ähnliches. ich habe lediglich eine E-Mail mit der Frage zum Liefertermin von der Kundin erhalten. Die ich leider erst im Nachhinein gefunden habe.
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da Sie in Ihren AGB eine maximale Lieferzeit von 24 Tagen zusagen, befinden Sie sich mit Ihrer Lieferung im Verzug und haben auch den Verzugsschaden zu tragen. Hierzu gehören grds. auch die Anwaltskosten, auch wenn es eine familiäre Bindung zu dem Gegenanwalt gibt. Da Sie gehandelt haben, nachdem Sie anwaltlich angeschrieben wurden, und zuvor bereits eine Kundenanfrage ignoriert haben, kann man auch sagen, dass dieser Einsatz wirksam und erfolgreich war.
Allerdings hat der Rechtsanwalt offenbar eine sog. 1,3 Geschäftsgebühr auf den Streitwert (EUR 28,--) angesetzt, was angesichts des mehr als geringen Streitwerts und des einfachen Sachverhalts vielleicht etwas übertrieben ist. Dies können Sie bei der für Sie zuständigen Rechtsanwaltskammer (Valentinskamp 88, 20355 Hamburg) überprüfen lassen. Allzu große Hoffnungen sollten Sie sich aber nicht machen.
Aus meiner Sicht ist der Anspruch des gegnerischen Rechtsanwalts berechtigt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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