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Rechnung über Vorplanung Angebot

| 07.03.2009 14:57 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Wir haben uns im Dezember entschieden zu bauen. Deshalb wollte ich mir von verschiedenen Anbietern Angebote für unseren Einfamilienhaus erstellen lassen (ca 200.000€). Wir haben exakte Vorstellungen von unserem Haus gehabt. Ich habe drei Anbieter von Massivhäusern kontaktiert. Jetzt haben wir eine saftige Rechnung von 1300,- € von einem der Anbieter bekommen für die Vorplanung. Erstkontakt war per E-mail mit der Anfrage über EFH mit Vorgaben, wie Speiß im EG, Quadratmeterzahl, Garage etc. Daraufhin habe ich von dem besagtem Anbieter drei Vorschläge erhalten mit jeweils eine Preisauflistung. Auf seinen Internetseiten waren genau die Pläne, die er uns geschickt hat auch zu sehen, d.h. es waren Standardpläne, die er schon bereits hatte. Wir haben ein Termin vereinbart, um uns persönlich kennen zu lernen und die Pläne vom Haus und Extras nach useren Vorstellungen zu gestalten. Es war nach halbe Stunde klar, daß die Chemie zwischen uns nicht stimmte, die Vorstellungen, die wir hatte, entsprachen nicht den estätischen Vorstellungen von dem Bauträger usw. Das Gespräch dauerte etwa 50 min. Daraufhin hatten wir nach Wochen ein überarbeitetes Angebot (wobei nicht viel geändert worden ist und nicht alles so gemacht worden ist, wie wir besprochen hatten) erhalten. Anschließend hatten wir angerufen und gesagt, daß wir uns für anderen Bauträger entschieden hätten. Bis dahin war nie die Rede davon, daß uns seine Leistungen etwas kosten sollten, geschweige den, haben wir etwas unterschieben. Ein Erstgespräch von ca. 50 min. um sich ein Bild vom Bauträger und seinen Leistungen zu machen + ein Angebot-, das war´s.
Jetzt haben wir eine Rechnung von sage und schreibe: 1224,75€ für Vorplanung und Entwurfsplanung.
Kann man sich als Endverbraucher heutzutage nicht mehr ordentlich informieren und ein unverbinliches Angebot holen, ohne daß man eine Saftige Rechnung bekommt? Müssen wir die Rechnung bezahlen? Ist die Summe überhaupt korrekt?

Gruß
M.K.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Voraussetzung für eine Honorarforderung wäre es, dass ein Vertrag zwischen Ihnen und dem Anbieter geschlossen wurde. Ein Vertrag muss nicht schriftlich geschlossen werden, es reicht grundsätzlich auch eine mündliche oder sogar stillschweigende Einigung. Allerdings muss ein entsprechender Bindungswille erkennbar sein.

In Ihrem Fall würde ich davon ausgehen, dass es sich lediglich um eine vertragsvorbereitende Akquisitionstätigkeit des Anbieters handelte. In der Akquisitionsphase können bereits Skizzen o. ä. entworfen werden, ohne dass bereits ein Auftrag zugrunde liegt. Es geht dann nur darum, den Kunden erst noch zu gewinnen, nicht schon um eine Tätigkeit, die zu vergüten wäre. Vorliegend würde ich anhand Ihrer Schilderung davon ausgehen, dass Sie noch keinen Auftrag erteilt hatten und der Anbieter davon auch nicht ausgehen durfte.

Ob die Rechnung der Höhe nach in Ordnung ist, kann ohne weiteres nicht beurteilt werden. Dies kann aber auch dahinstehen, da schon ein Rechtsgrund dafür, dass überhaupt eine Rechnung gestellt werden durfte, nicht ersichtlich ist. Sofern sich der Anbieter z. B. nach den Leistungsphasen der HOAI abrechnet, wäre dies unbeachtlich, da die Anwendbarkeit der HOAI einen Vertragsschluss voraussetzt, an dem es hier, wie gesagt, schon fehlt.

Sie sollten die Zahlung der Rechnung daher verweigern.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.03.2009 | 11:03

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