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Rechnung nicht plausibel

08.07.2008 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Sehr geehrte Damen und Herren.

Ich habe einen Architekten mit der Sanierung meines Einfamilienhauses beauftragt.
Kelleraufgang, Vollwärmeschutz und Außenputz, neue Vorbaurolladen.

Die Vorbaurolladen wurden als manuelles System mit Wandbohrungen Gurtwickler,
manuelle Welle, Umlenkrollen komplett mit Montage angefragt.
Drei Firmen haben ein Angebot abgegeben, Anbieter Nr. 2 erhielt für den Zuschlag.

Wärend der Angebotsdurchsprachen habe ich angemerkt das es besser wäre, auch in der Hinsicht
auf den Vollwärmeschutz Außenrollos mit Funkbetrieb ohne Durchbrüche nach innen zu
verwenden. Hierfür gibt es ein separates Angebot über 12 Funkrohrmotoren
+ Fernbedienungen zu marktüblichen Preisen.

Meine Nachfrage ob hier nicht vom Ursprungsangebot etwas für Gurtroller, Durchbrüche
etc abgezogen müsste, wurde vom Architekten verneint. Es ist ein anderes System und deswegen
müsste ich das Angebot als Aufpreis betrachten. Ein Bauvertrag nach VOB/B Abrechnung nach Aufmaß
wurde abgeschlossen. Die Stromversorgung der Außenrollos wurde bei einem E-Fachbetrieb separat
in Auftrag gegeben.

Nach Fertigstellung habe ich die montieren Rolladen genauer in Augenschein genommen und
einen davon geöffnet. Es handelt sich dabei um ganz normale manuelle Rolladenkästen ohne
manuelles Innenleben ausgestattet mit einem Funkrohrmotor. Eine Nachfrage beim Hersteller
ergab das Rolladenkästen mit oder ohne "Innenleben" vom Rolladenbauer geordert
werden können und dieser selbst festlegt was er einbaut.

Etwas verärgert habe ich mich an meinen Architekten gewandt. Er meinte nur ich soll froh sein
so ein günstiges Angebot bekommen zu haben und es handelt sich um einen vorher abgesprochen Preis
den ich akzeptiert habe. Eine Nachfrage bei der Ausführenden Firma ergab, das es sich um
einen Aufpreis handle und nicht mehr verhandelbar sei.

In der Schlussrechnung sind nun die Positionen aus dem manuellen Angebot inkl.
einer nicht plausiblen Position in Höhe von 77 Euro zusammen mit den 12 Funkantrieben
mit FFB enthalten.

Der Architekt prüfte die Schlussrechnung als i.o. Ich erhob Einspruch mit der bitte
um Plausibilisierung der Rechnung. Es sind wohlgemerkt nur Pauschalbeträge pro
Rolladenkasten inkl. Montage enthalten. Dafür habe ich eine Frist von zwei Tagen gesetzt,
um das Skonto nicht zu verlieren, ansonsten würde ich einen Abzug vornehmen.

Nachdem darauf nicht reagiert wurde habe ich, die meiner meiner Meinung
nicht geleisteten Stunden, für 12 Antriebe 0,75h x 2 Mann = 18h + 185€ für Material
insgesamt also 978.18€ vom Gesamtbetrag 5400€ einbehalten. (Stundensatz aus Angebot).

Ich bin gerne bereit diesen Betrag auch noch zu bezahlen wenn ich eine plausible
Erklärung dafür bekomme.

War das Vorgehen richtig? Welche Schritte sollte ich als nächstes unternehmen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst sollten Sie sich von dem Hersteller dessen Aussage schriftlich bestätigen lassen.

Des weiteren wäre dann zu prüfen, inwieweit die Rechung von dem Angebot abweicht. Da Sie das Angebot akzeptiert haben, wäre eine Reduzierung der Rechung, soweit Sie dem Angebot entspricht, nur in Ausnahmefällen möglich.

Soweit die geleisteten Stunden + Material im Angebot nicht derart enthalten sind und diese bei der Montierung tatsächlich nicht angefallen sind, wäre eine Regulierung dieser Kosten erst bei entsprechender schlüssigen Darstellung zu leisten. Demnach sollten Sie von dem Rolladenbauer eine Rechung entsprechend des Bauvertrag nach VOB/B, wonach eine Abrechnung nach Aufmaß vorgesehen wurde, mit Fristsetzung einfordern.

Soweit sich keine Einigung erzielen lässt, sollten Sie für das betreffende Gewerk ein Vergleichsangebot einholen, um abschätzen zu können, ob die Aussagen des Architekten auch richtig sind.

Durch die reduzierte Zahlung riskieren Sie allerdings, dass der Rolladenbauer seinen Anspruch anwaltlich einfordert, was u.U. zu weiteren Kosten führen kann.

Ich hoffe Ihnen einen hilfreichen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

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