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Rechnung Scheidung zu hoch


22.03.2006 13:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo,
ich habe folgende rechnung von dem Anwalt bekommen, welche mich in meiner Scheidung vertreten hat.
Gegenstandswert: € 15.000,00


Geb. Nr. Satz Bezeichnung Gebühr
2400 1,30 Geschäftsgebühr aus 15.000,00 EUR 735,80
1000 1,50 Einigungsgebühr im nicht anhängigen Verfahren aus 15.000,00 EUR 849,00
7002 Pauschale für Entgelte für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen 20,00
Zwischensumme 1.604,80
7008 16,00 % Umsatzsteuer von 1.604,80 EUR 256,77
Zwischensumme 1.861,57
Zuzüglich verauslagte Kosten für Kurier 02.03.2006 12,00
Zuzüglich verauslagte Kosten für Kurier 16.03.2006 10,00
Gesamtbetrag 1.883,57

Die Einigung ist letztendlich aufgrund meines Dialogs mit meiner Nochfrau erzielt worden, nicht aufgrund seines Engagements...
Mir scheint dieser Betrag angesichts der wenigen Bemühungen ungerechfertigt und zu hoch zu sein.
Weiterhin würde ich gerne weitere Kosten, wie zum Beispiel Begleitung vor Gericht durch ihn, vermeiden. Frage geht das? wofür brauche ich noch der aussergerichtlichen Einigung noch einen Anwalt ?

gruss

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Sehr geehrter Ratsuchender,


rechnerisch ist die Kostennote nicht zu beanstanden.

Die Einigungsgebühr entsteht, wenn der Rechtsanwalt an der -offenbar unstreitig eingetretenen- Einigung mitgewirkt hat. Dabei ist es ABER nicht erforderlich, dass der Kollege z.B. mit Ihrer Frau gesprochen hat; es ist schon ausreichend, wenn der Rechtsanwalt den Einigungsvorschlag geprüft, begutachtet und Sie dann insoweit dazu beraten hat.

Liegt dieses vor, was letztendlich Tatfrage sein wird, ist auch die Erhebung der Einigungsgebühr nicht zu beanstanden.


Sofern Ihre Frau anwaltlich vertreten ist und ihrerseits den Scheidungsantrag einreicht, brauchen Sie als Antragsgegner dann keinen Rechtsanwalt. Ob das aber zu empfehlen ist, ist eine andere Frage, zumal dann die Rechtskraft des Scheidungsurteils nicht sofort im Termin herbeigeführt werden kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rehctsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2006 | 12:58

ich muss nochmal nachfragen.
ich habe schon eine Rechnunge von ihm bekommen, da hiess es
Verfahrensgebühr aus 13.800 => 735,80.
dieses setzte sich aus meinen Nettogehalt und dem meiner Nochfrau zusammen...
Wie hängen diese Gebühren
Geschäftsgebühr aus 15.000
Einigungsgebühr aus 15.000
und
Verfahrensgebühr aus 13.800

zusammen, bzw werden gegeneinander verrechnet ?

danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.03.2006 | 13:12

Sehr geehrter Ratsuchender,


der Streitwert setzt sich aus dem dreifachen monatlichen Nettoeinkommen von Ihnen und Ihrer Ehefrau zu sammen; sie müssten daher ZUSAMMEN monatlich 5.000,00 EUR netto haben, damit sich der Wert von 15.000,00 EUR errechnet (sofern dort nicht noch etwas Hausrat, Versorgungsausgleich etc. mit enthalten sein sollten).

Warum zwei unterschiedliche Werte angesetzt worden sind (sofern nicht andere Streitgegenstände mit eingerechnet worden sind, ist mir auch nicht klar; lassen Sie sich das vom dem Kollegen erklären; hierzu ist er verpflichtet.


Für das außergerichtliche Verfahren fällt nach dem RVG nach Nr. 2400 eine Geschäftsgebühr an, die teilweise auf eine spätere Verfahrensgebühr nach Nr. 3100 (die aber nur bei einem gerichtlichen Verfahren anfällt, welches hier offenbar noch nicht beauftragt worden ist und nach der Eingangsfrage auch nicht abgerechnet worden ist) angerechnet wird. Die Verfahrensgebühr und und die Geschäftsgebühr stehen aber nebeneinander.

Dieses gilt auch für die Einigungsgebühr nach Nr. 1000, die neben den Gebühren zusätzlich anfällt und auch im außergerichtlichen Verfahren 1,5 beträgt.


Sofern der Streitwert also stimmt und die Mitwirkung des Anwaltes (siehe Erstanwort) zu bejahen ist, ist nichts zu beanstanden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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