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Recherche nach Immobilienvorbesitzern zwecks Weiterbelastung von Erschließungskosten


| 08.01.2005 13:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Die Stadt Wuppertal hat am 28.05.04 Erschließungskosten für die Jahre 1961-67 abgerechnet für ein Haus, dass in den 70er Jahren meiner verstorbenen Mutter gehört hat. Der aktuelle Besitzer hat die Kosten dann weiterberechnet an den Vorbesitzer. Dieser hat nun meine Schwester, meinen Stiefvater und mich als Erbengemeinschaft meiner Mutter ausfindig gemacht und die Kosten von 889,73 Euro gemäß Erbanteil an uns weiterbelastet. Der Kaufvertrag meiner Mutter liegt uns nicht vor. Nach Erinnerung meiner Schwester hat meine Mutter das Haus von einer alleinstehenden Dame ohne Kinder gekauft. Meine Frage ist nun, ob es sich lohnt Recherchen über die Vorbesitzer, deren Erben etc. anzustellen. Können Sie einschätzen, ob die Kosten dafür möglicherweise höher sind, als die 890 Euro, die wir zahlen müssen.(Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob mein Stiefvater, der inzwischen in Südafrika lebt, sich an den Anwaltskosten beteiligen wird. Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wem das Haus in den Jahren 1961-67 gehört hat, sollte sich schnell herausfinden lassen: Dazu reicht ein Blick ins Grundbuch welches beim Amtsgericht Wuppertal geführt wird. Da es um die Geltendmachung von Ansprüchen gegen die/den ehemaligen Eigentümer geht, haben Sie auch ein berechtigtes Interesse und damit einen Anspruch auf einen Grundbuchauszug.

Dann beginnt jedoch der schwierigere Teil der Aufhabe: Über das Einwohnermeldeamt können Sie versuchen herauszufinden, ob die damaligen Eigentümer noch leben und wo sie wohnhaft sind. Aufgrund des Zeitablaufs spricht aber einiges dafür, daß die Voreigentümer nicht mehr unter uns Lebenden weilen. In diesem Fall können Sie über das Nachlaßgericht des letzten Wohnortes des Voreigentümers in Erfahrung bringen, ob dort Erben bekannt sind. Das wird immer dann der Fall sein, wenn der Erblasser ein Testament hinterlassen hat (denn dieses muß vom Nachlaßgericht eröffnet werden) oder wenn ohne Testament die gesetzlichen Erben einen Erbschein beantragt haben. Das Nachlaßgericht wird dann entsprechende Unterlagen haben und Ihnen, wenn Sie ein berechtigtes Interesse vorweisen (siehe oben: Ansprüche gegen die Erben) Auskunft erteilen.

Möglicherweise sind Sie dann schon am Ziel und haben die Namen und Adressen der Erben.

Möglicherweise sind aber dem Nachlaßgericht
a) keine Erben bekannt oder
b) diese ebenfalls bereits verstorben


Im Falle von b) beginnt das ganze Spiel von vorne (EMA-Anfrage, Anfrage beim Nachlaßgericht nach den Erben).

Im Falle von a) - und das gilt natürlich auch, wenn Sie bereits beim Einwohnermeldeamt nicht weiter kommen - bleibt nur, eine auf Erbenermittlung spezialisierte Firma zu beauftragen. Auch Detekteien kommen dafür in Betracht. Solche Firmen sind jedoch in der Regel nicht preiswert. Die Kosten richten sich dann nach dem Aufwand, der betrieben werden muß. Unter Umständen müssen Sie also mehrere Hundert Euro für eine solche Firma ausgeben und bekommen dafür nur die Adresse eines möglicherweise zahlungsunfähigen Erbens. Dieses Risiko würde ich an Ihrer Stelle nicht eingehen.

Die Kosten für die Auskünfte von Grundbuchamt, Einwohnermeldeamt und Nachlaßgericht halten sich jedoch im Rahmen (jeweils ca. 10 bis 20 EUR), so daß Sie diesen Schritt auf jeden Fall gehen sollten. Vielleicht haben Sie damit ja bereits Erfolg!

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
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