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Realteilung eines Waldgrundstückes

| 24.06.2020 09:34 |
Preis: 50,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gero Geißlreiter


Zusammenfassung: Die Realteilung eines Waldgrundstücks unterliegt keiner Genehmigungspflicht.

Eine Erbengemeinschaft (drei Geschwister) besitzt ein Waldgrundstück. Es ist ein Realteilung beabsichtigt. Kann ein einzelner Teilerbe diese beantragen?

Gibt es Hindernisse? Muss die Realteilung genehmigt werden?

Grundsätzlich sind sich die Erben über die beabsichtigte Realteilung einig.

Bei wem ist diese zu beantragen - muss sie überhaupt beantragt werden, oder reicht es in diesem Fall eine Vermessung (ggf ohne Setzen von Messpunkten) durchzuführen und diese beim Katasteramt einzureichen?

Es handelt sich nicht um ein Baugrundstück.




Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach öffentlichem Recht stehen einer Realteilung des Waldgrundstücks keine Hindernisse entgegen. Eine Genehmigungspflicht besteht nicht, insbesondere nicht nach Bau- oder Waldrecht. Die amtliche Vermessung ist durchzuführen und das Ergebnis grundbuchlich beim Grundbuchamt umzusetzen. Sie müssen also eine entsprechende Vermessung beantragen (beim örtlich zuständigen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur) und das Ergebnis dann beim Grundbuchamt umsetzen lassen. Hierfür fallen Kosten an.

Wenn Sie sich als Erben alle einig sind, den Nachlass insoweit aufzuteilen, dann kann das so geschehen. Die Anträge müsste die Erbengemeinschaft stellen, also alle Erben zusammen, wobei natürlich ein Erbe von den anderen bevollmächtigt werden kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2020 | 10:45

Kann die Realteilung auch von einem Erben allein verlangt werden (d.h. Auflösung der Erbengemeinschaft)

Es gibt eine Vollmacht - aber:
Einer der drei Erben ist verstorben und leider hatten wir die Vollmacht nicht "über den Tod hinaus" formuliert.

Für diesen Erben treten drei (!) Nacherben ein - die grundsätzlich auch mit dem Vorgehen einverstanden sind - aber:
Bis das alles im Grundbuch verankert ist, können Jahre vergehen.

Das ist der Grund weshalb wir jetzt eine Realteilung anstreben, d.h. einer der beiden verbleibenden Erben würde den Antrag auf Auflösung der Erbengemeinschaft stellen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.06.2020 | 12:53

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Aufteilung des Nachlasses dergestalt, dass die einzelnen Vermögensgegenstände unter den Erben aufgeteilt werden, kann jeder Erbe von den anderen verlangen. Wenn es keine Einigung gibt, muss eine Teilungsversteigerung erfolgen.

Vorliegend wollen Sie einen Vermögensgegenstand nicht aufteilen, sondern teilen zum Zwecke der Aufteilung. Dem Grundbuchamt muss durch öffentliche Urkunde (Erbscheine, notarielle Testamente) nachgewiesen werden, wer Rechtsnachfolger des eingetragenen verstorbenen Grundstückseigentümers geworden ist. Am Grundbuch vorbei kann eine Eigentumsumschreibung leider nicht erfolgen, ob mit Realteilung oder ohne.

Ein Erbe kann den Antrag für die Erbengemeinschaft mit notarieller Vollmacht stellen, oder alle Erben tun sich zusammen und stellen den Antrag schriftlich gemeinsam beim Grundbuchamt unter Beifügung der o.g. Urkunden. Vorher sollte zweckmäßigerweise die Vermessung stattgefunden haben, um ein weiteres Verfahren zu vermeiden.

Beste Grüße von Gero Geißlreiter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.06.2020 | 08:36

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