Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Realsplitting


28.03.2006 21:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Zum Zeitpunkt der Scheidung vor einem Jahr hatte ich einen Freibetrag für Unterhaltsleistungen in Höhe von 600€ mtl.Im gerichtlichen Vergleich wurde dann für ein Jahr ein hoher Unterhalt vereinbart, demzufolge hatte ich danach den Maximalbetrag des Realsplittings beim Finanzamt eintragen lassen ( mit Zustimmung Ex ). Dieser Maximalbetrag ist jetzt auch Grundlage des monatlichen Steuerabzugs. Ab August soll der Unterhalt nur noch 600 € mtl.betragen, jedoch wird der Unterhalt zur Bestimmung des genauen Betrages neu berechnet.

Ich möchte nun der absehbaren Unterhaltsneuberechnung kein erhöhtes Netto zugrundelegen, dass sich in dieser Erhöhung aus einem Realsplitting ergibt, dass dann bei zukünftig nur noch 600 € +/- keine Grundlage mehr hat.

Da ich inzwischen wieder geheiratet habe ( StKl III ) muss die
Unterhaltsberechnung fiktiv erfolgen.

In welcher Höhe geht dann das Realssplitting mtl. ein ? Nur die unstreitigen 600€ ? oder werde ich auf dem bestehenden Höchstbetrag festgenagelt ? dann wäre es ja besser den Freibetrag vorher wieder abzusenken !! Wie soll ich vorgehen ?



Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Rechtsfrage beantworte ich auf der Basis Ihrer Angaben folgendermaßen:

Als Unterhaltspflichtiger sind Sie verpflichtet, steuerliche Vorteile, die Sie geltend machen können, im zumutbaren Rahmen auch tatsächlich wahrzunehmen.
Dies ergibt sich aus dem Grundsatz der nachehelichen Solidarität, der Ihnen auch nach Scheidung und Wiederheirat eine Minimierung der finanziellen Lasten der Unterhaltsberechtigten auferlegt.
Sie müssen daher den Steuerfreibetrag des § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG auch in der Ihnen zustehenden Höhe eintragen lassen. Anderenfalls würden Sie so behandelt, als hätten Sie die Freibeträge eintragen lassen, es wäre dann also eine fiktive niedrigere Besteuerung vorzunehmen.

ABER:
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf die Eintragung des Freibetrags wegen der Möglichkeit des Realsplittings nur in Höhe des unstrittig zu zahlenden Unterhalts verlangt werden, nicht in der Höhe des bestrittenen bzw. noch zu berechnenden Unterhalts (BGH FamRZ 1999, 372).

Das bedeutet für Sie, dass bis August 2006 weiterhin der Höchstbetrag maßgeblich ist. Danach sind Sie je nach dem genauen Inhalt des gerichtlichen Vergleichs berechtigt, einen entsprechend niedrigeren Freibetrag (hier anscheinend monatlich € 600) steuerlich in Anspruch zu nehmen und insofern auch als Grundlage für die Unterhaltsberechnung heranzuziehen.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Auskunft Klarheit verschafft hat.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER