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Reaktion auf Schadensersatzforderung des Vermieters nach Auszug

| 18.11.2017 16:14 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Guten Tag,

ich habe nur eine sehr kurze Frage: Vom Anwalt meines ehemaligen Vermieters habe ich nach Auszug aus der Mietwohnung ein Schreiben erhalten, mit dem dieser erhebliche Kosten für die Beseitigung von Mängeln an der Wohnung einfordert. Ich habe sehr viele Gegenargumente. Jedoch bin ich sicher, dass dieser Fall vor Gericht gehen wird.

Nun meine Frage, welche der 4 möglichen Vorgehensweisen ich nun wählen sollte:
1. Soll ich bereits jetzt gegenüber dem Anwalt alle Gegenargumente detailliert vorbringen, da diese sonst vor Gericht nicht mehr verwertet werden können? Das Schreiben würde dann etwa 5 Seiten lang.
2. Soll ich dem Anwalt nur kurz und knapp meine wichtigsten Gegenargumente schildern und eine detaillierte Stellungnahme erst dem Gericht als Antwort auf die Klageschrift vorlegen?
3. Soll ich jetzt noch gar keine Gegenargumente vorbringen und nur dem Schreiben widersprechen?
4. Soll ich gar nicht auf das Schreiben reagieren?

Ich benötige keine inhaltliche Beratung, lediglich die Auswahl der strategisch besten Vorgehensweise.

Vielen Dank und viele Grüße

Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Ich würde die Ansprüche mit einer kurzen Darstellung der Gründe zurückweisen, was Ihrer Version 2) entspricht, wobei es reicht, die Gründe nur kurz anzureißen. Nähere Ausführungen oder gar die Benennung von Beweismitteln sollten dabei vermieden werden.

Damit zeigen Sie, dass die Zurückweisung nicht willkürlich erfolgt. Auf der anderen Seite ist es zunächst Sache des Vermieters, seine Ansprüche vor Gericht schlüssig darzulegen,und vorher sind Sie nicht verpflichtet, Ihre Argumente darzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

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