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Rausgeklagt - was nun?


| 18.10.2006 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hi, nach erheblichen Kosten in Mobiliar und anderem im April/Mai habe ich plötzlich völlig unerwartet im Juni meinen Job verloren und bin jetzt so langsam pleite. Mein Vermieter hat leider gleich ganze Sache gemacht und kam mit Fristloser Kündigung UND Klage des Amtsgerichts UND beiliegender Vollmacht wegen nicht gezahlter Mieten Mai - Oktober.

Nach eigener Information lieferte er mir eine Art Ultimatum per Einschreiben Mitte September, bei dem ich aber leider nicht zuhause war und dafür auch noch nicht zur Post gewandert bin. Ich kann also beweisen, dass ich bis dato nicht weiß, was in dem Einschreiben stand. Mir ist auch diese 2-Monats-Regel bekannt: wenn ich alle aufgelaufenen Mieten binnen 2 Monaten bezahle, wird die Kündigung aufgehoben. Kann ich damit überhaupt rechnen? Macht es Sinn, einen gegnerischen Anwalt einzuschalten? Wie sieht es mit dem Sozialamt in diesen Fällen aus? (Ich bekomme momentan KEINE Sozial_hilfe_.)
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

In Ihrem Fall, wird es wohl auf das etwaig per Einschreiben im September zugestellte Ultimatum nicht mehr ankommen, da dieses nicht Wirksamkeitvoraussetzung für die fristlose Kündigung sein wird.

Da diese sich auf Zahlungsverzug stützt und Sie sich mit mindestens zwei Monatsmietern, nämlich von Mai bis Oktober 2006 in Verzug befinden, wird diese, so der Zugang nachweisbar ist, wirksam sein.
Somit ist das Mietverhältnis aufgrund fristloser Kündigung durch den Vermieter beendet.
Diese Kündigung wäre allenfalls noch zu Fall zu bringen, wenn der gesamte Rückstand innerhalb der von Ihnen vorgetragenen Karenzzeit vollständig gezahlt würde.
Eine etwaig inzwischen eingereichte Räumungsklage würde dann nicht mehr zu einem Räumungstitel führen, jedoch zu einer negativen Kostenfolge zu Ihren Lasten.
Falls Ihnen dies nicht gelingen sollte, was bei einem Rückstand von sechs Monaten äußerst unrealistisch sein dürfte, wird es wohl eher keinen Sinn machen einen Kollegen zu beauftragen, da dann ein Räumungstitel ohne Zweifel nicht zu umgehen wäre.
Auch das Sozialamt könnte die Beendigung des Mietverhältnisses und den Räumungstitel nur durch Zuverfügungstellung des Mietrückstandes verhindern.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2006 | 21:57

Sehr geehrter Herr Zahn,

danke für die schnelle Antwort!
Etwas verwirrt mich die Sache allerdings noch:

"eine etwaig inzwischen eingereichte Räumungsklage"
Nun, ich glaube das "etwaig" kann gestrichen werden; diese mir vorliegende Klageschrift kommt laut Absender vom Amtsgericht meiner Stadt und so wie ich das verstehe, _ist_ das bereits die Räumungsklage. Oder nicht?

"Falls Ihnen dies nicht gelingen sollte, was bei einem Rückstand von sechs Monaten äußerst unrealistisch sein dürfte"
Da war mir jetzt zuviel doppelte Verneinung enthalten. Ist es unrealistisch, _dass_ es gelingt, oder meinen Sie dass das sehr wahrscheinlich gelingt? Ich weiß ja nicht, ob sechs Monate als "kleiner" oder "großer" Rückstand anzusehen ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2006 | 10:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

hinsíhtlich der Räumungsklage habe ich Sie wohl nich trichtig verstanden.
Diese können Sie nur noch trotz negativer Kostenfolge positiv für sich gestalten, indem Sie sich noch in der Karenzzeit befinden.
Voraussetzung ist jedoch, dass Sie den gesamten Rückstand begleichen.
Da bei zwei Monaten Rückstand der Miete bereits die fristlose Kündigung möglich ist, dürfte es sich bei einem sechsmonatigen
Mietrückstand um einen großen handeln.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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