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Rauchen in Mietwohnung.

| 21.10.2016 10:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo vermiete die Wohnung seit 2014. Unbefristeter Mietvertrag. In Mietvertrag kein Rauchen Klausel vereinbart. Aber der Mieter hat versprochen dass er in die Wohnung wenig rauchen wird. Mieter zahlt pünktlich die Miete.
MIeter ist ca 30 Jahre alt. Angestellete.
Mein Problem ist: Der Mieter raucht in der Wohnung sehr stark. Ganze Wohnung riecht wie in der Kneipe. Auch in Treppenhaus riecht nach Zigarettenrauch.
Wir haben schon 2 Mal mit Mieter darüber gesprochen (nicht schriftlich). Es hat aber nicht gebracht.
Meine Frage:
1. Welche Möglichkeiten habe ich um Mieter zu kündigen?
2. Kann ich das Rauchen in der Wohnung irgendwie regeln? (Abmahnen?)
3. Wie kann ich Raucherschaden in die Wohnung bewerten?
21.10.2016 | 10:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Der Bundesgerichtshof (18.02.2015 - VIII ZR 186/14) hat grundsätzlich entschieden, dass eine Geruchsbelästigung der Mitmieter durch Zigarettenrauch, die ein Mieter durch einfache und zumutbare Maßnahmen (etwa die Lüftung über die Fenster) verhindern könnte, im Einzelfall eine Störung des Hausfriedens und eine Verletzung vertraglicher Nebenpflichten des Mieters (Gebot der Rücksichtnahme) darstellen kann, insbesondere, wenn die Intensität der Beeinträchtigungen ein unerträgliches und gesundheitsgefährdendes Ausmaß erreicht. Damit wäre eine auf diese Verletzung gestützte fristlose Kündigung gemäß § 569 Abs. 2 BGB, bzw. eine ordentliche Kündigung nach § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB grundsätzlich möglich.

Das dürfte bei Ihnen mittlerweile erfüllt sein, wenn das Treppenhaus durchgängig nach Zigaretten riecht und der Mieter sich hier nicht rührt.
Bevor allerdings eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden könnte, sollte er schriftlich per Einwurfeinschreiben aufgefordert werden, sein derzeitiges Rauchverhalten zu unterlassen und dafür Sorge zu tragen, dass der Rauch nicht mehr in den Hausflur dringt, beispielsweise durch geeignetes Lüften.

Das Rauchen an sich kann allerdings nicht unterbunden werden, wobei der Mieter hierfür grundsätzlich allerdings schadensersatzpflichtig ist, wenn anschließende Renovierungen entsprechend teurer sein sollten, um den Geruch aus der Wohnung zu bekommen. Dies hängt sodann vom Einzelfall ab. Hier sollte mit einem Sachverständigen gesprochen werden, wie hoch der Kostenaufwand bei Auszug ist. Sollten die Kosten erheblich höher als allgemein sein, dann ist dies bereits als Beschädigung zu qualifizieren, dessen Schadensbeseitigung in Form einer Renovierung Sie fordern können und auch ein unterlassen für das zukünftige Rauchverhalten in der Wohnung.

Ich würde zunächst aber mit dem Treppenhaus anfangen, denn wenn er darauf nicht reagiert, ist dies die einfachere und kostengünstigere Variante, die Kündigung darauf zu stützen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt



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