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Raub - Versicherung zögert Zahlung hinaus

19.05.2012 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Hallo,

ich wurde am 21.01.2012 in Hamburg überfallen, mir wurde Handy, Bargeld, Uhr etc. entwendet, der Schaden beläuft sich dort auf 2000€.
Die Versicherung teilte mir mit, das hier eine Akteneinsicht nötig ist und dann reguliert werden würde.
Nach nun 4 Monaten erhilt die Versicherung Akteneinsicht. Das Verfahren wurde auch am 03.05.2012 eingestellt, da nicht genug Hinweise für einen Täter vorliegen.

Da in der Ermittlungsakte auch meine Straftaten abgebildet waren, u.a. Versicherungsbetrug aus 2010 ( wurde eingestellt )

Will die Versicherung noch immer nicht regulieren sondern teilte mir mit, das Sie nun Akteneinsicht von meinen Vergehen aus 2010 beantragt hätte und bis diese Akte nicht vorliegt noch immer nicht reguliert wird.

Meine Frage:
Obwohl ich beraubt wurde, es keine Anhaltspunkte für eine vorgetäuschte Tat gibt und das Verfahren eingestellt wurde, darf die Versicherung nun noch weiter die Regulierung hinauszögern?
Mir fehlt die Kausalität zwischen dem Vorfall aus 2010 und dem jetzigen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Für den Eintritt des Versicherungsfalls müssen Sie als Versicherungsnehmer sämtliche anspruchsbegründende Tatsachen darlegen und beweisen. In der Diebstahlversicherung gewährt die Rechtsprechung dem Versicherungsnehmer jedoch Beweiserleichterungen dahingehend, dass der Versicherungsnehmer lediglich einen Sachverhalt darlegen und beweisen muss, der mit hinreichender Wahrscheinlichkeit den Schluss auf das Entwenden des versicherten Gegenstandes zulässt. D.h. es genügt der Nachweis des äußeren Bildes einer Diebstahls. Bei dem Verdacht eines vorgetäuschten Versicherungsfalls muss der Versicherer Tatsachen beweisen, die eine erhebliche Wahrscheinlichkeit begründen, dass der Versicherungsfall vorgetäuscht ist. Als eine Tatsache, die für die erhebliche Wahrscheinlichkeit der Vortäuschung der Entwendung der versicherten Sache sprechen kann, kommt auch die persönliche Unglaubwürdigkeit des Versicherungsnehmers in Betracht. Hierfür müssen aber konkrete Tatsachen vorliegen, bloße Verdachtsmomente reichen nicht aus. Für den Nachweis der erheblichen Wahrscheinlichkeit der Vortäuschung genügen nicht Ermittlungsverfahren gegen den Versicherungsnehmer, wenn diese mit einer Einstellung oder einem Freispruch des Versicherungsnehmers geendet haben. Nachdem Sie nicht einschlägig vorbestraft sind, wird die Versicherung die Regulierung dann nicht verweigern können, wenn gegen Ihre Person lediglich ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Versicherungsbetruges anhängig war, das jedoch eingestellt wurde.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin

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