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Ratten und Nachbarn


17.03.2006 22:24 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Ich habe auf meine erste Anfrage die Antwort bekommen, daß niemand ohne Anmeldung hier was zu suchen hat. Weder die Vermieterin noch andere Leute. Das habe ich bis jetzt weder der Vermieterin noch anderen Leuten, die hier rumschnüffeln, kontrollieren oder sonstwas machen erzählt. Mein Nachbar (Cousin der Vermieterin, 85 Jahre alt, Jäger) schmeißt uns tote Ratten (bis jetzt 14) über den Zaun, schießt manchmal drüben (im Suff) mit einem Gewehr rum, wäscht sein Auto (ohne Abscheidanlage) vor der Garage, ruft sofort die Vermieterin an, wenn die gelben Säcke nicht rausgestellt wurden bzw. noch am Haus stehen..Meine Vermieterin berechnet uns 2 Jahre schon 120l Mülleimer, obwohl wir nur einen 60l Mülleimer haben. Wir müssen Außenwasser zahlen, daß in der Hauptsache für den Vermietergarten gebraucht wird. Sie sagte mal, für die Neuansäung des Rasens (viel gießen!) würde sie selbst was zahlen. Sie hat auch in der Abrechnung rumgeschmiert, aber gezahlt haben wir das...Die Wasseruhr für den Garten wird ab- und angebaut, wie die Vermieter es möchten bzw. für nötig halten oder Zeit haben..Kann auch mal Juli sein...Unsern Gartenanteil bearbeiten wir schon gar nicht mehr, weil man sich auf nichts verlassen kann.. In der Küche wird ein total eingebauter Heizkörper bei den Heizkosten geschätzt, obwohl der nie benutzt wird. Was davon muß man sich wirklich gefallen lassen??
Danke!
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Das Werfen toter Ratten in Ihren Garten sowie die Gewehrschüsse müssen sie sich nicht gefallen lassen. Dies stellt grundsätzlich einen Sachmangel dar, von dem sie Ihre Vermieterin in Kenntniss setzen sollten.
Sie sollten dabei, auch im Hinblick auf eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung, genau aufschreiben, wann es zu den Störrungen kam.

Ein Mietmangel liegt immer dann vor, wenn der vertraglich vereinbarte Zustand der Mietsache nachteilig von dem tatsächlichen Zustand abweicht, d.h. wenn sie ihr Mietobjekt nicht vertragsmäßig benutzen können, eine nicht unerhebliche Beeinträchtigung vorliegt.

Ein Mietmangel berechtigt dabei auch zu einer entprechenden Mietminderung.

Bezüglich Ihrer sonstigen Fragen möchte ich Ihnen folgendes raten:
Hier würde ich Ihnen raten die einzelnen Punkte zunächst einmal mit der Vermieterin zu besprechen, um so evtl. eine neue Vereinbarung zu treffen. Wegen geringfügiger Dinge, auch wenn sie sehr misslich sind, lohnt sich ein oft langjähriger Gerichtsstreit nicht.

Das Gesetz geht davon aus, dass Nebenkosten grundsätzlich vom Vermieter getragen werden. Andere Regelungen bedürfen danach einer Vereinbarung(außer Heizkosten). Hierzu müßten Sie einmal in Ihren Mietvertrag nachlesen, was genau vereinbart wurde.
Aber ist auch eine stillschweigend Einigung durch regelmäßige Zahlungen möglich. Nichtgerechtfertigten Rechnungen sollten Sie daher widersprechen.

Sind die Betriebskosten ganz in der Miete enthalten (bei Bruttowarmmiete) trägt der Mieter sie in dem vom Vermieter kalkulierten Umfang. Für Betreibskosten die gesondert neben der Miete gezahlt werden, kann die Zahlung einer Pauschale oder die Bezahlung der tatsächlichen Kosten vereinbart werden. Bei Umlage der tatsächliechn Kosten hat der Mieter Anspruch auf eine Abrechnung.

Als Abrechnungsmaßstag für Betriebskosten gilt grundsätzlich, wenn keine andere Vereinbarung vorliegt, dass nach dem Anteil der Wohnfläche die Kosten umgelegt werden. Betriebskosten die vom erfassten Verbrauch oder Verursachung abhängen, sind nach Maßstab der unterschiedlichen Verursachung bzw. des Verbrauches abzurechnen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihre Rechtsanwaltskanzlei Scholzkieppe






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