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Ratenzahlung 'DEBITEL'


14.02.2006 11:44 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren ..
hier handelt es sich um Ratenzahlung bei der Firma "Debitel". Mein 20 jähriger Sohn ist seit Januar 05 Vertragspartner der Firma "Debitel". Er hatte seinerzeit einen Handyvertrag mit einer Laufzeit von 2 Jahren vereinbart. Durch Zahlungsunregelmäßigkeiten durch das Arbeitsamt(ALG II) befindet er sich derzeit in einer Schuldenfalle bei Debitel. Er hat einen Gesamtposten von 281.00 € zu begleichen aus den letzten beiden Monaten. Auf grund dessen hatte er bereits nach der letzten Januarrechnung den Vertrag mit Wirkung zum 19.01.07 gekündigt, welches ihm mit Schreiben vom 2.2.06 bestätigt wurde.Diese Summe auf einmal zu bezahlen ist in seiner Situation derzeit jedoch unmöglich. Eine mündliche Anfrage heute bei Debitel ergab, das man nicht willens sei, eine von meinem Sohn angebotene Ratenvereinbarung von 20.00 € zu akzeptieren , da er bereits gekündigt habe. Außerdem sei gemäß telefonischer Aufzeichnungen bekannt, das mein Sohn bereits hinsichtlich der Januarrechnung eine vorschnelle Zahlungszusage formuliert habe in Anbetracht noch zu erwartender Zahlungseingänge seitens des Arbeitsamtes, welche jedoch bis zur Stunde noch immer nicht eingetreten sind. Im Ergebnis nahm man zur Kenntnis, das mein Sohn zahlungsunfähig sei, man einen ablehnenden Ratenzahlungsbescheid herausgeben werde ohne weitere Begründung, die ganze Angelegenheit der Inkassostelle übermittelt und im übrigen den Anwalt beauftrage, die Kosten einzutreiben.Wobei für mich sich im Ergebnis nichts wesentliches verändert, da auch eine solche Maßnahme in letzter Konsequenz zu einer Ratenzahlung führen wird, in der letztlich nur weitere Personen zusätzlich ihr Geld daran verdienen. Einem jungen Menschen aber der Weg in die Zukunft verbaut wird durch Schufaeintrag, erhöhte Kosten und ähnliches mehr.

1.Frage: Trifft es zu, das eine Ratenzahlungszustimmung lediglich der Willkür des jeweiligen Gläubigers unterliegt?

2.Frage: Unterliegen Ratenzahlungsvereinbarungen gesetzlichen AGB´s, sofern diese als Kundenservice vertraglich angeboten werden? Falls ja, welche sind das?

3. Frage: Wenn mein Sohn ohne Zustimmung des Gläubigers dennoch eine monatliche Rate von 20.00 € überweist und diese vom Gläubiger einbehalten wird (und falls ja,welcher Zeitraum ist dabei relevant?), kommt dann das sogenannte "Gewohnheitsrecht" zum Tragen, nach der die Ratenzahlung stillschweigend geduldet wird? Welche juristische Konsequenz entsteht daraus?

mit freundlichen grüßen

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich wie folgt summarisch beantworten möchte:

Die Forderungen, die die Debitel geltend macht, sind fällig. Das bedeutet, dass sie auf einer umgehenden Zahlung bestehen darf. Die Gewährung einer Ratenzahlungsmöglichkeit ist allein Entscheidung der Debitel. Ihr Sohn hat leider kein Anrecht auf eine Ratenzahlung. Selbst dann, wenn Ihr Sohn erst einmal Ratenzahlungen leistet und Debitel diese einbehält, kann Debitel trotzdem jederzeit die Zahlung in einem Betrag verlangen und dies notfalls auch gerichtlich geltend machen.

Sie haben Recht, dass es im Ergebnis so oder so auf eine Ratenzahlung hinauslaufen wird. Jedoch ist der Debitel auch das Recht zuzubilligen, sich zumindest durch einen gerichtlichen Titel abzusichern, leider mit all den negativen Konsequenzen für Ihren Sohn.

Sollten die Verzögerungen bei der Auszahlung des ALG II, wegen derer Ihr Sohn seinen Verpflichtungen nicht rechtzeitig nachkommen konnte, auf ein Verschulden des zuständigen Amtes zurückzuführen sein, könnte Ihrem Sohn aber möglicherweise ein Schadenersatzanspruch gegen die Behörde zustehen. Dies kann aus der Ferne jedoch kaum beurteilt werden.

Ich bedauere, Ihnen keine bessere Auskunft geben zu können. Für eine Nachfrage stehe ich aber gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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