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Rassekatzenkauf!


28.10.2004 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,ich habe vor 1 Jahr beim Züchter eine Perserkatze gekauft als Liebhabertier mit Kaufvertrag!Leider konnte ich sie aus privaten Gründen nicht mehr behalten und habe sie im Frühjahr im Internet annonciert.Die Züchterin hat das gelesen und mich angerufen,warum ich das Tier abgeben möchte.Ich habe ihr alles erklärt,da sie das Vorkaufsrecht hat,aber sie hat mir nicht angeboten,die Katze zurückzukaufen.Also hat ein nettes Ehepaar die Katze für 120,-Euro bei mir erworben.Ich habe übrigens bei der Züchterin 350,-Euro bezahlt,also keinen Profit mit dem Verkauf gemacht.Nun meldet sich vor einer Woche die Züchterin bei mir,wegen der vertraglichen Kastration der Katze und nun weiß ich nicht,was ich machen soll.Ich traue mich nicht,ihr zu sagen,das ich das Tier schon lange nicht mehr gesitze,gleichzeitig droht bei Nichtkastration in dem Vertrag eine Strafe von 1500,-Euro.Am 30.10.läuft die Frist ab,habe ich mich mit dem Verkauf strafbar gemacht?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

mit dem Verkauf der Katze haben Sie sich nicht strafbar gemacht. Sie haben jedoch das bestehende Vorkaufsrecht der Züchterin verletzt. Sie sind nach dem Gesetz verpflichtet, den Verkauf bzw. den Inhalt des Kaufvertrages an die Vorkaufsberechtigte mitzuteilen.
Nach der Mitteilung kann die Vorkaufsberechtigte dann innerhalb einer Woche ihr Vorkaufsrecht ausüben. Tut sie dies, so kann Sie das Ehepaar, das die Katze gekauft hat auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, wenn Sie die Katze ohne Hinweis auf das bestehende Vorkaufsrecht verkauft haben und das Ehepaar die Katze an die Züchterin herausgeben muß. Sofern hier aber ein gutgläubiger Eigentumserwerb eingetreten ist (was der Fall sein dürfte), so kann Sie die Züchterin ihrerseits wegen Vereitelung ihres Vorkaufsrechtes in Anspruch nehmen.

Was die Vetragsstrafe im Falle der nicht oder nicht fristgerecht ausgeführten Kastration angeht: Eine solche Regelung im Kaufvertrag dient dem Schutz der Züchterin vor einer Weiterzucht mit dem fraglichen Tier. Eine solche vertragliche Regelung nennt man Vertragsstrafeversprechen und kann wirksam vereinbart werden. Da Ihnen nun die Kastration unmöglich geworden ist, werden Sie die 1500,- EUR an die Züchterin zahlen müssen, wenn diese Sie hierauf in Anspruch nimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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