Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rahmenbedingungen einer freiberulichen Tätigkeit?

| 02.07.2013 22:29 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Zusammenfassung: Zur Umsatzsteuerpflicht von Ärzten außerhalb originärer Behandlungen im ärztlichen Vertrauensverhältnis.

Eine potenzielle Geschäftspartnerin ist Ärztin. Sie arbeitet als Angstellte in einer Praxis. Sie soll für mich freiberuflich einige Schulungen durchführen. Dazu möchte sie mir Rechnungen schreiben, welche sie als Freiberuflerin vereinnnahmt.

Ist es korrekt, dass Folgendes für sie zutrifft...

kein Gewerbe anmelden,
kein Pflichtmitglied bei der IHK werden,
sich nicht ins Handelsregister eintragen lassen,
Umsatzsteuer erst bei Geldeingang abführen,
keine doppelte Buchführung betreiben?

Muss sie ihre Tätigkeit für mich dann lediglich gegenüber dem Finanzamt angeben bzw. melden?

Wenn ihre für dieses Jahr insgesamt fälligen Rechnungen sich auf maximal 14.000 Euro belaufen, kann sie dann von der Kleinunternehmer-Regelung Gebrauch machen und auf die Beantragung einer UStID verzichten?

Gibt es noch etwas weiteres Wichtiges zu beachten?

Ich freue mich auf Ihre Antwort!

Sehr geehrter Rechtsanwender,

grundsätzlich sind Ärzte von der Umsatzsteuer nach § 4 Nr. 14 UStG befreit. Dies gilt jedoch nicht, wenn der originäre Tätigkeitsbereich der ärztlichen Leistungen verlassen wird, wie hier die Schulung. Die Umsatzsteuer fällt also an.

Als Freiberuflerin ist die Ärztin von der Buchführungspflicht befreit und ermittelt den Gewinn durch Einnahmen -/ Überschussrechnung nach § 4 III EStG. Das System der Doppik und vollständigen Buchhaltung entfällt. Die Umsatzsteuer ist in ihrer Abführung bei Freiberuflern nach § 20 I Nr. 3 UStG nach dem Eingang vorzunehmen, Ist - Besteuerung.

Ein Gewerbe liegt bei Freiberuflern liegt nicht vor, so daß eine Anmeldung auch nicht erfolgen muss, damit entfällt auch eine Pflicht zur Eintragung im Handelsregister. Die Tätigkeit sollte vorsorglich bei der IHK nur angezeigtw werden, mit der Bitte um weitere Veranlassung.

Die Kleinstunternehmerregelung aus § 19 UStG kommt zur Anwendung. Soweit der vorherige Jahresumsatz 17.500 Euro nur betragen hat und voraussichtlich der aktuelle Jahresumsatz 50.000 Euro nicht überseigt, kann sie zur Umsatzsteuerbefreiung optieren.

Eine Meldung für Sie beim Finanzamt erfolgt durch die Ärztin nicht. Sie meldet ihre Einkünfte zur Versteuerung an. Sie reichen bei Ihrer Steuer die Rechnungen als Werbungskosten ein.

Damit liegen zwei unterschiedliche Steuerfälle vor, in denen jeder gesondert zu betrachten und zu besteuern ist.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Ihr Peter Fricke
Rechtsanwalt & Diplom Kaufmann

Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2013 | 10:02

Sehr geehrter Herr Fricke,

zunächst einmal vielen Dank für die exzellente und klare Beantwortung!

Ich selbst bin Gewerbetreibender und möchte mit der Ärztin zusammen arbeiten.

Kann ich ihre Rechnung dann ganz normal in meine Buchführung übernehmen, wenn Sie neben ihren vollständigen Personendaten und sonstigen Rechnungsinhalten ihre Steuer-Nr. auf der Rechnung vermerkt?

Ich bin durch Ihre letzte Anmerkung "Sie reichen bei Ihrer Steuer die Rechnungen als Werbungskosten ein." etwas verunsichert.

Danke für die Klarstellung bzw. Bestätigung!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.07.2013 | 11:11

Sehr geehrter Rechtsanwender,

die Werbungskosten entsprechen den Betriebsausgaben. Über die Art der Tätgkeit von Ihnen hatte ich keine Kenntnis.

In Ihrer Buchhaltung ist jede Ausgabe abzugsfähig, solange sie den betrieblichen Grund innehält und mit einem Zahlungsabfluss versehen ist.

Die Steuernummer wird nur anzugeben sein, wenn sie sich eine solche hat erteilen lassen. Das gilt vornehmlich aber nur für die Mindestangaben, soweit die Umsatzsteuer fakurtiert wird.

Bei längeren und komplizierten Sachverhalten können Sie auch jederzeit Kurzgutachten von mir erhalten. Jeder hiesige Tip ist schon stark verkürzt, was wohl jedem User klar sein dürfte.

Ich stehe Ihnen gerne und jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Fricke
Rechtsanwalt & Diplom Kaufmann

Ergänzung vom Anwalt 05.07.2013 | 20:26

Auch hier ein Danke!

Bewertung des Fragestellers 04.07.2013 | 13:02

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die für mich bislang beste Auskunft über dieses Portal! Danke!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Danke!
Jetzt Frage stellen