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Räumungsklage3

18.11.2017 09:38 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Am 5.10 hat durch den Gerichtsvollzieher eine Zwangsräumung meiner Wohnung stattgefunden. (Räumungstitel vorhanden). Der Gerichtsvollzieher hatte dabei keine pfändbaren Gegenstände gefunden. Wir haben uns für das Berliner Modell entschieden. In der Wohnung befindet sich noch eine eine Couch, Esszimmer, Schlafzimmerschrank, Boxspringbett und zwei Fernsehn.
Die Wohnung ist zum Verkauf angeboten. Ein Interessent würde gerne die Möbel mitkaufen.
Ich würde dem gerne zustimmen, weil der Ex Mieter knapp 10k Euro bei uns schulden hat.
Nehmen wir mal an ich würde die Möbel verkaufen, so mache ich mich ja Schadenersatzpflichtig. Welche Kosten können auf mich zukommen und was wäre die Höchststrafe wenn er uns verklagen würde?
PS: eine Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher würde nach Auskunft des Gerichtsvollziehers mehr Kosten verursachen , als einen Gewinn. Er hat empfohlen es darauf anzulegen.

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Das Risiko bei dem "Berliner Modell" besteht darin, dass zunächst zwischen pfändbaren und unpfändbaren Sachen unterschieden werden muss. Die unpfändbaren Sachen müssen Sie dem Mieter auf Verlangen herausgeben, die pfändbaren können im Wege der Versteigerung verwertet werden. Wenn Sie die Sachen einfach verkaufen, besteht das - zumindest theoretische - Risiko, dass der Mieter Schadensersatz fordert. Grundsätzlich beläuft sich der Schadensersatz maximal auf den Anschaffungswert. Allerdings wird um diesen in der Praxis nicht unerheblich gestritten. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass der Mieter behauptet, es seinen Wertgegenstände abhanden gekommen.

Wenn der Mieter in einem Prozess behauptet, dass die Möbel neuwertig und sehr teuer waren - und möglicherweise Zeugen hierfür aufbietet - kann der Schadensersatz ggf. höher ausfallen als der Erlös, den Sie erzielen. Hinzu kommen die Prozesskosten, die immer der Verlierer zu zahlen hat und die sich nach dem Betrag, der gefordert wird, richten.

Das Risiko einer Schadensersatzverpflichtung besteht damit. Die Höhe lässt sich nicht vorher abschätzen, da nicht sicher ist, welchen Betrag der Gegner hier ansetzt und ob er diesen beweisen kann.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


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