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Räumungsklage gegen Untermieter?


| 01.07.2007 14:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe meine Wohnung an einen Mieter vermietet, welcher die Wohnung für die Tochter anmietete.

Die Tochter war bei Vertragsabschluss nicht volljährig, deshalb wurde der Mietvertrag mit dem Vater abgeschlossen.
Die Wohnung wurde mit Übergabeprotokoll an den Vater übergeben, die Wohnung hat der Vater aber selbst nie bezogen.
Im Mietvertrag wurde diesbezüglich nur erwähnt, dass die Wohnung von der Tochter des Mieters genutzt wird.

Wegen Nichtzahlung der letzten 2 Monatsmieten, habe ich das Mietverhältnis fristlos gegenüber dem Mieter (Vater)gekündigt!

Jetzt muss ich Räumungsklage einreichen, ich gehe davon aus das ich die Räumungsklage gegen den Mieter (Vater) richten muss!

Liege ich mit meiner Vermutung richtig?
Oder muss ich die Räumungsklage gegen den Mieter (Vater) und gegen die Nutzerin (Tochter) richten?

Wenn ja, müsste ich vermutlich die Kündigung auch der Nutzerin (Tochter) zusenden!?
Die Tochter ist übrigens inzwischen volljährig!

Viele Grüsse

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Der Räumungstitel gegen den (Haupt-)Mieter wirkt grundsätzlich nicht gegenüber dem Dritten, der die Wohnung in Besitz hat, es sei denn, dass er Rechtsnachfolger des Mieters ist. Aus diesem Grunde muss der Räumungstitel gegen den Mieter und den Dritten gerichtet werden. In Ihrem Fall muss die Räumungsklage also sowohl den Vater, als auch die Tochter umfassen.

Zuvor müssen Sie die Tochter mit Hinweis auf die wirksame Kündigung auffordern die Wohnung an Sie zurückzugeben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2007 | 16:07

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Tuillier,

d.h. ich sende die an den Hauptmieter bereits gesandte fristlose Kündigung, in Kopie auch an die Tochter und fordere diese auf die Wohnung innerhalb von 10 Tagen zu räumen.

Sollte die Wohnung nicht geräumt werden, klage ich gegen den Hauptmieter und gegen die Tochter (Nutzerin) auf Räumung der Wohnung.
Somit ist beklagte Partei, der Hauptmieter und die Tochter.
Für die Kosten des Räumungsverfahrens haften beide Beklagten als Gesamtschuldner!
Ist die beschriebene Vorgehensweise so richtig?

Vielen Dank und viele Grüsse!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2007 | 19:35

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Diese Vorgehensweise ist korrekt. Sie sollten zunächst die Tochter auffordern, die Wohnung herauszugeben. Sollte dieses ohne Erfolg bleiben, sollten Sie unbedingt gegen beide Räumungsklage erheben. Die Räumungsklage ist grundsätzlich nur gegenüber den Personen wirksam, die auch im Urteil als Partei geführt werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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