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Räumungsklage: Mieterin findet keine Wohnung


24.11.2007 14:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Guten Tag,

ich habe folgendes Problem:
Ich habe eine kleine Wohnung gekauft (ca. 65qm). In der Wohnung wohnt allerdings seit 20 Jahren eine ältere Dame (62) die aber noch sehr fit ist.

Ich habe Ihr fristgerecht gekündigt (9 Monate Kündigungsfrist) und die frist läuft demnächst (Ende Dezember ab). Die Kündigungsgrund war Eigenbedarf. Ich bin 25 und wohne derzeit noch bei meinen Eltern.

Ich habe in der Kündigung den Grund angegeben und auf die Wiederspruchsfrist hingewiesen. Der erhalt der Kündigung wurde mir schriftlich bestätigt (liegt vor).

Allerdings habe ich das Kündigungsschreiben nicht mehr. Die Dame findet nun angeblich keine Wohnung.

Meine Frage: Habe ich mit diesem Sachverhalt Chancen bei einer Räumungsklage?

Vielen Dank
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Eine Räumungsklage wird Aussicht auf Erfolg haben, wenn die Mieterin gem. §§ 574, 574 b BGB keinen schriftlichen Widerspruch bis spätestens zwei Monate vor Ablauf des Mietverhältnisses erhoben hat. Jedoch muss auf die Möglichkeit des Widerspruchs, die Form und die Frist des Widerspruch hingewiesen wurden sein, Wenn die Gegenseite dies bestreitet, könnte jedoch die Klage ohne Erfolg sein, da Sie als Beweis das Kündigungsschreiben nicht mehr vorlegen können.

Im weiteren sollten Sie der Fortsetzung des Gebrauchs ausdrücklich widersprechen, da sonst gem. § 545 BGB zwei Wochen nach Ende des Mietverhältnisses sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit verlängert.

Sollte der Widerspruch tatsächlich begründet sein, d.h. das kein angemessener Wohnraum gefunden werden kann, dann sollte das Mietverhältnis auf maximal sechs Monate verlängert werden. (§ 574 a BGB). Danach wird eine Räumungsklage ebenso erfolgreich sein.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de


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