Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Räumung von Bodenräumen für Dachausbau


| 08.02.2006 23:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vermieter möchte das Dachgeschoß zu Wohnzwecken ausbauen. Muß ich den von mir genutzten Bodenraum räumen? In meinem Mietvertrag ist kein Bodenraum erwähnt. Gibt es so etwas wie ein Gewohnheitsrecht? Könnte ich, wenn ich räumen muß, die Miete kürzen? Allerdings benutze ich noch einen Kellerraum (steht auch nicht drin). Gibt es Räumungsfristen? Muß ich mit einer Mieterhöhung wegen Modernisierungsmaßnahmen rechnen?

Danke für Ihre Bemühungen
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Bedauerlicherweise ist der von Ihnen erwähnte Bodenraum nicht Vertragsbestandteil des Mietvertrages geworden, da dieser nicht als zur Mietsache gehörend im Mietvertrag erwähnt ist.

Aus diesem Grunde ist die Nutzung desselben lediglich durch den Vermieter „geduldet“, so dass diesbezüglich allenfalls von einer Leihe ausgegangen werden kann. Diese ist jederzeit „kündbar“, so dass Sie diese Räumlichkeiten auch jederzeit zurückgeben müssen.
Wenn Sie Glück haben, kann Ihre Konstellation insbesondere wegen einer diesbezüglichen Länge und Nachhaltigkeit zu dem Ergebnis führen, dass der von Ihnen erwähnte Bodenraum doch zur Mietsache gehörend interpretiert werden könnte.
Mit Gewohnheitsrecht diesbezüglich zu argumentieren, dürfte wohl nicht zum Erfolg führen.

Die Miete könnten Sie selbstredend nicht kürzen, dass dieser Bodenraum lt. Mietvertrag nicht zur Mietsache gehört.
Somit ist der Vermieter diesbezüglich auch nicht verpflichtet, den vertragsgemäßen Zustand herzustellen oder zu erhalten, da dieser ja ohne Zurverfügungstellung des Bodenraumes gegeben ist

Räumungsfristen, die definiert sind, werden in diesem Zusammenhang auch nicht gegeben sein, da mangels Recht zum Besitz sofort zu räumen wäre.

Da diese Ausbauarbeiten meines Erachtens nichts mit Ihrer Mietsachen zu tun haben, und auch zu keiner Energieersparnis bezogen auf Ihr Mietobjekt führen dürfte, wird eine Mieterhöhung durch den Vermieter nicht gegeben sein.


Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung weitergeholfen zu haben.

Ich darf Sie bitten, von der einmaligen Rückfrage Gebrauch zu machen, um Missverständnisse bzw. Ergänzungen noch vornehmen zu können.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.02.2006 | 10:49

Sehr geehrter Herr Zahn,

Ich wohne bereits seid 18 Jahren in dem Haus. Sollte der Abstellraum doch zur Wohnung gehören (Aufgrund der Mietdauer, wenn ich Sie da richtig verstanden habe) wäre er dann kündbar? Bei meinem Nachbarn beispielsweise stehen Boden-und Kellerraum im Vertrag. Mein Kellerraum ist ziemlich klein, ca.4qm.
Im Zuge der Ausbaumaßnahmen würde das Dach sicherlich neu isoliert werden (Energieersparnis?).
Danke für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.02.2006 | 19:40

Sehr geehrter Frau Ratsuchende,

sollte der Abstellraum zur Wohnung hinzugezogen werden können,
wäre dieser selbstredend auch nicht getrennt kündbar sein, da
lediglich das Mietverhältnis kündbar ist.
In einem derartigen Falle gehört dieser Raum zum Mietgegenstand.

Hinsichtlich des Kellers würde es sich ähnlich verhalten, zumal
Ihre lange Mietdauer darauf schließen lassen kann, dass vom
Vermieter faktisch gewollt ist, dass diese beide Räume auch ohne
Aufnahme in den Mietvertrag mit den Mietgegenstand bilden sollen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Frage wurde ausführlich beantwortet. Allerdings für mich nicht definitiv klar, unter welchen Bedingungen ich Erfolg haben könnte. Ich habe kein "Vergleichsurteil" bekommen. "