Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.740
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Räumung mit Zuschlagsbeschluss - trotz Beschwerde gegen Zuschlagsbeschluss

17.07.2018 18:06 |
Preis: 50,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Räumung und Beschwerde

- Es wurde eine Immobilie ersteigert.
- Der Zuschlag wurde erteilt.
- Gegen den Zuschlag wurde sofortige Beschwerde vom Alteigentümer eingelegt
- Eine Vollstreckungsklausel wurde vom Gericht gefertigt (vollstreckbare Ausfertigung)
- Räumung wurde beantragt
- Der Gerichtsvollzieher möchte aber keine Räumung durchführen, solange Rechtsmittel gegen den Zuschlag eingelegt wurde und der Zuschlag noch nicht rechtskräftig ist.

Nach meinem Rechtsempfinden hat der Gerichtsvollzieher aufgrund der vollstreckbaren Ausfertigung des Zuschlagsbeschlusses ein Räumungstermin zu benennen - unabhängig vom Rechtsmittel -, da zum einen der Zuschlagsbeschluss bisher nicht aufgehoben wurde und zum anderen kein Räumungsschutzantrag gestellt wurde.

FRAGE:
Muss der Gerichtsvollzieher die Räumung voran treiben, obwohl gegen den Zuschlagsbeschluss die sofortige Beschwerde eingereicht wurde oder muss die Rechtskraft des Zuschlagbeschlusses tatsächlich abgewartet werden? Wenn der Gerichtsvollzieher sich weigert die Räumung voran zu treiben, welche Rechtsmittel habe ich als Räumungsgläubiger?

Bitte antworten Sie mit Benennung entsprechender Rechtssprechung, für die Räumung - ohne das Abwarten der Rechtskraft -.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Rechtsmittel gegen die Untätigkeit des Gerichtsvollziehers ist die Erinnerung gem. § 766 ZPO.

Dieses Rechtsmittel hat aber nur Erfolg, wenn die sofortige Beschwerde gegen den Zuschlagsbeschluss keine aufschiebende Wirkung hat. Ob dies beim Gericht gesondert oder zusammen mit der Beschwerde beantragt wurde bzw. ob eine ausreichende Begründung vorliegt, können Sie nur bei Kenntnis des gesamten Verfahrens/Schriftverkehrs oder durch Akteneinsichtnahme bei Gericht (nur durch einen Anwalt möglich) wissen/ersehen.

Dies können Sie nicht automatisch sehen.

Daher nützt Ihnen ein vergleichbarer gerichtlicher Fall nichts, da Sie hier den konkreten Fall prüfen müssen, ob diese Voraussetzungen vorliegen.

Beantragen Sie daher, wenn Ihnen der Schriftverkehr nicht vorliegt, durch einen Anwalt eine Akteneinsichtnahme beim Gericht, dann kann beurteilt werden, ob die sofortige Beschwerde aufschiebende Wirkung hat und der Gerichtsvollzieher sich zu Unrecht weigert, die Räumung vorzunehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65086 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Liebe Frau Prochnow, ich danke für Ihre Antwort. Präzise, verständlich, mit allem was ich wissen wollte. Einfach super! Viele Grüße ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle ausführliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine sehr ausführliche und überaus schnelle Rechtsberatung, trotz des geringen Budgets. Ich empfehle diesen Anwalt uneingeschränkt weiter und werde diesen bei weiterem Bedarf auch für meine Belange hinzuziehen. 5***** ...
FRAGESTELLER