Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
488.553
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Räumung der Nichteigentümer (Ehefrau, Sohn) nach Zwangsversteigerung


| 04.04.2018 16:20 |
Preis: 60,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von



Guten Tag,

ich habe am 3.4.18 ein Haus ersteigert. Das Haus gehörte dem Ehemann A, der bereits im September 2017 ausgezogen war und an anderer Adresse wohnt und dort auch gemeldet ist. Im Haus wohnen aktuell noch die getrennt lebende Ehefrau B und der erwachsene Sohn C (25 Jahre alt).

Bereits am 4.4.18 konnte ich das Haus von innen besichtigen. Dabei habe ich B und C darüber informiert, dass sie bis 15.5. das Haus komplett räumen sollen. Anmerkung: Im Haus befinden sich enorm viele Gegenstände/Inventar usw., die ja A und/oder B und/oder C gehören könnten?

Fragen:
- Sollte ich jetzt noch ein schriftliche Räumungsaufforderung -mit Fristsetzung 15.5.18- an A, B und C schicken?

- Wenn das Haus/Grundstück doch nicht fristgerecht geräumt werden wird, gegen wen dieser drei Personen (A, B und C) soll ich die Zwangsräumung beantragen? Gegen alle drei Personen?

- Müssten dann im Zuschlagsbeschluss (mit Vollstreckungsklausel) durch den Gerichtsvollzieher alle drei Personen namentlich genannt sein? Oder reicht die Formulierung "ehemalige Eigentümer und alle Familienangehörige"?


Vielen Dank.


04.04.2018 | 18:07

Antwort

von


1712 Bewertungen
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,



Sie sollten Alle anschreiben und zur ordnungsgemäßen und fristgerechten Räumung auffordern.



Machen Sie deutlich, dass nach § 93 ZVG der Zuschlagsbeschluss im Zwangsversteigerungsverfahren ein Vollstreckungstitel ist und die Zwangsräumung mit weiteren Kosten dann bei Nichteinhaltung der Frist eingeleitet wird.


Kündigen Sie zudem gegenüber B und C alle bestehenden Nutzungsverträge gemäß § 59a ZVG . Denn sollten B und C ein Recht zum Besitz (z.B. Mietvertrag, Überlassungsvertrag) behaupten (kommt in der Praxis recht häufig vor), nützt Ihnen der Beschluss nichts.

In diesem Fall müssten Sie die Kündigung eben aussprechen und dann B und C nach Fristablauf auf Räumung verklagen.



Im Zuschlagsbeschluss mit Vollstreckungsklausel müssten alle drei Personen namentlich aufgeführt werden, denn die Formulierung "ehemalige Eigentümer und alle Familienangehörige" kann der Gerichtsvollzieher nicht ordnungsgemäß prüfen und müsste dann die Zwangsräumung sogar ablehnen.


Da all das sehr zeitaufwändig und teuer werden kann, sollten man vielleicht mit B und C sprechen; häufig bietet eine „Umzugspauschale" einen gewissen Anreiz für die schnelle und pünktliche Räumung und günstiger als die Zwangsräumung und möglicher vorgeschalteter Räumungsklage wird es vermutlich auch sein.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2018 | 18:46

Die Zwangsversteigerung ging ja nur gegen den ehemaligen Eigentümer A (alleiniger Eigentümer). Kann denn das Versteigerungsgericht im Zuschlagsbeschluss mit Vollstreckungsklausel alle drei Personen (A, B, und C) namentlich aufführen, obwohl ja die Namen B und C noch nie im Verfahren erwähnt wurden und es ja auch gar kein Verfahren gegen diese gab?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2018 | 19:12

Sehr geehrter Ratsuchender,


grundsätzlich ist das möglich, wenn die Familienverbundenheit feststeht und es sich dann um Personen handelt, die in der Klausel genannt werden müssen (LG Lübeck 26.4.89, DGVZ 91, 9; LG Mainz 13.2.78, MDR 78, /65).

Daher würde ich immer zur Namensnennung raten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 04.04.2018 | 20:56


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Alles für mich absolut zufriedenstellend. Kann ich nur weiter empfehlen."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.04.2018
5/5.0

Alles für mich absolut zufriedenstellend. Kann ich nur weiter empfehlen.


ANTWORT VON

1712 Bewertungen

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet und Pachtrecht