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Radfahrer angefahren

09.09.2010 19:19 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Ich habe heute einen Radfahrer beim Rechts abbiegen auf einer Kreuzung mit dem Auto leicht angefahren. Er hatte grün und ich hatte grün. Bin noch zum Bremsen gekommen und der Radfahrer ist leicht in das Auto gefahren. Ich bin ausgestiegen und hab natürlich gleich gefragt ob alles ok ist, woraufhin der Radfahrer meinte alles sei ok. Das Fahrrad war auch noch in Ordnung. Er ist dann sofort weiter gefahren. Leider hab ich aber am Auto eine Delle vom Rad.
Nun haben wir keine Adressen ausgetauscht oder dergleichen. Was soll ich jetzt tun? Soll ich überhaupt etwas tun? Inbesondere geht es mir darum mich nun rechtmäßig zu verhalten. Soll ich den Schaden meiner Auto-Haftpflichtversicherung oder meiner Privathaftpflichtversicherung melden? Oder soll ich es auf sich beruhen lassen. Evtl. hat der Radfahrer sich das Nummernschild gemerkt und möchte im Nachhinein irgendwelche Forderungen geltend machen. Und wenn ich den Schaden nicht melde weigert sich evtl. meine Versicherung den Schaden zu übernehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zur Klarstellung sei vorab darauf hingewiesen, daß die Haftpflichtversicherung Ihres Fahrzeugs den Schaden des Unfallgegners zahlt, sofern diesem an dem Unfall kein Verschulden anzulasten ist.

Den Schaden an Ihrem Fahrzeug hätte der Unfallgegner zu zahlen, vorausgesetzt, Sie träfe an dem Unfall kein Verschulden.

Wenn Sie durch eigenes Verschulden an Ihrem Fahrzeug einen Schaden herbeigeführt haben, würde Ihnen der Vollkaskoversicherer diesen Schaden (ggf. unter Berücksichtigung der Selbstbeteiligung) ersetzen.


2.

Nach Ihrer Schilderung sprechen die Fakten dafür, daß Sie den Unfall verursacht und verschuldet haben.

Da der Radfahrer sofort weitergefahren ist, werden Sie davon ausgehen dürfen, daß keine Forderungen gegen Sie geltend gemacht werden. Deshalb ist es nicht notwendig, Ihren Haftpflichtversicherer zu informieren.

Sollte der Radfahrer wider Erwarten dennoch Ansprüche anmelden, melden Sie diesen Schadenfall der Haftpflichtversicherung Ihres Fahrzeugs.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.09.2010 | 19:43

Sehr geehrter Herr Raab,

vielen Dank für die prompte Antwort. Wir gehen davon aus, dass ich Vollschuld habe: Angenommen der Radfahrer hat irgendwelche Schäden (Gehirnerschütterung etc.) im Nachhinein davongetragen und hat sich mein Kennzeichen gemerkt und möchte nun Schadensersatz oder dergleichen fordern, reicht es dann erst wenn dieser Fall eintreten sollte meiner Versicherung Bescheid zu geben oder habe ich sozusagen eine gewisse Anzeigepflicht geg. dem Haftpflichtversicherer meines Fahrzeugs? Anders ausgedrückt: Kann sich meine Versicherung am Ende rausreden, wenn ich sie nicht informiert habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.09.2010 | 19:57

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Aufgrund Ihrer Unfallschilderung bin ich davon ausgegangen, daß der Radfahrer nicht zu Fall gekommen und daß es lediglich zu einer leichten Berührung gekommen sei.

Grundsätzlich dürfen Sie aufgrund des Verlaufs davon ausgehen, daß die Sache für den Radfahrer erledigt ist.

Vor diesem Hintergrund bedarf es keiner Schadenmeldung an den Haftpflichtversicherer Ihres Fahrzeugs.


2.

Wenn der Radfahrer gestürzt sein sollte, d. h. wenn der Unfall doch etwas weitreichender ist als eingangs geschildert, schadet es nicht, den Schaden anzuzeigen und unter Schilderung des Hergangs mitzuteilen, daß Schadenersatz- und/oder Schmerzensgeldansprüche nicht geltend gemacht worden seien.

Sodann müßten Sie einfach abwarten, ob der Radfahrer sich meldet. Damit hätten Sie Alles getan, was man erwarten darf.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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