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RA arbeitet unzuverlässig und fahrlässig


20.03.2007 12:03 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



trotz Aussage des RA habe ich festgestellt, das nach 1 Jahr die Scheidungsklage nicht eingereicht wurde. Persönliche Entschuldigung. Jetzt sind 3 Jahre vergangen. Außer Briefwechsel mit dem Gegenanwalt keine notwendigen Maßnahmen wie Klagen wegen fehlender Unterhaltszahlungen für mich und Kinder beim Amtsgericht eingereicht. Am 26.4 Scheidungstermin. Mir liegt keine Abschrift der Scheidungsklage sowie Folgeanträge von unserer Seite vor. Nur vom Gegner. Immer wieder Ausreden. Er ist kein Anwalt f. Familienrecht und benutzt mich als Lernobjekt oder Verdienstmöglichkeit. Verleugnungen am Telefon. Ein neuer Anwalt hat wegen der PKH Probleme meinen Fall zu übernehmen. Kann ihr das Geld für die PKH wg. mangelhafter nachgewiesener Arbeit verweigert werden. Wenn ich deswegen zu Schaden komme Es ist doch auch eine Dienstleistung? Ich muss alles hinterfragen und merke das hier ganz viel schief läuft. Selbstverständliche Abläufe werden nicht getätigt. Fakt ist ohne Drama: Sie schädigt mich durch nicht geleistete Dienste. Vielen Dank für eine Antwort.
Sehr geehrte/r Rechtssuchende/r,

eine Rechtsauskunft in diesem Forum kann lediglich eine Orientierungshilfe sein. Eine verbindliche Beratung ist in Ihrem Fall aber kaum möglich, da eventuelle Gründe für die von Ihnen vorgetragenen Verzögerungen nicht bekannt sind.

Zunächst mag es sein, dass der Scheidungsantrag erst nach einem Jahr eingereicht wurde, weil das sog. Trennungsjahr noch nicht verstrichen war. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, in dem Sie und Ihr Ehegatte sich getrennt haben. Für die Trennung ist nicht unbedingt der Auszug aus der gemeinsamen Wohnung notwendig. Eine Trennung kann auch innerhalb einer Wohung vorgenommen werden.

Für die Geltendmachung von Trennungsunterhalt muss diese Zeit natürlich nicht abgewartet werden.

Welche etwaigen Ansprüche Sie haben, kann ich natürlich nicht beurteilen. Sofern Sie Ihren Anwalt mit der Durchsetzung beauftragen und dieser das Mandat annimmt, sollte dieser natürlich auch in absehbarer Zeit tätig werden.

Es ist üblich, dass der Anwalt die von ihm angefertigten Schriftsätze und die der Gegenseite Ihnen in Abschrift oder Kopie vorlegt. Verlangen Sie dies von ihm. Weigert er sich, beschweren Sie sich bei der Rechtsanwaltskammer.

Soweit Sie mit "Anwalt für Familienrecht" einen "Fachanwalt für Familienrecht" meinen, ist es nicht notwendig, für Scheidungs- und Unterhaltsangelegenheiten einen solchen zu konsultieren. Wenn ein Anwalt jedoch einen Fall annimmt, sollte er diesen auch bearbeiten können und dies auch tun.

Verlangen Sie - am besten schriftlich - unter Fristsetzung die Vorlage der fehlenden Schriftstücke. Dann gibt es im Zweifel auch keine Ausreden.

Soweit Ihr erster Anwalt für Sie Prozesskostenhilfe beantragt hat und diese bewilligt wurde, wird das Gericht keinen zweiten für die selbe Angelegenheit bezahlen. Die bereits entstandenen Gebühren stehen dem ersten Anwalt dann auch zu. Der Nachweis, dass Ihr erster Anwalt schlecht oder langsam arbeitet, ist im Ernstfall sehr schwierig.

Ich kann allerdings nicht beurteilen, für welche Verfahren PKH bewilligt wurde. Vielleicht ist PKH bewilligt für das Scheidungsverfahren und nicht nicht für weitere Ansprüche wie Unterhalt etc. Dann besteht die Möglichkeit, für die weiteren Ansprüche PKH zu bewilligen. Dies sollte Ihnen allerdings Ihr zweiter Anwalt erklären können.

Nochmal: Fordern Sie den Anwalt auf, Ihnen die Schriftsätze vorzulegen. Vereinbaren Sie mit ihm einen Besprechungstermin, während dem Sie ihn konkret nach dem Fortgang bzw. Stand des Verfahrens fragen.

Anderenfalls haben Sie die Möglichkeit, das Mandat zu kündigen und zwar vor dem Gerichtstermin am 26. April. Vielleicht ist Ihr neuer Anwalt bereit, den Termin wahrzunehmen. Der erste Anwalt erhielte dann die Verfahrensgebühr und der zweite die Terminsgebühr. So eine Teilung wäre zumindest denkbar, setzt aber voraus, dass der zweite Anwalt dies akzeptiert. Zuviel verlangt ist es nicht, schließlich hat er nicht die Arbeit mit dem Schreiben des Scheidungsantrags.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine Hilfe geben. Für weitere Rückfragen verwenden Sie bitte die Nachfragefunktion. Sie dürfen mir auch gern eine Email senden.

Mit freundlichen Grüßen

Brudermann
Rechtsanwalt
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