Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Quellennachweise

| 29.06.2014 18:27 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Guten Tag,

der Autor und Herausgeber eines von mir erworbenen Buches (Eigenverlag 1992, Alle Rechte vorbehalten) schreibt:"... verbiete ich Ihnen grundsätzlich jede Verwendung und Veröffentlichung der geschichtlichen Daten und Fakten über (...) aus meinen Werken sowie auch aus allen fremden Werken, in denen die Niederschrift der geschichtlichen Daten und Fakten über (...) als Quelle aus meinen Werken bezeichnet sind oder auch in Missachtung der Pflicht zur Quellenangabe nicht bezeichnet sind. In diesem Sinne fordere ich Sie auf, Ihre private Homepage (...) entweder sofort zu schließen oder sämtliche geschichtlichen Daten und Fakten daraus zu tilgen. Das hiermit verfügte Verbot gilt auch nach meinem Tod hinaus."

Wie verhalte ich mich bezüglich der Verwendung dieser Daten und Angaben auf meiner Homepage und was in dieser Vorgabe muss ich beachten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Historische Daten und Fakten unterliegen grundsätzlich keinem urheberrechtlichen Schutz. Wenn der Autor für das Buch aber eine große Menge an allgemein unbekannten historischen Daten und Fakten unter erheblichen Investitionen zusammengetragen und im Buch veröffentlich hat, kann das Buch als Datenbank eben jener Daten und Fakten angesehen werden und dadurch gemäß § 87b UrhG urheberrechtlich geschützt sein. Dann wäre es in der Tat rechtswidrig, alle in dem Buch zusammengetragenen Daten und Fakten oder einen wesentlichen Teil davon auf Ihrer Webseite zu verbreiten.

Es kommt also entscheidend darauf an, ob die Daten und Fakten NUR in diesem Buch zu finden sind, ob das Buch eine Datenbank im Sinne des § 87a UrhG darstellt und ob Sie einen wesentlichen Teil der Daten und Fakten aus dem Buch auf Ihrer Webseite wiedergeben.

Das zu beurteilen ist selbst für erfahrene Richter und Anwälte nicht einfach, ich empfehle daher, die Webseite vorläufig zu deaktivieren und Buch und Webseite einem Anwalt vorzulegen.

Sollten es sich aber über allgemein bekannte Daten und Fakten handeln (z.B. das Datum des Attentats von Sarajewo 1914 oder den vollen Namen, Titel etc. von Franz-Ferdinand von Habsburg-Este), so können Sie das Verbot ignorieren, sollten aber im Zweifel Buch und Webseite einem Anwalt vorlegen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Bewertung des Fragestellers 29.06.2014 | 23:00

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Kompetent, verständlich und schnell!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen