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Qualifikation nach der Grundschule/ Schulrecht NRW


| 09.01.2007 23:31 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag,
meine Tochter besucht zurzeit die vierte Klasse der Grundschule. Es stand nie ausser Frage, dass sie das Gymnasium besucht. Und auch derzeit bearbeitet sie mich damit:" Papa, du hast mir versprochen, mich auf dem Gymnasium anzumelden", nachdem ich ihr sagte, dass dies wohl auf Grund ihrer Leistungen nicht möglich ist. Nach dem derzeitigen Leistungsstand sieht es so aus, dass sie in Mathe und Englisch eine drei bekommt und damit "nur" die Qualifikation für die Realschule. Unser Sohn (13) besucht ebenfalls das Gynmnasium, und für sie wäre es mit Sicherheit eine Abwertung, wenn sie nicht aufs Gymnasium käme.
Zur Vorgeschichte:
Unsere Tochter hatte im letzten Zeugnis (Sommer 2006) zwar eine 3 in Mathematik und in Religion, aber sonst nur Zweien und Einser. Im neuen Fach Englisch, welches neu dazukam, hatte sie ebenfalls eine 3.
Nun entstand seit Sommer 2006 folgende Situation: Die Lehrerin, die sie nach dem zweiten Schuljahr neu bekam, war ständig krank.
Es verging kaum eine Woche, wo die Lehrerin nicht ein oder mehrere Tage "dem Unterricht fernblieb". Die Kinder wurden dann nur beaufsichtigt oder auf andere Klassen verteilt.
Sicher ist meine Tochter kein Genie. Aber ein Großteil ihrer Defizite schreibe ich auch der Schulsituation zu.
Nun habe ich auch mit anderen Eltern gesprochen, und es scheint so,dass es nicht viele Kinder gibt, die die Qualifikation fürs Gymnasium bekommen. Bislang ist mir kein Kind bekannt. Um das genau zu recherchieren, müsste ich rumtelefonieren.

Was kann ich nun tun? Die Lehrerkonferenz legt fest, welches Kind welche Qualifikation kekommt. Mit dem voraussichtlichen Zeugnis kann ich sie auch nicht ernsthaft aufs Gymnasium anmelden. Sie hätte kaum eine Chance angenommen zu werden.

Muss man sich in dieser Situation seinem Schicksal ergeben(mein Gefühl), oder was kann ich dagegen tun?

Ich erbitte eine Antwort nur von einem fachkompetenten Anwalt.

Viele Grüße aus dem Bergischen Land

H.W.K.




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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Wenn Sie Ihr Kind an einer Schule einer Schulform anmelden, für die es nach der Empfehlung der Grundschule mit Einschränkungen geeignet ist, müssen Sie an einem Beratungsgespräch der weiterführenden Schule teilnehmen. Hierbei werden die Möglichkeiten dieser weiterführenden Schule zur individuellen Förderung Ihres Kindes in den Bereichen, die zur einschränkenden Empfehlung geführt haben, erörtert. Danach entscheiden die Eltern über die Schulform für ihr Kind.
Über die Ergebnisse dieses Beratungsgesprächs erhalten Sie einen Vermerk.

Wenn Sie Ihr Kind an einer Schulform anmelden, für die es nach der Empfehlung der Grundschule nicht und auch nicht mit Einschränkungen geeignet ist, entscheidet ein dreitägiger Prognoseunterricht, ob Ihr Kind zum Besuch der gewählten Schulform zugelassen wird. Vorher wird Ihnen von der weiterführenden Schule eine Beratung angeboten. Danach werden Sie aufgefordert, der Schule binnen einer Woche mitzuteilen, ob Sie bei Ihrer Wahl der Schulform bleiben.
Wenn Sie bei Ihrer Wahl bleiben, unterrichtet die Schule das Schulamt hierüber und lädt Ihr Kind zum Prognoseunterricht ein. Den Unterricht erteilen jeweils eine Lehrerin oder ein Lehrer einer Grundschule und einer weiterführenden Schule, wobei die in den Lehrplänen der Grundschule bestimmten verbindlichen Anordnungen der Klasse 4 zu Grunde gelegt werden.

Nach Abschluss des dreitägigen Prognoseunterrichts wird Ihr Kind nur dann durch abschließenden Bescheid des Schulamtes nicht zum Besuch der Schule der gewählten Schulform zugelassen, wenn die am Prognoseunterricht beteiligten Personen einstimmig davon überzeugt sind, dass die Eignung für die gewählte Schulform offensichtlich ausgeschlossen ist. Anderenfalls wird die Empfehlung der Grundschule durch die Zulassungsentscheidung des Schulamtes aufgrund des Prognoseunterrichts ersetzt.
Das Ergebnis des Prognoseunterrichts wird Ihnen förmlich mitgeteilt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2007 | 00:51

Vielen Dank, Herr Roth, Ihre Anwort hat mir schon sehr geholfen. Wie ich Ihren Angaben entnehme, haben Sie Ihren Sitz in Hamburg. Kann man Ihre Ausführungen auch auf NRW übertragen? Sind die Bestimmungen hier gleich?
Und: Welche Rechtsmittel kann ich einlegen?
Danke!
Vielen Dank für Ihre nachträgliche Antwort.
Grüße
H.W.K.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2007 | 01:00

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Den Übergang von der Grundschule an weiterführende Schulen regelt § 8 Ausbildungsordnung Grundschule - AO GS NRW vom 23.03.2005.
Meine Ausführungen decken sich mit der genannten Bestimmung.

Sollte Ihnen ein Nichtzulassungsbescheid zugehen, müssten Sie zunächst Widerspruch einlegen. Wenn dem Widerspruch nicht abgeholfen wird, haben Sie die Möglichkeit gegen den Widerspruchsbescheid Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht zu erheben (hier wäre eine Verpflichtungsklage die richtige Klageart).

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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