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Putzfrau verliert Hausschlüssel


| 23.10.2007 10:52 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Guten Tag,

folgender Sachverhalt:

Unsere Putzfrau hat meinem Mann gestern mitgeteilt, dass sie unseren Haus- und Wohnungsschlüssel verloren hat. Wir haben eine Schließanlage (5-Parteien-Haus), die Schlüssel passen jeweils sowohl zur Haus- als auch zur Wohnungstür, zusätzlich befinden sich in meinem Besitz (ich bin die Hauseigentümerin) Schlüssel zu allen Wohnungen (2 selbstgenutzt, 3 vermietet) sowie Generalschlüssel. Die Schlüssel verwahre ich in einem normalen Schrank. Um also einen Missbrauch des verlorenen Schlüssels ausschließen zu können, ist es notwendig, die komplette Schließanlage im ganzen Haus auszutauschen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass aus meiner Wohnung weitere Schlüssel entwendet werden könnten. Ich habe hier ja auch eine Fürsorgepflicht meinen Mietern gegenüber. Ein Teilaustausch dürfte ausgeschlossen sein, da die Anlage bereits 15 Jahre alt ist. Ich weiß momentan noch nicht, wie hoch die Kosten für den Austausch sein werden; die Anschaffungskosten betrugen rund 1.000 DM. Die Putzfrau hat zunächst meinem Mann gegenüber zugesagt, die Kosten zu übernehmen, sie wollte sich abends, nach nochmaliger genauer Suche, nochmals telefonisch melden. Dies geschah nicht, weshalb mein Mann sodann bei ihr anrief. Ihr Mann nahm das Telefonat entgegen. Er stellte meinem Mann die Frage, ob wir es denn beweisen könnten, dass seine Frau überhaupt einen Schlüssel gehabt hätte, ob wir etwas Schriftliches hätten. Nun habe ich tatsächlich keine schriftliche Vereinbarung hierüber, sie hat den Schlüssel vor ca. drei Jahren, einige Wochen nach ihrer Tätigkeitsaufnahme, in meinem Beisein von meinem Mann bekommen mit dem Hinweis, sorgfältig damit umzugehen, da es sich um den Schlüssel zu einer Schließanlage handelt und bei Verlust die komplette Anlage ausgetauscht werden müsse. Sie hat zu jedem Putzeinsatz von dem Schlüssel Gebrauch gemacht, auch wenn wir im Hause waren.

Frage:

Ist die Putzfrau verpflichtet, die Kosten für eine neue Schließanlage zu übernehmen, auch wenn ich "nur" mit Hilfe meines Ehemannes beweisen kann, dass sie im Besitz eines Schlüssels war? Übernimmt die Rechtschutzversicherung evtl. die Verfahrenskosten? Ich habe eine normale Rechtsschutzversicherung und eine für Mietangelegenheiten.

Vielen Dank für Ihre Auskunft.

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Sehr geehrte Fragesteller,

gerne benantworte ich Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegeben Sachverhalts wie folgt:

Ihre Putzfrau hat vorliegend eine auferlegte besondere Obhuts- und Bewahrungspflicht hinsichtlich der Schlüssel zur Schließanlage verletzt.
Den Verlust des Schlüssel hat Sie bereits zugegeben. Eine schriftliche Vereinbarung ist aus Beweiszwecken immer vorteilhaft, allerdings wird sich der Sachverhalt auch durch Ihre sowie die Aussage Ihres Ehemanns beweisen lassen. weiterhin hatte Sie den Schlüssel 3 Jahre in Besitz und Ih auch verwendet, so dass eventuell auch noch Nachbarn als Zeugen zur Verfügugn stehen. Im Zweifel würde Ihre Putzfrau vor Gericht nicht wegen diesen Sachverhaltes eine Straftat ( Falschaussage ) begehen.

Fraglich wird die Höhe der zu ersetzenden Kosten sein (eventuell Abzug neu für alt, Mitverschulden Ihrerseits, beispielsweise weil versäumt wurde, für den für eines Schlüsselbund-Verlustes absehbaren Folgeschaden, hier also die Kosten des dann notwendigen Austauschs der Hauptschließanlage, durch geeignete zumutbare Maßnahmen in Grenzen zu halten ). Dies kann aber hier im Rahmen dieser Online- Anfrag nicht abschließend beurteilt werden. Anhaltspunkte bestehen hier nach erster Einschätzung dafür zwar nicht, dies wird allerdings eine Frage der richterlichen Einschätzung im Einzelfall sein.

Empfehelnswert ist immer der Versuch einer außergerichtlichen Einigung, um die Angelegenheit gütlich und zügig zu erledigen.

Grundsätzlich wird aber selbstvertändlich Ihre Rechtsschutz die Kosten übernehmen; abschließend kann dies nur anhand des Versicherungsvertrages beurteilt werde. Hier genügt aber eine telefonische Anfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung.



Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit fruendlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.10.2007 | 12:53

Sehr geehrter Herr Günthner,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Sie erwähnen Maßnahmen, um einen absehbaren (Folge-)Schaden in Grenzen zu halten. Welche Maßnahmen könnten dies beispielsweise sein? Vielleicht könnten Sie mir hierzu noch stichpunktartig Auskunft geben.

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.10.2007 | 13:03

Sehr geehrte Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

In Betracht kommt hier insbesondere der gesonderte Hinweis an die Putzfrau, dass es sich um eine Schließanlage handelt und deshalb besondere Vorsicht geboten ist (diesen Hinweis haben Sie richtigerweise gegeben, allerdings müssten Sie auch diesen konkreten Hinweis beweisen- insbesondere hier wäre eine schriftliche Vereinbarung viel wert gewesen), aber auch versicherungsmäßige Lösungen ( Hausratsversicherung, Finanzierung einer etwaigen Haftpflichtversicherung für die Putzfrau).

Eine entscheidende Rolle werden hier auch die tatsächlichen Kosten der Schließanlage sein. Sofern sich die Kosten "nur" auf 800 € belaufen würden für die gesamte Schließanlage, kann sicherlich nicht der Abschluss einer gesonderten Versicherung verlangt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt

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