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Pubertierender Sohn, für den ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe, will bei Mutter leben

14.01.2013 18:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Folgender Fall hat sich zugetragen: Ich habe als Vater, das Aufenthaltsbestimmungsrecht für meinen 6 jährigen Sohn per Familiengericht nach der Scheidung bekommen. Die Gründe hierfür waren Fehlverhalten der Mutter und der Wille des Jungen. Seither leben wir zusammen und es hat sich herausgestellt das mein Sohn auch an ADHS leidet. Dementsprechend sind wir auch in psychologischer Behandlung seit Jahren. Heute ist der Junge 15 Jahre alt. Ich habe eine zweite Beziehung nach der damaligen Ehe. Die erste Beziehung brach ich wegen Problemen zwischen der Frau und meinem Sohn ab. Es ging um Regeln im Haushalt und um seine schulischen Leistungen denen er nachzukommen hatte. Heute leben wir erneut mit einer Frau zusammen, und haben uns sogar ein Haus gemeinsam gekauft. Die Probleme, das er sich nicht an Regeln und Pflichten halten kann, treten jetzt wieder auf. Der Kontakt zu seiner Mutter wurde in den letzten Jahren wieder besser und nahm zu. Seine schulischen Leistung bauen total ab, Lügen steht an der Tagesordnung und teuere Nachhilfe schwänzt er. Dadurch haben sich die Fronten bei uns zu Hause so verhärtet, das er mit einer Waffe vor meiner Lebensgefährtin stand und sie bedrohte. Auch in der Schule kam es zu Auffälligkeiten (Ritzen usw..) Ich wollte ihn aus diesen Gründen aus diesem Bekanntenkreis herausnehmen und auf eine eine andere Schule gehen lassen, damit (er ist jetzt in der 9. Klasse) er seinen Abschluss wenigstens schafft und eine Basis für seine Zukunft. Er jedoch ist jetzt abgehauen zu seiner Mutter, 40km entfernt. Er lässt ausrichten, das er nicht mehr mit uns kann. Das er dort neu anfangen will. Seine Mutter stimmt dem zu. Mitlerweile bin ich mit dem Jugendamt in Kontakt.
Wie soll ich mich verhalten? Meiner Meinung nach muss mein Sohn pädagogische Hilfe bekommen, in einer Art Wohngruppe bzw Internat. Seine Mutter will das alleine durchziehen. Sie ist in dritter Ehe, mit 3 weiteren Kindern, verheiratet und es kristallisierte sich schon heraus, das es dort auch Trennungsgespräche gab.
Kann mir jemand einen Rat geben?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da Sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht haben, dürfen Sie allein entscheiden, wo sich Ihr Sohn aufhält. Die Mutter darf den Sohn gegen Ihren Willen nur bei sich behalten, wenn sie über das Familiengericht eine Zuweisung des Aufenthaltsbestimmungsrechts erwirkt.

Wenn Sie eine Unterbringung in einer Wohngruppe bzw. einem Internat für sinnvoll halten, sollten Sie zunächst mit der Mutter versuchen, eine einvernehmliche Lösung in diesem Sinne zu erwirken. Machen Sie der Mutter ggf. auch klar, dass Ihr Sohn nur den "bequemen Weg", nämlich den Ausweg aus seinen Problemen in Ihrem Haushalt, sucht. Sollte eine einvernehmliche Lösung scheitern, wäre es sinnvoll, das zuständige Jugendamt mit einzubinden. Von dort werden üblicherweise Gespräche mit allen Beteiligten geführt mit dem Ziel, eine am Kindeswohl orientierte Lösung zu finden. Häufig kann das Jugendamt in einem solchen Fall auch den anderen Elternteil (hier die Mutter) davon überzeugen, dass einfach ein Wechsel zur Mutter die Probleme nicht löst.

Das Jugendamt kann Ihnen ggf. auch Ansprechpartner für eine weitere Unterstützung, Therapie oder auch Unterbringung nennen.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Häufig ergeben sich dabei Details, die zu einer anderen Bewertung führen.

Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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Danke zusammenfassend ganz ok wohl auch in meinem Sinne allerdings hat bei mir die Antwort der Anwältin auf meine Rückfrage nochmal eine Unsicherheit ausgelöst und ich kann leider nichts mehr weiter klären da nur eine Rückfrage ... ...
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