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Psychologisches Experiment (anderes Untersuchungsziel als vorher angegeben)


| 20.11.2015 14:10 |
Preis: ***,00 € |

Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Hotstegs, LL.M.


Zusammenfassung: Teilnehmer an einer wissenschaftlichen Studie haben keinen Anspruch darauf, dass die Studie überhaupt oder im Hinblick auf eine bestimmte Frage ausgewertet werden.

Die erhobenen Daten können aber je nach Bundesland evtl. über das Informationsfreiheitsgesetz beantragt werden. Die Auswertung nicht.


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Situation:
Studierende der Psychologie suchen Teilnehmer für ein Experiment, dass den Zusammenhang zwischen X und Y untersucht.
Ich nahm daran teil. Erst am Ende des Experimentes wurde ich darüber aufgeklärt, dass der Zusammenhang zwischen X und Y nicht relevant und nicht Ziel der Studie ist, sondern der Zusammenhang zwischen A und B.

Mich interessiert (ausschließlich) der Zusammenhang zwischen X und Y, und nicht der zwischen A und B.
Nur deshalb habe ich daran teilgenommen.
Nach kurzen Emailverkehr mit denen, die die Studie durchführen, erhielt ich eine Antwort, die sehr nach "Nein, X und Y wird nicht ausgewertet" klingt.
Fühle mich jetzt natürlich vera....


Jetzt meine Frage, kann ich irgendwie erreichen, dass der Zusammenhang zwischen X und Y doch noch ausgewertet wird? Was könnte ich sonst noch machen/erreichen?


Vielen Dank für Ihre Antwort!

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage und die darin übermittelten ersten Angaben zu Ihrem Sachverhalt.

Leider sehe ich keine Möglichkeit, die erwünschte Auswertung zwischen X und Y durchzusetzen.

Im Rahmen Ihrer Teilnahme an der Studie haben Sie möglicherweise eine mündliche oder schriftliche Vereinbarung mit den Studierenden getroffen, die die Studie organisiert haben. Nur hieraus könnten Sie Rechte ableiten, also z.B. das Recht über das Ergebnis der Studie persönlich informiert zu werden, bestimmte Daten in Kopie zu erhalten, etc.

Mir ist keine Vereinbarung bekannt und das dürfte auch lebensfremd sein, die den Teilnehmenden zusichert, dass garantiert (quasi "unter allen Umständen") eine bestimmte Auswertung vorgenommen wird.

Das bedeutet, dass Sie zum Zeitpunkt Ihrer Teilnahme zwar darauf hoffen durften, dass der Zusammenhang zwischen X und Y ausgewertet würde, eine Garantie hatten Sie aber nicht. Würden beispielsweise die Studierenden morgen den Studiengang wechseln, würde weder der Zusammenhang von X und Y, noch der Zusammenhang von A und B ausgewertet und kein Teilnehmer könnte dies erzwingen.

Sofern Sie über den wahren Inhalt der Studie getäuscht wurden, dürfte dies keine andere Bewertung herbeiführen. Gerade bei psychologischen Untersuchungen liegt es häufig in der Natur der Sache, dass dem Teilnehmenden vorab gerade nicht der wahre Untersuchungsgegenstand offenbart werden darf, da dies die Untersuchungsergebnisse verfälscht und wertlos macht. So verhält es sich offenbar auch in der Studie, an der Sie teilgenommen haben.

Haben Sie also keinen Anspruch aus Ihrer mündlichen/schriftlichen Vereinbarung mit den Studierenden, ist auch keine weitere Möglichkeit ersichtlich, die Auswertung zu erzwingen.

Denkbar wäre evtl. Einsicht in die Untersuchungsdaten (also die Erhebungen zu X und Y) zu erbitten. Einerseits erscheint mir auch dieser Anspruch im Ergebnis nicht durchsetzbar, es bliebe also bei einer höflichen Bitte, die ebenso höflich abgelehnt werden kann. Andererseits hielten Sie im Erfolgsfalle auch "nur" die erhobenen Daten in Händen, keinesfalls aber eine wissenschaftliche Auswertung über Art und Weise des Zusammenhangs.

Die Rechtslage in Bayern gibt es leider nicht her, Informationen, die bei Universitäten oder Hochschulen erhoben wurden, anderweitig zu erlangen. (Über den Stand der sogenannten "Informationsfreiheit" informiert ein Bündnis auf der Internetseite http://informationsfreiheit.org/ubersicht/.)

Zu guter Letzt besteht natürlich die Möglichkeit am zuständigen Lehrstuhl, der die Forschung der Studierenden betreut, dafür zu werben, dass die Erhebungen auch nachträglich ein weiteres Mal, nun im Hinblick auf X und Y ausgewertet werden oder dass Ihnen die Daten hierzu zur Verfügung gestellt werden. Auch dies bleibt aber am Ende eine fromme Bitte, die Sie nicht erzwingen können.

Sollte schließlich das Thema der Untersuchung und der Zusammenhang von X und Y von besonderem öffentlichen Interesse sein, schließe ich nicht aus, dass auch Medien und eine Petition weiteren Druck ausüben könnten. Sie sehen aber, dass insgesamt keine Rechtsmittel, sondern nur Möglichkeiten und Bitten zur Verfügung stehen.

Das ist leider keine Besonderheit Ihres Falls, so verhält es sich in den allermeisten Fällen der Studienteilnahme.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen ersten Antworten bereits weiterhelfen. Diese online-Beratung kann eine anwaltliche Erstberatung nicht ersetzen, aber Sie soll Ihnen einen ersten Eindruck von der Rechtslage vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Hotstegs
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 21.11.2015 | 17:58


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Stellungnahme vom Anwalt:
Herzlichen Dank für Ihre positive Bewertung über die ich mich sehr gefreut habe. Mit freundlichen Grüßen aus Düsseldorf, Robert Hotstegs, Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 21.11.2015 4,8/5.0
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