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Psychische Zwangsstörung - Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkasse

22.04.2019 21:22 |
Preis: 60,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Anwälte,

ich leide unter mehreren psychischen Erkrankungen wegen derer ich auch seit Jahren in Behandlung bin. Neben Depressionen und einer posttraumatischen Belastungsstörung nach einem bewaffneten Raubüberfall (ich war das Opfer) leide ich leider auch unter zahlreichen Zwangsstörungen.

Die Zwangsstörung die mein Leben am meisten einschränkt ist der Zwang ständig zu duschen. Ich weiß, dass dies für Außenstehende nicht nachvollziehbar ist, aber dies kann bis zu 25 Mal duschen pro Tag reichen. Dementsprechend hoch ist mein Wasserverbrauch. Gibt es in irgendeiner Art und Weise die Möglichkeit die Kosten für das Frischwasser zu reduzieren?

Muss die Krankenkasse die Kosten übernehmen wenn der Zwang diagnostiziert ist? Ich bin freiwillig gesetzlich versichert bei der Techniker Krankenkasse. Falls ja, gilt dies auch rückwirkend vor der offiziellen Diagnose? Gibt es sonst irgendwelche Möglichkeiten die Kosten zu reduzieren (zB.: Antrag auf günstigere Belieferung durch Stadtwerke etc.) . Natürlich ist das Therapieziel dies überflüssig zu machen, aber derzeit fallen die immensen Kosten leider an.

Vielen Dank!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Krankenkasse muss diese Kosten nicht übernehmen. Es handelt sich insoweit nicht um Behandlungskosten oder auch nicht mit der Behandlung in unmittelbaren Zusammenhang stehende Kosten; z.B. Fahrtkosten zur Behandlung.

Dazu zählen die Kosten für den Wasserverbrauch leider nicht.

Eine Erstattung von der Krankenkasse können Sie daher nicht geltend machen.

Bei Ihren Stadtwerken können möglicherweise günstigere Konditionen bestehen, weil die Abnahmemenge hoch sein wird. In der Regel sind die Kosten bei höheren Abnahmemengen günstiger. Sie sollten sich daher dort erkundigen.

Wenn Sie Leistungen nach dem SGB II oder nach dem SGB XII beziehen, können Sie versuchen insoweit Mehrbedarf geltend machen. Dieser ist mit der psychischen Erkrankung zu begründen.

Zu Mehrkosten wegen Stromverbrauch, Reinigungs- und Pflegemittel hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen durch Urteil vom 23.02.2011 Az.: L 13 AS 90/08 einen Anspruch für begründet erachtet. Allerdings bezog die Betroffe bereits Leistungen.


Beziehen Sie keine Leistungen, reichen aber auch Ihre finanziellen Mittel aus Ihrem Einkommen nicht aus, können Sie versuchen ergänzende Leistungen nach SGB II zu beantragen. Ob allerdings auch der Mehrbedarf getragen wird, ist Einzelfallentscheidung.


Ich wünsche Ihnen alles Gute.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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