Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Psychiatrie


31.10.2005 12:24 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



Ein Verwandter befindet sich zum wiederholten Mal in der Psychiatrie und ist schwer in der Lage, zwischen Sinn und Unsinn zu entscheiden und kann sich daher nicht selbst helfen.

Es liegen folgende Fakten vor: 1.Es wurde beim letzten Krankenhausaufenthalt ein Medikament X gegeben, das nicht wirkte. 2.Nach mündlicher Intervention der Verwandten wurde wenige Tage danach (was für ein Zufall) das Medikament X abgesetzt und das Medikament Y verabreicht. 3.Nach kurzer Zeit begann Medikament Y zu wirken und führte schließlich zur Entlassung aus dem Krankenhaus. 4.In dem sogenannten Arztbrief vom Krankenhaus an den behandelnden Psychiater war von Medikament X und der offensichtlichen Nicht-Wirksamkeit keine Rede (Ein Schelm wer Schlechtes dabei denkt), wohl aber vom wirksamen Medikament Y.

5.Nach Aussage des Kranken wird beim derzeitigen Krankenhausaufenthalt wieder das unwirksame Medikament X gegeben. 6.Die verantwortlichen Ärzte haben "keine Zeit" bzw. geben unter dem Deckmantel des Arztgeheimnisses keine Auskunft.

Das Dilemma ist, dass sich der psychisch Kranke gegenüber einem RA nicht sinnvoll äußern kann, er würde nur verlangen, aus dem Krankenhaus entlassen zu werden (was nicht möglich ist), denn ein Hauptmerkmal der Krankheit besteht darin, dass der Kranke selbst die Krankheit nicht erkennen kann, er fühlt sich vollkommen gesund.

Nun zu meiner Frage: Ist es einem RA erlaubt, ohne präzisen Auftrag vom Kranken selbst, dem Kranken trotzdem zu helfen, indem u.a. durchgesetzt wird, dass das unwirksame Medikament durch das wirksame ersetzt wird und damit eine schnellstmögliche Entlassung aus dem Krankenhaus erreicht werden kann?

Was können wir als Verwandte tun? Können wir einen RA für den Kranken auswählen und gemeinsam mit RA und dem Kranken das Vorgehen besprechen?

Wir haben Angst, selbst Strafanzeige zu stellen, da wir die Rache des Krankenhauses in Form von Zivilrechts- und Strafrechtsklagen befürchten müssen.

Wir sind nämlich der Meinung, dass es sich um eine Fehldiagnose mit daraus folgender Falschbehandlung handelt, die vertuscht werden soll. Jedoch können wir dies als Nicht-Mediziner nicht beweisen.

Es geht uns nicht um Schadensersatz oder Bestrafung des Krankenhauses, sondern um ein menschenwürdiges Leben durch fachlich kompetente medizinische Hilfe für den Kranken.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

aufgrund des dargestellten Sachverhalts kann ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

1.Grundsätzlich benötigt der RA eine von seinem Mandanten unterschriebene Vollmacht um für diesen tätig werden zu können.

2.Der Patient muß, um Ansprüche geltend machen zu können, das Vorliegen eines Behandlungsfehlers beweisen.

Der RA kann nach Beauftragung unter Vorlage einer von dem Patienten unterzeichneten Schweigepflichtentbindungserklärung Einsicht in die Krankenunterlagen verlangen. Dies ist notwendig, um festzustellen, welche Diagnose gestellt wurde und welche Medikamente zur Behandlung verabreicht werden. Ist dies bekannt und ein Behandlungsfehler nachweisbar kann gegen das Krankenhaus und die behandelnden Ärzte juristisch vorgegangen werden bzw. eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus verlangt werden.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Kirsten Schlichting
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2005 | 14:04

Danke für die schnelle Antwort. Kann auch ein Verwandter mittels einer vom Patienten unterzeichneten Schweigepflichtentbindungserklärung Einsicht in die Krankenunterlagen nehmen? Gibt es dafür Vordrucke oder Textvorlagen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2005 | 17:08

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie benötigen für die Einsicht in die Krankenunterlagen neben der Schweigepflichtentbindungserklärung eine Vertretungsvollmacht, da das Akteneinsichtsrecht allein dem Patienten zusteht.

Eine Vorlage für die Schweigepflichtentbindungserkärung lasse ich Ihnen in den nächsten Tagen zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Kirsten Schlichting
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER