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Prüfung von nicht behandeltem Thema


10.07.2006 02:43 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Bei der Prüfung zum Verwaltungsfachwirt wurde eine Frage gestellt, die hauptsächlich auf einem Thema aufbaute, welches im Unterricht nur kurz angeschnitten und nicht ausführlich behandelt wurde. Laut Klassenbucheintrag soll dafür jedoch eine Doppelstunde verwendet worden sein, was nicht stimmt. Bei den drei Klassen, welche die Prüfung geschrieben haben, stellt sich in einer zweiten Klasse der gleiche Fall, d. h. das Thema wurde nicht behandelt bzw. nur kurz angeschnitten. Die dritte Klasse hat von ihrem Lehrer jedoch eine freiwillige Hausaufgabe bekommen, die der späteren Prüfung sehr ähnelte. Die Schüler hatten die Möglichkeit die Aufgabe zu lösen und die Antwort dem Lehrer per E-Mail zukommen zu lassen, welcher ihnen eine Korrektur zukommen lies.

Daraufhin haben die beiden betroffenen Klassen Einspruch eingelegt, den Sachverhalt geschildert und um einen günstigeren Bewertungsmaßstab gebeten. In der Antwort des Prüfungsausschusses steht, dass die Lehrer versichert haben, uns entsprechend den Vorgaben des Lehrplans auf die Prüfung vorbereitet zu haben und die Lösung des Falls mit den im Unterricht vermittelten Inhalten gut möglich war. Außerdem wurde eine andere Bewertung mit dem Grund abgelehnt, dass dies nicht im Einklang mit der Erfordernis der Gewährleistung eines fairen
Prüfungsverfahrens - dazu gehört auch die Gleichbehandlung aller Prüflinge hinsichtlich des Bewertungsmaßstabes - steht.

Der Notenschnitt unserer Klasse liegt nach Zusammenrechnung der bekannten Noten bei 4,0.

Wie stehen die Chancen, gegen diese Prüfung vorzugehen bzw. gegen die Antwort von der Verwaltungsschule Widerspruch einzulegen? Uns schwebt z.B. vor, dass die Schüler je nach Wunsch die Möglichkeit erhalten, die Prüfung neu zu schreiben. Auch wenn dieser Vorschlag bereits abgelehnt wurde, wie sehen die Chancen auf Anwendung eines günstigeren Bewertungsmaßstabes aus?

Die Dozenten der beiden Klassen werden sicher nicht zugeben, dass sie das Thema nicht vermittelt haben, zumal sie den Sachverhalt bereits abgestritten haben.

Der Fall spielt in Berlin. Die Prüfung basierte auf einem Fall aus dem Berliner Bezirksverwaltungsrecht mit Erstellung eines
Widerspruchsbescheids. Der Dozent unserer Klasse war außerdem noch Erstzensierender der Prüfung.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Es wird sehr schwer sein, erfolgreich gegen die Prüfung vorzugehen.
Die Anwendung eines günstigeren Bewertungsmaßstabes ist meiner Ansicht nicht möglich. Grund hierfür ist der Gleichbehandlungsgrundsatz.

Gegen das Ergebnis einer Prüfung kann man grundsätzlich vorgehen. Sie haben jedoch geschrieben, dass die Dozenten im Klassenbuch sowie gegenüber dem prüfungsausschuss erklärt haben, dass eine Behandlung des Stoffes stattgefunden hat. Ihnen wird es schwerlich gelingen, dies in Abrede zu stellen.

Ihre Vorstellung, dass die Klausur freiwillig wiederholt wird, ist nicht umsetzungsfähig.

Sie könnten jedoch u.U. an einem anderen Punkt ansetzen. Wenn Sie nachweisen können, dass die dritte Klasse die Hausaufgabe zur freiwilligen Bearbeitung gestellt bekommen hat und diese auch korrigiert wurde, haben Sie u.U. die Möglichkeit, dies als Verstoss gegen den Gleichheitsgrundsatz anzusehen. Es kommt dabei auch darauf an, ob die Dozenten die Klausur gestellt haben bzw. deren Inhalt vorneweg kannten.

Grundsätzlich kann gegen das Ergebnis einer Prüfung vorgegangen werden. Es kommt jedoch auch darauf an, was in der Prüfungsordnung geregelt ist. Am besten schauen Sie dort einmal nach. Normalerweise gilt eine Vier-Wochen-Frist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass auf Grund von Umständen,die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung möglich ist.


Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin


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