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Prüfung gemäß § 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz - Prüfung der Geschäftsunterlagen


28.11.2017 12:47 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Post vom Hauptzollamt erhalten mit dem Betreff:

"Prüfung gemäß §2 ff Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG)"

mit dem Bezug: "Prüfung der Geschäftsunterlagen in Ihrer Firma" (01.01.2015-30.10.2016), angehängt ist noch ein 5 Seitiger Fragebogen (Fragebogen zur Beurteilung der Sozialversicherungspflicht).

Ich soll den Fragebogen + (falls vorhanden) alle meine Geschäftsunterlagen vom 01.01.2015-30.10.2016 einsenden. Aussage auf dem Schreiben: "Nach Eingang des vollständig ausgefüllten Fragebogens werde ich entscheiden, ob eine ergänzende Prüfung der entsprechenden Geschäftsunterlagen und Dateien Ihrer Firma/Geschäftssitz erforderlich ist"


Aufgrund einer Betriebsprüfung bei einer Firma für die ich, im Jahre 2015, gearbeitet habe und über den Gewerbeschein Rechnung gestellt habe. Wurden Unterlagen gefunden die Aussagen das ich für diese Firma tätig war.

Ich habe für die Firma einige Tage gearbeitet, Auftragswert ca. 350€-400€. Ich habe die Rechnung nie komplett ausgezahlt bekommen. Einmal 150€ per paypal (Geschäftskonto) und einmal 150€ in Bar (ohne Unterschrift).
Deshalb habe ich diese Rechnung bei der Steuererklärung 2015 (Einkommen 2015 ca. 3000€) nicht angegeben. Die Rechnung befindet sich leider auch nicht mehr in meinen Unterlagen und ich kann den Betrag nicht mehr genau beziffern.

Zu meiner Person:
Ich war zum Zeitpunkt, als ich für die Firma tätig war, Student. Somit zählte das Gewerbe bei mir immer als Klein- bzw. Nebengewerbe, auch in der Zeit danach war es nie als Hauptgewerbe angemeldet (Jahresgewinn immer unter 8000€). Dieses Gewerbe habe ich am 01.09.2015 angemeldet.

Meine Frage:
Sollte ich mit dem Zoll Kontakt aufnehmen und diesen Sachverhalt darstellen?

Gibt es eine Möglichkeit den Betrag (350€-400€) nach zuerfassen?

Sollte ich einen Steuerberater/Anwalt aufsuchen?

Was können Sie mir raten?

28.11.2017 | 13:20

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Mit einer Prüfung nach §§ 2 ff. SchwarzArbG versucht der Zoll herauszufinden, ob in Ihrem Fall ein Arbeitsverhältnis vorlag, für welches Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hätten werden müssen.

Kommt der Zoll hier zu einem positiven Ergebnis, so werden die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge beim Arbeitgeber nachgefordert. Eine steuerliche Prüfung, also die Frage, ob Sie die ca. 400,00 EUR Einkünfte versteuert haben, ist nicht Aufgabe des Zolls.

Aufgrund der unvollständigen Dokumentenlage bei Ihnen macht es aus meiner Sicht Sinn diesen Sachverhalt gegenüber dem Zoll zu erklären. Rühren Sie sich nicht, müssen Sie mit einer Betriebsprüfung rechnen. Der Umstand, dass die Einkünfte nicht versteuert wurden, sollten Sie dem Zoll gegenüber nicht offenbaren.

Die Einkünfte können Sie auch gegenüber dem Finanzamt nachträglich erklären, Sie sollten aber sicher stellen, dass Sie alle Tatsachen aus dem Steuerjahr vollständig offen legen, nur dann wäre Straffreiheit gegeben. Andernfalls droht ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Die Hinzuziehung eines Steuerberater / Rechtsanwalt ist aus meiner Sicht gegenwärtig noch nicht notwendig, hier sollten Sie abwarten was die Prüfung des Zolls ergibt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.

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