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Prüfung des Arbeitszeugnisses


| 27.11.2012 09:24 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich selbständig machen und im Rahmen einer Nachfolgeregelung ein Unternehmen übernehmen.
Im Jahr 2010 bin ich dazu mit einem Inhaber zusammengekommen, der altersbedingt ausscheiden will.
Bevor der Prozess des Kaufs in die entscheidende Phase ging, wurde ich im Unternehmen erst einmal als Assistent der Geschäftsführung angestellt, um in Lohn und Brot zu stehen, um das Unternehmen kennenzulernen und um erste Impulse setzen zu können.
Nach Beschäftigungsbeginn im Okt. 2010 zeigte sich sehr bald, dass der Geschäftsführer vor Ort (<> dem in Florida sitzenden Inhaber) mich in dem andauernden Zustand eines offenen Verhandlungszustands nicht in das operative Geschehen einbezieht.
Nach einem Jahr zeichnete sich dann ab, dass man aufgrund unterschiedlicher Kaufpreisvorstellungen nicht zusammenkommen würde. Im Nov. 2011 wurde mir dann auch sofort zum Nov. 2012 gekündigt (wohlweislich hatte ich mir eine Kündigungsfrist von einem Jahr in den Arbeitsvertrag schreiben lassen).
Ab Jan. 2012 wurde ich vom Geschäftsführer komplett kaltgestellt und im Juli dann auch für den Rest der Zeit freigestellt.
Vor einigen Wochen habe ich um ein Arbeitszeugnis gebeten, dass mir jetzt vor Zustellung zu lesen gegeben wurde.
Das Verhältnis zum Geschäftsführer war, trotz allem, jederzeit gut und es gibt eigentlich keinen Grund, dass er mir ein schlechtes Zeugnis für meine Zeit ausstellen will. Fakt ist aber leider, dass ich die 25 Monate fast komplett zur Untätigkeit gezwungen war.
Ich werde das Zeugnis sicherlich brauchen, um wieder in ein Angestelltenverhältnis zu finden. Deshalbb bitte ich hier nun darum, dass sich eine kompetente Person das Zeugnis durchliest, die einzelnen Beurteilungen für mich in Noten fasst und mich auf Mängel hinweist, die ich korrigieren lassen sollte.
Das Zeugnis sende ich natürlich in einer persönlichen Mail nach.
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte senden Sie mir das Zeugnis an kontakt@anwalt-huppertz.de zu.

Ich werde Ihnen anschließend meine Stellungnahme hier zur Verfügung stellen.


Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2012 | 14:38

Sehr geehrter Herr Huppertz,

zunächst vielen Dank für Ihre freundliche Antwort.

Als Laie bin ich beim Lesen konkret über zwei Formulierungen gestolpert und ich frage mich speziell dort, wie sie wohl von einem Profi eines potenziellen Arbeitgebers gedeutet werden:

a)"Der Aufgabenbereich von Herrn xxx umfasste sämtliche Tätigkeiten im Rahmen der Assistenz der Geschäftsführung." Muss (!) dort nicht mehr stehen, damit es nicht negativ erscheint (selbst wenn ich de facto dort nur meine Zeit abgesessen habe)?

b) "Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war immer gut." Ist auch diese Formulierung tatsächlich ein "Gut"? Nach eigener Einschätzung hätte ich am ehesten dort ein "Sehr gut" verdient.

Für die Ergänzung Ihrer Antwort bedanke ich mich im Voraus. Sie werden mir damit sehr geholfen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2012 | 17:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfragen beantworte ich Ihnen gerne wie folgt.


a)
Es muss dort nicht mehr stehen. Die Art Ihrer Tätigkeit ist in einer verständlichen und ausreichenden Weise, § 109 GewO, beschrieben. Dies gilt umso mehr, als dass zu erwarten ist, dass Sie sich für eine ähnliche Stelle bewerben werden.

Allerdings kann dort mehr stehen. Aufzuführen wären dann die tatsächlich im Rahmen Ihres Aufgabengebietes ausgeübten Tätigkeiten.

Die Problematik in Ihrem besonderen Fall haben Sie selbst beschrieben.

Sollten Sie solche Tätigkeiten konkret benennen können, sollten Sie den Arbeitgeber zur Ergänzung auffordern.


b)
Diese Formulierung entspricht einem "gut".

"sehr gut" wäre z.B. die Formulierung:

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war stets vorbildlich.


Wenn Ihre eigene Einschätzung so ist, sollten Sie Ihren Arbeitgeber um Änderung bitten. Wenn er sich der Einschätzung anschließt, wird er die Beurteilung ändern.


Andernfalls wären Sie für das überdurchschnittliche, sehr gute Verhalten im Rahmen eines gerichtlichen Zeugnisberichtigungsverfahren beweisbelastet.


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe


mit freundlichem Gruß


-Huppertz-
Rechtsanwalt

Wilhelmstraße 9
52070 Aachen
0241/505592

www.anwalt-huppertz.de

Ergänzung vom Anwalt 27.11.2012 | 13:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt.


Das Arbeitszeugnis beurteilt Sie sowohl insgesamt als auch in den einzelnen Teilbereichen - Fachkenntnisse, Belastbarkeit, Leistung, Verhalten, Kritikfähigkeit - positiv.

Die Beurteilungen würde der Schulnote "gut" entsprechen.


Auch die Dankes- und Schlussformel ist ausgesprochen positiv.


Ob Ihre Anschrift und Ihr Geburtstag im Zeugnis aufgenommen werden sollen, entscheiden Sie.


Abschließend weise ich noch darauf hin, dass das Arbeitszeugnis auf dem Briefbogen des Arbeitgebers auszustellen ist.

Dies ist bislang nicht der Fall. Allerdings handelt es sich bislang auch nur um den Entwurf.



Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Hierzu dient das vorliegende Forum. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen. Für eine solche stehe ich bei Bedarf gerne zur Verfügung.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie natürlich auch gerne von der kostenlosen Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen.


Bewertung des Fragestellers 29.11.2012 | 09:26


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