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Provisionsanspruch eines Immobilienmaklers

| 14.07.2012 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Der Eigentümer einer Wohnung ist gestorben und hat zur Nachlassregelung einen Rechtsanwalt als Testamentsvollstrecker bestimmt. Da ich die Wohnung erwerben möchte, habe ich mich an diesen telef. und per email gewandt und mein Interesse geäussert. Der RA hat mir bestätigt, dass er als Testamentsvollstrecker den Auftrag hat die Wohnung zu verkaufen, ich müsste mich allerdings noch einige Wochen gedulden, er würde auf mich zurückkommen. Als ich nach einigen Wochen wegen eines Besichtigungstermins nachhakte, wurde ich v. RA per email an einen Makler, der in den nächsten Tagen den Alleinauftrag erhalten würde, verwiesen.

Mit dem Makler habe ich dann 2-mal die Wohnung besichtigt. Er kannte sich mit dem Objekt kaum aus, daher konnte er mir wichtige Fragen (z.B. wann Instandhaltungen zuletzt erfogten) nicht beantworten.

Er versicherte mir, er sei zu Preisverhandlungen befugt - er habe einen Rahmen innerhalb dessen er mir den Kaufpreis fest zusagen könne.

Ich machte ihm dann ein Preisangebot, das unterhalb seines Angebotpreises lag. Der Makler sagte zwar, dass mein Angebot in seinem Entscheidungsrahmen liegen würde, wollte aber dennoch mit der Ehefrau des RA, die wohl auch mit der Angelegenheit befasst ist, Rücksprache halten und mir am nächsten Tag Bescheid geben.

Mein Angebot habe ich dann auch schriftlich per email an den Makler und den RA geschickt. Zusätzlich habe ich es zeitlich befristet, da ich schnell Gewissheit haben wollte. (Der Makler hatte mich zuvor mehrmals unter Druck gesetzt, er würde die Wohnung "ins Internet stellen", was ich vermeiden wollte.

Rechtzeitig vor Fristablauf erhielt vom Makler, schriftlich die Zusage, dass an mich zum von mir angebotenen Preis verkauft wird - ein entsprechendes Schreiben des RA war beigefügt.

Der Makler will sich jetzt um einen Notartermin kümmern.

In seiner email weist der Makler daraufhin, dass eine Malerprovision v. 3,57% bei Abschluss des not. KV fällig wird.

Dem Makler war bekannt, dass ich wegen des Kaufs bereits bevor er den Alleinauftrag erhielt, mit dem mit dem Verkauf beauftragten RA deswegen in Kontakt stand. Darauf hatte ich auch während der Besichtigungstermine hingewiesen.

Meine Frage ist: Hat der Makler Anspruch auf die geforderte Provision bzw. nur auf einen Teilbetrag?

Falls auf die volle Provision, stünde m.E. Leistung und Gegenleistung in einem groben Missverhältnis, da der Mskler zudem nur 2 Besichtigungstermine mit einem zeitlichen Aufwand v. insges. ca. 3-4 Stunden hatte. Eigentlich hat er lediglich die Tür aufgeschlossen - über das Objekt hat er kaum etwas gewusst, und die Preisverhandlung hat er auch nicht eigenständig geführt.


14.07.2012 | 14:03

Antwort

von


(944)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Offenbar hat der Makler hier zu keinem Zeitpunkt vor seiner Email darauf hingewiesen, dass durch seine Tätigkeit Kosten entstehen.

"Will ein Makler, der nach außen hin als Makler des Verkäufers erscheint, sich vom Käufer eine Provision zahlen lassen, dann muß er ein ausdrückliches Provisionsverlangen stellen. Ein Maklervertrag kommt in diesem Falle erst dann zustande, wenn der Interessent nach Zugang des Provisionsverlangens weitere Maklerdienste in Anspruch nimmt." (BGH WM 1991, 643 ).

Hier hat sich der Makler zwar gemeldet und Ihnen die Wohnung gezeigt, aber mehr auch nicht gemacht.

Die Information darüber, dass insoweit Kosten entstehen könnten, hat er Ihnen erst im Nachgang gegeben.

Darüber hinaus war die Wohnung bereits über den Anwalt vermittelt. Der Makler hat weder die Wohnung noch den Kaufvertrag vermittelt.

Er hat lediglich die Wohnung zweimal aufgeschlossen. Mehr konnte er laut Ihren Angaben dann auch nicht dazu beitragen.

Der Anspruch auf die Maklergebühr ist damit nicht entstanden.

Sie können eine entsprechende Forderung zurückweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 15.07.2012 | 12:52

Sehr geehrter Herr Schwerin,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass der Makler m.E als Bote bei der Preisverhandlung tätig war. Er hat praktisch Angebot und Annahme kommuniziert.

Ich befürchte, dass der RA einen Vorwand findet (er arbeitet laut Makler immer mit diesem zusammen, ein für beide "lukratives Geschäftsmodell"), den vereinbarten Kauf platzen zu lassen, wenn ich mich nicht (im notariellen Kaufvertrag) bereit erkläre, die Maklergebühr zu zahlen.

Wie soll ich mich verhalten, um den Erwerb der Immobilie nicht zu gefährden, weil ich die nicht gerechtfertigte Maklerprovision nicht bezahlen möchte?


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.07.2012 | 20:25

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Der Erwerb der Immobilie darf daran nicht scheitern.

Sie sollten daher am besten zu diesem Thema gar nichts sagen. Reagieren Sie nicht auf seine Hinweismail.

Soweit der Kaufvertrag unterzeichhnet ist und der Makler stellt die Rechnung weisen Sie diese aus den o.g. Gründen zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.07.2012 | 20:31

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