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Provision für Anlagenbauer, gewerblich oder privat

| 20.11.2015 10:30 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Sehr geehrte Damen und Herren,

viele Jahre habe ich einem Freund im Ausland geholfen verschiedene Geschäfte zu tätigen. Es waren jeweils geringe zeitliche Aufwendungen ohne Bezahlung. Geplant war, dass wir zusammen eine Firma in Deutschland gründen, sobald es eine gewisse Nachhaltigkeit gibt.

Jetzt ist ein altes Projekt in einer Phase, wo es sich vielleicht lohnt, diesen Schritt zu tun.

Es soll eine Anlage verkauft werden, eine schriftliche Vereinbarung über die Provison (Höhe, Zahlweise) ist geschlossen, ein umfangreicher Provisionsvertrag wird erarbeitet.

Das Geschäft ist jedoch noch nicht abgeschlossen, der erste Teil der Provison wird nur bei Erfolg bezahlt. Es ist auch nicht gesagt, dass es mehr als den ersten Abschnitt des Projektes (Vorplanung) geben wird.

Jetzt möchte ich keinen Aufwand auf Verdacht betreiben.

Ich habe ein Gewerbe, jedoch nicht um als Berater und Vermittler tätig zu sein. UStID ist vorhanden (Nur erwähnt, weil vllt ein europäisches Tochterunternehmen den Vertrag mit dem Kunden schließt und dann auch die Provision zahlen würde).

Wenn der erste Teil der Provision gezahlt wird, würde ich ein Gewerbe gründen. Wenn es zur Durchführung des Projektes und zur Zahlung eines weiteren Teils der Provision kommt, würde ich mit meinem Freund entscheiden, welche Form wir für die Fortführung wählen.

Jetzt ist die Frage wie ich die ersten beiden Rechnungen richtig stelle.

Kann ich die erste Rechnung schon mit Umsatzsteuer oder muss ich sie unbedingt als Privatperson stellen? Bei der zweiten hätte ich ja schon das Gewerbe...

Sehen Sie ein gravierendes Problem mit der schrittweisen Umsetzung der Firmengründung?


Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen auch diese erste Rechnung schon als Unternehmer schreiben, insbesondere Umsatzsteuer ausweisen, da es sich hier um einen typischen unternehmerischen Sachverhalt handelt. Grundsätzlich kann ich nicht empfehlen, die Firmengründung auf einen späteren Zeitpunkt zu verlagern. Hier könnte es später Anerkennunsgeprobleme mit dem Finanzamt dahingehend geben, dass nicht ersichtlich ist, weswegen nun ein neuer Rechtsträger eine Fakturierung vornimmt, obwohl die Leistungen eher Ihnen in Person zuzurechnenn sind. Üblicherweise erfolgt dann eine fiktive Einkunftszurechnung bei Ihnen, obwohl Ihnen das Geld gar nicht zugeflossen ist. Das ist in der Regel mit langen Streitigkeiten mit dem Finanzamt verbunden, was nicht nur Zeit und Nerven sondern auch Geld kostet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2015 | 11:04

Vielen Dank, ging schnell!

Also bekomme ich damit keine Schwierigkeit, obwohl ich zum Zeitpunkt, wo die Zahlung fällig wird (Überweisung auf Konto des Anlagenbauers) noch kein Gewerbe habe?

Schreibe ich auf meine erste Rechnung erst mal kein Gewerbe oder soll ich das Gewerbe schon vorab angeben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2015 | 11:53

Gewerberecht und Steuerrecht haben nichts miteinander zu tun. Solange Sie Umsatzsteuer bezahlen und die Einnahmen der Einkommens- und Gewerbesteuerung zuführen, ist alles in Ordnung.

Gleichwohl ist eine zeitnahe Gewerbeanmeldung zu empfehlen, da eine Verspätung eine Ordnungswidrigkeit sein kann, die mit Geldbußen geahndet werden kann.

Bewertung des Fragestellers 20.11.2015 | 11:58

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"Besser geht es nicht!"
Stellungnahme vom Anwalt: