Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Provision bei eigener Kündigung

26. Januar 2022 11:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,
in meinem 2014 geschlossenen Arbeitsvertrag ist ein variabler Gehaltsanteil i.H.v 5.000€ bei Zielerreichung von 100% (damals 2Mio. Auftragseingang) vereinbart. Die Ziele wurden in den folgenden Jahren immer dokumentiert, erreicht bzw. sogar übererfüllt.
Nach einem Wechsel des Vorgesetzen Ende 2018 wurde keine Zielvereinbarungen mehr verschriftlich und auch keine Mitarbeitergespräche mehr geführt und protokolliert.
Mein 2018er Ziel wurde in den letzten Jahren von mir „übererfüllt" (ca. 4 Mio statt 2,6 Mio Auftragseingang) und pauschal vom Vorgesetzten sowohl für das Jahr 2019 also auch 2020 jeweils 20.000,- € Provision glatt ausgezahlt. Hierüber gibt es keinerlei Dokumentation oder Abgleich mit den Verkaufszahlen. Der einzige Nachweis ist lediglich meine Gehaltsabrechnung.

Ende 2021 habe ich nun zum 28.02. gekündigt und die Höhe der Provision für 2021 wird nun leider zu einem „Streitthema". Mein Auftragseingang beträgt ca. 5Mio (also sowohl Ziel 2018 deutlich übererfüllt als auch die letzten Jahre übertroffen). Mein (ex-) Arbeitgeber bezieht sich nun darauf, das es keine Zielvereinbarung und Provisionsregelung gäbe und will max. 5.000,- € gem. Arbeitsvertrag aus 2014 auszahlen – aber eigentlich gar nichts, da es ja keine aktuellen Vereinbarungen gäbe. Da es in den letzten Jahren – entgegen der offiziellen Firmenregelungen - keinerlei MA-Gespräche, Dokumentation etc. gab, kann ich mich leider auf keine Gespräche oder sonstige Vereinbarungen beziehen.

Sind die letzten beiden Jahre (keine Regelung aber Auszahlung von Provision) als „Gewohnheitsrecht" o.ä. geltend für den AG oder ist lediglich die letzte schriftliche Vereinbarung aus 2018 rechtsgültig?
Da ich eigentlich bis zur Kündigung ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Vorgesetzten hatte, wurde meinerseits schriftlich keine Zielvereinbarung/Provisionsregelung angefordert sondern leider nur mündlich mein Unmut zu dem Thema kund getan.

Vielen Dank im Voraus!

26. Januar 2022 | 14:20

Antwort

von


(261)
Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
Web: http://www.kanzleifricke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Wort Gewohnheitsrecht ist hier vielleicht nicht der richtige Begriff. Wir können hier die betriebliche Übung bemühen, also ein Umstand der häufiger so gehandhabt wurde und auch als verlässlich angesehen werden durfte.

Zweiter Ansatz wäre der Rechtsmissbrauch der Gegenseite, sich nicht heute auf Förmlichkeiten zu berufen, um den Anspruch zu Fall zu bringen.

Mein Vorschlag: Beenden Sie das Arbeitsverhältnis ordentlich und kündigen dem AG, sich danach über einen Anwalt selber zu kümmern. Bis dahin soll der AG die Ansprüche ausrechnen und auszahlen. Unterschreiben sollten Sie bis dahin NICHTS!

Ich kann Ihnen gerne dabei helfen.

MFG
Fricke
RA


ANTWORT VON

(261)

Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
Web: http://www.kanzleifricke.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Strafrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Verkehrsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 98624 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich bedanke mich für Ihre Ausführungen sowie die sehr schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und umfassende Beratung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort kam schnell und hört sich plausibel an. Die angehängten Dokumente wurden analysiert was sich aus der Rückmeldung ergibt. In wenigen Monaten wäre es eigentlich erst möglich hier anzugeben ob die Einschätzung zutreffen. ... ...
FRAGESTELLER