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Provision an Gesellschafter-Geschäftsführer

| 25.08.2014 07:41 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer


Zusammenfassung: Gesellschafter und Geschäftsführer können auch als Handelsvertreter für eine Gesellschaft tätig werden, ohne dass eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegt.

guten Tag,

ich plane, gemeinsam mit einem Kollegen eine UG für den Vertrieb von Schlafsystemen zu gründen. Wir sind beide zu 50% an der Gesellschaft beteiligt. Um den Vertrieb aufzubauen werden wir Handelsvertretet nach 84 HGB beschäftigen und Provisionen auf Umsatz Zahlen.

Von dem Gewinn sollen nun 50%, also jeweils 25% an uns als Gesellschafter fließen.

Zudem möchten wir, solange diese 25% nicht für die private Lebensfürhrung reichen, selbst als Handelsvertreter für die GmbH tätig werden.

Wäre eine solche Konstellation Möglich ohne hier versehentlich eine verdeckte Gewinnausschüttung zu verursachen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:



In gesellschaftsrechtlicher Sicht liegt dann eine verdeckte Gewinnausschüttung vor, wenn die Gesellschaft einem oder mehreren Gesellschaftern außerhalb einer förmlichen Gewinnverteilung Leistungen aus dem Gesellschaftsvermögen gewährt und dem keine äquivalente Gegenleistung entgegensteht. Vorliegend kommt es also alleine darauf an, dass die Tätigkeit als Handelsvertreter marktüblich vergütet wird. Sofern Sie sich an den Provisionssätzen der übrigen Handelsvertreter orientieren, dürfte dies ohne weiteres der Fall sein.

Es stellt sich jedoch die Frage, wie Sie Geschäftsführertätigkeit und Handelsvertretertätigkeit voneinander abgrenzen können. Sofern ein Anstellungsvertrag als Geschäftsführer besteht, könnte es ggf. Sinn machen, die Handelsvertretertätigkeit in den Dienstvertrag der Geschäftsführer einzuschließen. Oder Sie vereinbaren explizit einen Handelsvertretervertrag, der unabhängig und neben der Geschäftsüfhrertätigkeit besteht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.08.2014 | 08:49

Wenn ich Sie also richtig verstanden habe könnten wir je einen Anstellungsvertrag unterschreiben und dort vereinbaren, dass die UG uns mit den selben Provisionen für unsere eigenen Verkäufe vergütet wie die übrigen Handelsvertreter, nur dann eben im Angestelltenverhältnis? Also müssten wir auch nicht jeweils erneut ein Gewerbe anmelden und auch keine Umsatzsteuer Zahlen korrekt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2014 | 09:51


Ich würde Ihnen empfehlen, diese Frage von einem Steuerberater prüfen zu lassen bzw. aus praktischer Sicht zu beurteilen. Aus rechtlicher Sicht können Sie als Handelsvertreter sowohl im Sinne eines Angestelltenverhältnisses tätig werden, als auch als Geschäftsführer, als auch als freier Mitarbeiter. Werden Sie als freier Mitarbeiter tätig, haben Sie natürlich ggf. eine Problematik mit der Umsatzsteuer, während als Angestellter die üblichen Arbeitgebernebenkosten bestehen. Dies ist jedoch keine juristische Frage, da jede Gestaltung rechtlich zulässig ist und bei Bestehen einer angemessenen Vergütung nicht zu einer verdeckten Gewinnausschüttung führt.

Bewertung des Fragestellers 27.08.2014 | 06:02

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