Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Protokoll Eigentümerversammlung mit meiner falsch wiedergegebenen Aussage

| 22.10.2020 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe zu einer Eigentümerversammlung am 5.09.2020 als einer von 19 Eigentümern der Hausverwaltung per Vollmacht den Auftrag erteilt, für mich unter "Sonstiges" vorzuschlagen, (aufgrund häufig vorkommender Wasserschäden in dem Gebäude und daraus resultierender Erhöhung der Versicherungsprämie) die Rohrleitungen überprüfen zulassen. Das wurde im Protokoll anders wieder gegeben, nämlich, dass die Verwaltung eine Überprüfung der Sanitäranlagen und Absperrventile vorschlage, deren Kosten die Eigentümer zu tragen hätten und das auch von mir angesprochen wurde, was nicht stimmt. Weil es einmal um Kosten der Gemeinschaft oder der einzelnen Eigentümer geht, ist die Aussage wichtig. Meine Aufforderung der Korrektur lehnte die Verwaltung ab. Welche Möglichkeiten habe ich, das zu erzwingen?

22.10.2020 | 14:26

Antwort

von


(486)
Hauptstraße 3
64665 Alsbach-Hähnlein
Tel: 06257-506060
Web: http://www.kanzlei-diefenbach.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Gesetzlich vorgeschrieben ist nur, dass das WEG- Protokoll die gefassten Beschlüsse mit dem Abstimmungs- und Beschlussergebnis enthalten müssen. Das Ablaufprotokoll steht im Ermessen des Versammlungsvorsitzenden im Rahmen ordnungsgemäßer Verwaltung. (vgl. Palandt, Kommentar zu BGB u.a. § 24 WEG , Rn. 22).
Sie können daher nur den Verwalter zur Richtigstellung auffordern, weil er den Inhalt nicht richtig wiedergegeben zu haben scheint.
Es kann auch auf Protokollberichtigung geklagt werden. Dafür wäre keine Frist notwendig. Allerdings gibt es eine Frist für die Anfechtung von Beschlüssen, nämlich 1 Monat nach Beschlussfassung, § 46 I Satz 2 WEG .
Es ist gefährlich, sich darauf zu verlassen, keine Anfechtungsklage zu erheben, weil im Ergebnis doch der Beschluss anzufechten wäre. Dies zeigt eine Entscheidung des LG Frankfurt am Main, Aktenzeichen: 2-13 S 100/15 , wo eine Unklarheit herrschte, ob Anfechtung oder Protokollberichtigung, dann aber die Anfechtungsfrist vorbei war und daher eine Umstellung der Klage nicht mehr möglich war.
Einen Anspruch auf Protokollberichtigung an sich besteht auch nur dann, wenn dadurch eine Rechtsverletzung vorliegt. Es darf sich nicht nur um eine "Kleinigkeit" handeln.
Nach Ihren Angaben allerdings ist wohl die Frist für eine Anfechtung ohnehin schon verstrichen.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt, Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 27.10.2020 | 13:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Meine Vorstellungen zum Thema sind sehr anschaulich hinsichtlich juristischer Möglichkeiten relativiert worden.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Brigitte Draudt »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.10.2020
4,8/5,0

Meine Vorstellungen zum Thema sind sehr anschaulich hinsichtlich juristischer Möglichkeiten relativiert worden.


ANTWORT VON

(486)

Hauptstraße 3
64665 Alsbach-Hähnlein
Tel: 06257-506060
Web: http://www.kanzlei-diefenbach.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Strafrecht, Verwaltungsrecht, Arbeitsrecht, Baurecht, Immobilienrecht, Schadensersatzrecht, Miet und Pachtrecht, Verkehrsrecht