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Prostitution im Sperrbezirk als Kunde

02.06.2015 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Sehr geehrte Anwälte,

ich habe in München im Sperrbezirk in einem dort ansässigen Hotel die Leistungen einer Prostituierten in Anspruch genommen die dort logierte. Während des Treffens klopfte es an die Tür, die Dame öffnete und es kamen sechs Beamte in das Hotelzimmer. Die Stuation in der die Dame und ich uns befanden war eindeutig. Die Beamten baten darum mich anzukleiden und vor die Zimmertüre.

Dort machten die Beamten sofort klar das ich nicht beschuldigt werde, sondern nur als Zeuge gegen die Dame fungieren würde. Ich wurde vor die Wahl gestellt entweder sofort vor Ort meine Aussage zu machen, oder es würde mir ein Brief nach Hause geschickt werden um die Aussage nachzuholen. Ich habe in dem Fall die erstere Variante gewählt. Es wurden dann relativ präzise Fragen zum Umfang und Dauer der Leistungen, besonders ob die Kondompflicht eingehalten wurde (Es gibt in München dazu eine Hygieneverordnung)

Meine Frage ist jetzt ob ich als Kunde überhaupt gegen die betreffende Dame hätte aussagen müssen, oder ob ich nur Angaben zu meiner Person machen muss.

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Meine Frage ist jetzt ob ich als Kunde überhaupt gegen die betreffende Dame hätte aussagen müssen, oder ob ich nur Angaben zu meiner Person machen muss."




Denn Sie wurden ersichtlich als Zeuge ( §§ 48 ff StPO) vernommen.

Sie durften daher die Auskunft zu denjenigen Fragen verweigern, die Sie in die Gefahr einer Verfolgung wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit bringen würde, § 55 I StPO.

Hierüber waren Sie zu belehren, § 55 II StPO.

Ansonsten waren Sie grundsätzlich als Zeuge zur wahrheitsgemäßen Aussage verpflichtet.


Sie durften sich aber in der konkreten Vernehmungssituation auf die Angaben nach § 110 OWiG beschränken. Dann hätte man später versucht, die Aussage von Ihnen zu erhalten. Hiervon haben Sie aber nach Ihren Angeban keinen Gebrauch gemacht.





Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2015 | 21:10

Vielen Dank für Ihre Antwort.

wenn ich sie also richtig verstehe bin ich grundsätzlich zur wahrheitsgemäßen Aussage in diesem Fall verpflichtet, es sei denn ich würde mich dadurch selbst belasten und einer evtl. Strafverfolgung dadurch aussetzen (was in diesem Fall ja nicht so war).

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2015 | 22:24

Das haben Sie richtig verstanden.

Ihnen wird man ohnehin kaum einen Vorwurf nach § 184 f StGB machen können, der Dame aber ggf. mit Hilfe Ihrer Aussage schon.

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