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Prokon Insolvenz

18.01.2014 18:08 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Ich bin Inhaberin von Prokon-Genussrechten, die ich bisher nicht gekündigt habe. Da ich mich bis zum 20.01. entscheiden muss, ob ich diese Rechte kündige müßte, benötige ich eine Entscheidungshilfe, ob es im Falle einer Insolvenz von Vorteil wäre, diese gekündigt zu haben.

Wäre es bei einer Insolvenz von Bedeutung, wann die Kündiung erfolgt ist und hätte dies Auswirkung auf die Höhe einer evtl. Rückzahlung?

Da ich mit dieser Geldanlage einen Großteil meiner privaten Altersvorsorge abdecken wollte, hätte der Verlust des Geldes für mich fatale Folgen. Was würden Sie mir raten?

Für eine schnellstmögliche Antwort schon jetzt herzlichen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Leider wird eine Kündigung Ihrer Genussrechte derzeit keinen Sinn machen. Es ist tatsächlich sehr unwahrscheinlich, dass Prokon bei einer Massenkündigung der Genussscheine genügend liquide Mittel hat, um die fällig werdenden Forderungen zu begleichen. Daher führt die derzeitige Massenkündigungen der Genussrechte wahrscheinlich zur Zahlungsunfähigkeit und somit zur Insolvenz.

In der Insolvenz ist es unerheblich, ob Sie noch Inhaber eines Genussrechtes sind oder bereits dieses Recht gekündigt haben. Gemäß § 10 der Genussrechtsbedingungen sind alle Forderungen aus den Genussrechten nachrangig. Dies bedeutet, dass diese Forderungen im Falle einer Insolvenz erst dann bedient werden, wenn alle Masseverbindlichkeiten und alle gewöhnlichen Insolvenzforderungen beglichen sind. Davon ist in einer Insolvenz nicht auszugehen.

Hier könnten allerdings Ansprüche aus einem Beratungsvertrag in Betracht kommen. Nachrangige Genussrechte eigenen sich nicht als Altersvorsorge. Auch ist ggf. ein Aufklärungsmangel hinsichtlich des Totalverlustrisikos und eines Kick-Backs (Zahlung verdeckter Provision) gegeben. Zur Prüfung eines Anspruches aufgrund eines Beratungsvertrages sollten Sie sich dringen an einen Anwalt für Kapitalanlagerecht wenden. Der Inhalt eines solchen Anspruches ist stets die Rückzahlung ggf. zuzüglich der gewöhnlichen Zinsen der Einlage Zug-um-Zug der Genussrechte. Daher würden Sie bei dem Bestehen eines solchen Anspruches sich schadensfrei halten können. Auch könnte ein Anspruch gegen den Prospektherausgeber bestehen. Ob dieser Anspruch durchsetzbar ist, ist allerdings zweifelhaft.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Diplom - Jurist, LL.M. Sebastian Scharrer, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 18.01.2014 | 19:34

Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort. Eine Rückfrage hätte ich allerdings noch:

Ich gedenke aufgrund Ihrer Antwort die Genussrechte zu halten, jedoch bittet Prokon die Genussrechtsinhaber bis zum 20.01. ein Formular zu unterzeichnen, dass man

- für mind. 9 Monate auf eine Kündigung verzichten wird
- danach auch mit einer Rate-Rückzahlung einverstanden wäre
- die Zinsen nicht ausgezahlt, sondern dem Genussrechtskonto gutgeschrieben werden

Sollte man soetwas unterschreiben oder könnte sich ein Nachteil daraus ergeben?

Für eine kurze Stellungnahme schon jetzt vielen Dank!!!


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.01.2014 | 19:48

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Daraus könnte sich sowohl ein Vorteil, wie auch ein Nachteil ergeben. Würde so eine Insolvenz vermieden, so könnte mut einer Rückzahlung gerechnet werden. Allerdings könnten Sie die Genussrechte nicht für 9 Monate kündigen und hättebln nur einen Anspruch auf Buchung der Zinsen. Im Falle der Insolvenz gelten alle Forderungen als fällig, so das keine Nachteile gegeben wäre.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Diese Beantwortung Ihrer Frage kann nicht eine individuelle Beratung ersetzten. Selbstverständlich können Sie sich für weitere Fragen, Beratungen und Vertretungen unter Anrechnung der Gebühr für diese Frage deutschlandweit an mich wenden.

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