Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Progressionsvorbehalt/ausländische Einkünfte


| 27.06.2005 08:12 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt per Entsendung durch ein deutsches Unternehmen verlangt das Finanzamt für vergangenes Jahr Belege über die im Ausland erhaltenen Einkünfte, da diese dem Progressionsvorbehalt unterliegen würden. Es besteht ein DBA zwischen beiden Staaten. Für die vorangegangenen 2 Jahre wurden ähnliche Belege nicht verlangt.

Was bedeutet der Progressionsvorbehalt genau und wann kommt er zur Anwendung? Kann es passieren, dass für die vorangegangenen Jahre nachträglich auf Progressionsvorbehalt entschieden wird und dadurch Steuernachzahlungen fällig werden??

Vielen Dank für die Beantwortung!!
Guten Tag,

der sog. Progressionsvorbehalt bezieht sich auf die Ermittlung des Steuersatzes für das in der BRD zu versteuernde Einkommen gem. § 32 b Abs. 1 Nr. 3 EStG.

Hintergrund ist, dass aufgrund des Doppelbesteuerungseinkommens zur Vermeidung einer doppelten Besteuerung die im Ausland bezogenen Einkünfte in der Regel in Deutschland steuerfrei sind. Für die Einzelheiten kommt es auf das jeweilige Doppelbesteuerungsabkommen an.

Sofern daneben noch zu versteuernde Einkünfte in Deutschland anfallen, wird für die reine Ermittlung des Steuersatzes das im Ausland bezogene Einkommen hinzu gerechnet. Dies hat zur Folge, dass für die sonstigen Einkünfte der Steuersatz angewendet wird, der bei Versteuerung sämtlicher Einkünfte, also auch der im Ausland bezogenen, maßgeblich wäre. Tendenziell führt dies im Regelfall zu einer etwas höheren Besteuerung.

Dies hat aber mit einer Besteuerung der im Ausland bezogenen Einkünfte nichts zu tun, hier werden Sie, ohne dass ich den genauen Einsatzort kenne, ja bereits Steuern im Einsatzland entrichtet haben. Steuernachzahlungen sind damit nicht zu befürchten.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiter geholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Str. 19
26603 Aurich

Tel. 04941-605347
Fax 04941-605348

e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort kam schnell, präzise und verständlich. Der Sachverhalt ist mir nun deutlich. Vielen Dank!! "