Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Produkthaftung auf uns übergegangen?


| 01.09.2005 00:23 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Guten Tag!

wir vertreiben verschiedene Lacke im Internet, stellen diese allerdings nicht selber her, sondern beziehen diese von verschiedenen Herstellern.
Nun ist es so, dass der Hersteller seinen Lack z.B. mit "Lack Aqua" bezeichnet. Wir geben diesen Namen allerdings nicht an, sondern bezeichnen den Artikel in unserem Onlineshop als z.B. "Lack Wasser" mit entsprechender Artikelnummer.
Die Lackdose verändern wir allerdings nicht! Also auf der Dose steht immer noch "Lack Aqua" und der Hersteller. So wie wir die Dose vom Hersteller erhalten, verschicken wir sie weiter.
Auf die Rechnung schreiben wir beide Bezeichnungen. z.B. "Art. 1001 Wasser Lack Aqua".
Nun meine Frage.
Geht dadurch, dass wir die Artikel auf unserer Homepage anders bezeichnen die Produkthaftung im Schadensfall auf uns über?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Anfrage beantworte ich anhand der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt:


Eine Produkthaftung Ihrerseits als sog. Quasihersteller gemäß § 4 Abs. 1 Satz 2 ProdHaftG durch bloße Umbenennung des Artikels scheidet aus.
Hierfür wäre erforderlich, dass Sie nach außen hin den Eindruck vermitteln, der tatsächliche Hersteller zu sein. Da Sie aber keinen eigenen Marken- oder Firmennamen oder ein sonstiges unterscheidungskräftiges Kennzeichen an das Produkt, der Verpackung oder Begleitgegenständen anbringen, sind Sie insoweit aus dem Schneider. Die Benennung des Produkts mit einer sog. Handelsmarke ist nicht ausreichend, um auf eine Herstellung durch Sie hinzuweisen, zumal außerdem die Benennung ja nur in Ihrem Angebot und auf der Rechnung erscheint.

In Betracht kommt hier aber ggf. eine Produkthaftung als Importeur gemäß § 4 Abs. 2 ProdHaftG, wenn Sie die Ware zu wirtschaftlichen Vertriebszwecken im Rahmen Ihrer geschäftlichen Tätigkeit in ein dem Europäischen Wirtschaftsraum angehörendes Land aus einem Land außerhalb dieses Raums einführen oder verbringen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ für Rückfragen zum inhaltlichen Verständnis meiner Antwort zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Super Antwort, vielen Dank, hat mir sehr geholfen! "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER