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Probleme mitund in der Grundschule


14.12.2012 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Zum Fall ist folgendes zu schildern. Mein Sohn besucht die 3.Klasse in der hessischen Grundschule. Seine Klassenlehrerin wurde in der zweiten Hälfte des zweiten Schuljahres schwanger. Und somit fing das Übel an. Ihr ging es wohl in der Schwangerschaft nicht so gut und es gab Unterrichtsausfälle, Vertretungen oder der Hausmeister und Sekretärin waren in der Klasse. Von der zweiten Hälfte des zweiten Schuljahres fehlen ungefähr 3 Monate an Unterrichtsstoff. Was mit einer neuen Lehrerin auch keine Problem gewesen wäre, dies aufzuholen. Nun habe wir aber eine Dipl. Sozielpädagogin mit Unterrichtserlaubnis in kath. Religion als Klassenlehrerin bekommen. Angeblich wegen Lehrermangel. Sie unterrichtet bei und Deutsch, Sachkunde und kath. Religion. Den Stoff, den sie unseren Kindern beibringen soll, bekommt sie am Anfang der Woche von den anderen Lehrerinnen der dritten Klasse vermittelt. Mein Gott, es könnte ja auch alles klappen. Wenn nicht der Umstand wäre, dass eine Klassenkonferenz über meinen Sohn gemacht wurde, bei der entschieden wurde, dass er abgeholt werden müsse. Als ich mit ihr reden wollte, wo das Thema noch gar nicht anstand, sagte sie zu mir, dass sie das nicht interessiert. Wenn mein Sohn krank ist, bekommt er die Hausaufgaben nicht um für eine Arbeit zu lernen, obwohl er noch defizite hat. Sie läßt die Kinder, die sich nicht verstehen, nebeneinander sitzen, weil sie denkt, die Kinder mögen sie dann nicht. Es sind so viele Dinge geschehen, die das Fass zum überlaufen bringen. Und jetzt kommt noch eine Psychologin vom Schulamt daher und schickt die Kinder in Trainingsräume. Mein Sohn hat nun einen Stempel auf der Stirn, obwohl er diesen gar nicht haben müsste. Grob gesagt, könnte ich mit ihm zur Zeit in China sein und in der Schule zerbricht ein Stück Kreide und man würde ihn bestrafen. Sogar Lehrer, die er im Unterricht nicht hat, schicken ihn in den Trainingsraum, ohne sich die Angelegenheit anzuhören. Von den Noten, ist er im letzten halben Jahr um 2 Noten gefallen. Natürlich ist er kein Kind, was man um 8 Uhr auf eine Stelle setzt und um eins immer noch da ist. Ich habe mit ihm im Sommer erfolgreich eine langjährige Therapie abgeschlossen und so wie ihn die Schule nun darstellt, ist er ein Schläger und was weiß ich noch so alles. Ich würde diesen Schritt nicht gehen, aber so weiß ich auch nicht mehr weiter. Ich muss in Kürze eine Reha antreten und weiß nicht, wie ich da hin gehen soll, wenn hier alles den Bach runter geht. Es wäre echt toll wenigstens einen Rat zu hören wie ich mich verhalten soll, dass auch mein Sohn endlich seine Grundschulzeit in Ruhe beenden kann. Wer soll ihn denn nächstes Jahr beurteilen, auf welche weitere Schule er gehen soll? Auf der Seite des hessischen Schulrechtes finde ich nur Regeln für Eltern und Schüler, aber keine Rechte für Eltern oder Schüler.

Liebe Grüße aus Hessen
Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung läßt sich leider nicht eindeutig erkennen, worin die Schule die "Defizite" Ihres Sohns sieht. D. h., um Ihnen einen fundierten rechtlichen Ratschlag geben zu können, müßte man den Sachverhalt und die Einzelheiten genauer kennen.

So erwähnen Sie, daß wegen Ihres Sohns eine Klassenkonferenz einberufen worden sei. Sie sagen aber nicht aus welchem Grund. Es muß also schon etwas Schwerwiegendes vorgefallen sein, oder man behauptet einen gravierenden Vorfall, daß es zur Klassenkonferenz gekommen ist.

Dann heißt es, die Klassenkonferenz hätte entschieden, daß Ihr Sohn hätte abgeholt werden müssen. Abgeholt von wem? Nur an einem Tag?

Bei dem "Trainingsraum" scheint es sich wohl um einen Raum zu handeln, in dem mit "auffälligen" Schülern irgendein "Programm" durchgeführt wird. Auch diesbezüglich ist die Schilderung des Sachverhalts nicht präzise genug.


2.

Festhalten kann man wohl, daß Sie den Eindruck gewonnen haben, Ihr Sohn werde seitens der Schule nicht so behandelt, wie es geboten sei.

Sie haben die Möglichkeit, Ihr Anliegen der Schule schriftlich darzulegen. Damit ist der Sachverhalt aktenkundig und die Schulleitung ist gezwungen, sich mit dem Problem auseinander zu setzen. Um eine Stellungnahme zu formulieren rate ich Ihnen dringend, sich professioneller Hilfe zu bedienen. Ein Rechtsanwalt vor Ort kann Ihnen mit Sicherheit weiterhelfen. Er wird die Sachlage ausführlich mit Ihnen besprechen und kann Sie dann weitergehender informieren, als es aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung auf dieser Plattform möglich ist.


3.

Als weitere Möglichkeit können Sie noch die Schulaufsichtsbehörde informieren. Das sind für Sie die staatlichen Schulämter, die für die Fachaufsicht an öffentlichen Schulen und die Dienstaufsicht der Lehrkräfte in ihrem jeweiligen Bereich zuständig sind.

Aber auch hier gilt: Je fundierter Ihre Eingabe formuliert ist, umso größer ist Ihre Erfolgsschance.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2012 | 19:26

Sie teilen mir mit, dass eine Klassenkonferenz wegen einem gravierenden Vorfall stattfinden kann. Nur handelt es sich bei meinem Sohn darum, dass er ab und an in die Klasse ruft. Das ist das einzige was man ihm vorwirft. Und abholen soll ich ihn und immer dann, wenn es die Lehrein für richtig betrachtet. Das heißt, ich sitze jeden Tag da und warte wann ich angerufen werde. Könnte ich mich also wegen der ungerechtfertigten Klassenkonferenz zur Wehr setzen? Es ist wirklich sehr komplex die ganze Angelegenheit. Ich bedanke mich sehr, für Ihre Antwort. Vielleicht können Sie mir das eine mit der Klassenkonferenz noch beantworten und dann werde ich Ihren Rat befolgen und mir einen rechtlichen Beistand suchen.

Liebe Grüße aus Hessen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2012 | 21:45

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ich halte es eher für unwahrscheinlich, daß es die Konferenz nur deshalb gegeben hat, weil Ihr Sohn ab und zu, also gelegentlich, in die Klasse gerufen habe. Wahrscheinlicher ist es, daß entweder andere Vorfälle hinzukommen oder daß das Rufen ein Ausmaß angenommen hat, daß ein Arbeiten nicht möglich macht. Mangels Kenntnis des genauen Sachverhalts kann ich diesbezüglich jedoch nur spekulieren.

Wenn Sie aber der Auffassung sind, Ihr Sohn sei nicht angemessen behandelt worden und die Einberufung der Klassenkonferenz sei verfehlt, sollten Sie das schriftlich mit fundierter Begründung rügen. Hierzu bedarf es natürlich einer sehr genauen Fallanalyse, um eine Wertung überhaupt vornehmen zu können.


2.

Eine - vielleicht entscheidende - Rolle dürfte auch der Anlaß sein, weshalb Ihr Sohn eine Therapie absolviert hat. Das wäre ebenfalls zu prüfen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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