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Probleme mit gekauftem Pferd (Käufer DE, Verkäufer Österreich)

02.03.2015 14:29 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


17:12

Ich habe ein Pony im Wert von 3800€ von einem österreichischen Händler gekauft. Beim Probereiten und Besichtigen zeigte sich das Pony ruhig und ohne Auffälligkeiten. Unten sehen Sie den Kaufvertrag.
Als das Pony zu mir kam zeigte sich jedoch, dass das Pony äußerst aggressiv gegen Menschen ist, wahrscheinlich durch schlechte Erfahrungen. Es geht aber nur vom Boden aus auf Menschen los, beim Reiten ist es unauffällig, aber schon das Aufsteigen/in die Halle Führen ist gefährlich. Beim Besichtigen bin ich nur geritten, mir wurde aber versichert dass das Pony keine Unarten hat. Ich habe dem Verkäufer dann das Verhalten geschildert, er leugnet etwas davon bemerkt zu haben. Als ich aber die Vorbesitzerin, deren Nummer im Pferdepass steht angerufen habe, hat sie mir bestätigt dass auch ihr das Pony zu gefährlich war. Der Verkäufer und diese Vorbesitzerin kennen sich jedoch nicht. Nach langem Betteln ist der Verkäufer vor einigen Tagen hergekommen, um mich vom Gegenteil zu überzeugen, aber auch er wurde vom Pony angegriffen. Es gibt keine Möglichkeit mit dem Pony zu arbeiten, da es steigt, mit den Hufen schlägt etc..was lebensgefährlich ist. Der Händler hat mündlich eingewilligt, innerhalb von 10 Tagen ein Ersatzpferd zu suchen und das Pony auszutauschen. Jedoch will er, dass ich das Pony zu ihm bringe und das neue Pferd hole.

Nun bitte ich um Auskunft über die (österreichische) Rechtslage, ich möchte aus Sicherheitsgründen, dass er das Pony verlädt (muss die Nachbesserung nicht auf seine Kosten erfolgen?) und abholt und außerdem eine Probezeit für das neue Pferd vereinbaren. Da alles nur mündlich besprochen wurde, möchte ich dem Verkäufer gern einen Brief mit der vereinbarten Frist und der Rechtslage schicken, damit ich etwas in der Hand habe. Dazu muss ich jedoch die Rechtslage genau kennen, vor allem da ich das Pony ja aus Österreich gekauft habe.

Kaufvertrag:

§1 Kaufgegenstand
Pferdname/ Kaufpreis: 3800€/inkludiert Sattel, Zaumzeug und Anlieferung

§2 Kaufpreis
Der Kaufpreis wird wie folgt fällig: Erster Teil Anzahlung (1800€ sofort per Überweisung) / Zweiter Teil (2000€ bei Lieferung in Bar)
Ansprüche irgendwelcher Art rechtfertigen nicht die Einbehaltung des Kaufpreises oder eines Teiles davon
Das Pferd wird bis zur Anlieferung weiter vom Verkäufer eingestellt, betreut und weiter geritten.

§3 Eigentumsübergang
Die Übertragung des Eigentums und die Aushändigung des zum oben genannten Pferdes gehörenden Abstammungsnachweises erfolgen erst nach der vollständigen Bezahlung des gesamten Kaufpreises

§4 Mängelhaftung
Das Pferd wird gekauft, wie besichtigt. Für Hauptmängel haftet der Verkäufer nach den allgemeinen bürgerlich rechtlichen Bestimmungen.

§5 Vertragsänderungen
Nachträgliche Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages müssen schriftlich erfolgen. Außer den in diesem Vertrag schriftlich getroffenen Vereinbarungen sind keine Vereinbarungen oder Zusicherungen irgendwelcher Art zwischen Verkäufer und Käufer getroffen worden.

§6 Bestandsklausel
Sollte eine Vereinbarung dieses Vertrages unwirksam sein, so wird nicht der gesamte Inhalt des Vertrages unwirksam.

02.03.2015 | 15:32

Antwort

von


(2406)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

zwar handelt es sich um einen Mangel und der Verkäufer hat dafür einzustehen.

Aber die vertragliche Leistung ist am Ort der Niederlassung zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses zu erbringen und dort auch zur Abholung zur Verfügung zu stellen.

Das gilt dann auch für die Nachbesserung.

Der Händler ist daher nicht zur Abholung und Bringung des neuen Pony verpflichtet.

Er ist auch nicht verpflichtet, eine Probezeit einzuräumen, da das im Vertrag schon nicht geregelt worden ist. Das wäre eine frei verhandelbare Vertragsänderung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 02.03.2015 | 16:39

Danke für ihre Antwort. Was ich noch nicht ganz verstanden habe: Also MUSS ich das erste Pferd, welches er mir als Ersatz anbietet, annehmen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.03.2015 | 17:12

Sehr geehrter Ratsuchender,


nicht unbedingt das "erste Pferd", aber das erste Pferd, das den vertraglichen Vereinbarungen entspricht.

Insoweit mutet die Rechtsprechung es Ihnen also zu, ein vergleichbares Pferd annehmen zu müssen, wollen Sie Ihre Rechte nicht verlieren.

Aber auch insoweit haben Sie natürlich ein umfassendes Pfrüfrecht und das sollte nach diesen Erfahrungen auch genutzt werden. Vielleicht sogar mit einem Tierarzt etc..

Es muss also ein vertragsgerechtes Tier sein.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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