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Probleme mit dem eigenen Rechtsanwalt Mandat ja oder Nein

25.09.2014 21:48 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Probleme mit dem eigenen Rechtsanwalt.

Mein Lebensgefährte ist seit Jahren schuldlos wegen angeblichen Betrugs inhaftiert und hat eine Rechtsanwältin mit der Wiederaufnahme seines Verfahrens beauftragt.

1. Er hat leider eine von den gesetzlichen Gebühren abweichende Honorarvereinbahrung unterschrieben, weil er den wiederholten Versprechen (auch in brieflicher Form) der Anwältin glaubte, dass er ohnehin in kürzester Zeit frei ist. Allerdings konnte er sich nicht mehr an die Details erinnern, da diese Vereinbarung die Anwältin behielt. Es wurde nur das 2. Blatt unterschrieben.
Da der WA 2 mal wegen Formfehler verworfen wurde entzog ihr mein Lebensgefährte das Mandat den WA betreffend. Daraufhin stellte sie eine Rechnung von 200 000€ die innerhalb 3 Wochen bezahlt werden hätte sollen, da sie ansonsten die Unterlagen auch die Schriftstücke die ihr mein Lebensgefährte und ich gegeben habe, nicht an den Neuen mit diesem Fall beauftragten Anwalt weiter gibt. Sie nennt das alles ihr geistiges Eigentum.

2. Die Zivilverfahren die aus dem seinerzeitigen Strafverfahren entstanden sind (Rückzahlungsvorderungen der angeblich Geschädigten) wurden ihr nicht entzogen. Sie bestätigte auch, dass sie so lange im Amt bleibt, bis sich auch hier der neue Anwalt bei ihr meldet. Das ist bis jetzt nicht geschehen.

3. Sie schickte eine neue Vergütungsvereinbarung Vertretungsvollmacht und eine neue Vorschussanforderung und teilte uns mit, dass sie wenn diese Papiere nicht innerhalb von 2 Wochen unterschrieben an sie zurück kommen und die V. Anforderung nicht bezahlt wird, sie keine Termine mehr überwacht und die Gerichte von ihrer Mandatsniederlegung verständigt. Mein Lebensgefährte reagierte darauf nicht.

4. Die Anwältin verfasste trotz dieser Ankündigung einige Schriftsätze an die Gerichte für meinen Lebensgefährten, allerdings schickte sie die Antwortschreiben, Arrestpfändungen und Zwangsvollstreckungen betreffend, unbeantwortet und zu spät an uns weiter, sodass wir keine Möglichkeit mehr hatten Einspruch zu erheben. Es ist dadurch ein großer finanzieller Schaden entstanden.

5. Im Fernsehen sahen wir dann unsere Anwältin, wie sie als Zeugenbeistand Frau K. (die gegnerische Seite) vertritt in einem Verfahren, das zwar nicht unmittelbar mit uns zu tun hat, aber wobei ihr doch das Wissen das sie durch das Aktenstudium und die Prozesse gegen Frau K. bekommen hat, sehr zustatten kommt.

6. Im November hat mein Lebensgefährte ein Zivilverfahren gegen Frau K. wir haben noch immer keinen neuen Anwalt, weil wir uns den auch nicht leisten können und wissen nicht, ob unsere Anwältin meinen Lebensgefährten vertritt, ob das Mandat noch besteht, da sich ja noch kein neuer Anwalt bei ihr gemeldet hat und weil sie trotz Mandatsentzug den WA betreffend in dieser Sache noch weiterarbeitet und Zeugen anschreibt, als wenn sie noch mit diesem Fall befasst währe.

Ich bitte um rechtliche Einschätzung dieser verfahrenen Situation, und um Beantwortung meiner Fragen.
1. Darf sie die Unterlagen zurückbehalten, besonders auch die von uns zur Verfügung gestellten?
Wo bekommen wir Hilfe die überhöhte Rechnung betreffend, in die etliche Posten willkürlich und falsch eingefügt wurden. Bei diesem hohen Streitwert können wir uns auf keinen Rechtsstreit einlassen.
2. u. 3. Ist das Mandat die Zivilsache betreffend nun aufrecht oder nicht? Sie hat meinen Lebendgefährten nicht direkt von einer eventuellen Mandatsniederlegung verständigt. Außer dem Brief wo sie bekannt gibt die Gerichte darüber zu verständigen kam keine Post mehr von ihr. Sie Arbeitet aber trotzdem weiter und Gerichtspost wurde ihr zugestellt.
4. ist sie für den Schaden der durch ihre willkürliche Arbeitsweise entstanden ist haftbar?

5. Darf sie zum Feind überwechseln?

6. Wie kommt man zu einem Anwalt der meinen Lebensgefährten in der Zivilsache vertritt? Wenn dieser Prozess gewonnen wird, steht genug Geld für die Bezahlung zur Verfügung. Aber eben nur dann.

7. Darf die ehemalige Anwältin noch im WA herumpfuschen und Erklärungen von Zeugen anfordern?

Welche Schritte muß mein Lebensgefährte nun setzen um diesen bösen Spiel Einhalt zu gebieten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie können die Kostennote der Anwältin von einem anderen Anwalt oder von der örtlichen Anwaltskammer überprüfen lassen. Wenn die Rechnung der Anwältin korrekt ist, kann sie durchaus Ihre Unterlagen zurückhalten, bis die Rechnung bezahlt ist.

Das Mandat besteht, bis die Anwältin es niederlegt oder Sie es ihr entziehen. Daher besteht es weiter.

Die Anwältin haftet vollständig für jeden Schaden, der Ihnen durch ihre Arbeit bzw. Untätigkeit entstanden ist. Allerdings müssen Sie den Schaden, die Schadenshöhe und die Verantwortlichkeit der Anwältin beweisen.

Die Anwältin darf nicht "zum Feind überwechseln", allerdings darf sie die Gegenseite in anderen Angelegenheiten vertreten. Jedoch dürfen die Interessen da nicht kollidieren, d.h. sobald die beiden Fälle sich berühren, muß die Anwältin ein Mandat niederlegen. Sie darf im keinen Fall ihre Schweigepflicht verletzen.

Ihr Lebensgefährte sollte bei dem Amtsgericht seines Wohnortes Beratungshilfe beantragen. Wenn diese bewilligt ist, kann er einen Anwalt beauftragen, der dann erstmal vom Staat bezahlt wird.

Wenn die Anwältin in der WA-Sache das Mandat niedergelegt hat, darf sie da nicht mehr tätig werden.

Ihr Lebensgefährte sollte der Anwältin ausdrücklich alle Mandate entziehen und sie auffordern, keinesfalls mehr für sie tätig zu werden. Auch sollte er sie auffordern, alle Vollmachten zu vernichten oder herauszugeben. Zugleich sollte er Beratungshilfe beantragen und einen anderen Anwalt einschalten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2014 | 23:05

Vielen Dank für ihre Antwort! Gestatten sie dass ich nocheinmal Nachfrage bez. der Mandatschaft.

3. Sie schickte eine neue Vergütungsvereinbarung Vertretungsvollmacht und eine neue Vorschussanforderung und teilte uns mit, dass sie wenn diese Papiere nicht innerhalb von 2 Wochen unterschrieben an sie zurück kommen und die Vorschuss Anforderung nicht bezahlt wird, sie keine Termine mehr überwacht und die Gerichte von ihrer Mandatsniederlegung verständigt. Mein Lebensgefährte reagierte darauf nicht

Diser Satz kann nicht dahingehend ausgelegt werden dass sie meinen Lebensgefährten das Mandat gekündigt hat? Sie schrieb dass sie die Gerichte von der Kündigung in Kenntnis setzt. muß sie die Worte ich kündige ihnen das Mandat gebrauchen?

Danke für die Auskunft.

Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2014 | 23:12

Vielen Dank für ihre Antwort! Gestatten sie dass ich nocheinmal Nachfrage bez. der Mandatschaft.

3. Sie schickte eine neue Vergütungsvereinbarung Vertretungsvollmacht und eine neue Vorschussanforderung und teilte uns mit, dass sie wenn diese Papiere nicht innerhalb von 2 Wochen unterschrieben an sie zurück kommen und die Vorschuss Anforderung nicht bezahlt wird, sie keine Termine mehr überwacht und die Gerichte von ihrer Mandatsniederlegung verständigt. Mein Lebensgefährte reagierte darauf nicht

Diser Satz kann nicht dahingehend ausgelegt werden dass sie meinen Lebensgefährten das Mandat gekündigt hat? Sie schrieb dass sie die Gerichte von der Kündigung in Kenntnis setzt. muß sie die Worte ich kündige ihnen das Mandat gebrauchen?

Danke für die Auskunft.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.09.2014 | 16:48

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Satz ist die Ankündigung einer Mandatsniederlegung, aber keine Mandatsniederlegung selbst.

Die Anwältin muß nicht die exakten Worte verwenden, aber zumindest sinngemäß.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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