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Probleme mit Werkstatt nach Autounfall

| 01.02.2016 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
vor über 6 Wochen ist mir jemand in mein Auto gefahren und hat dies auch gleich seiner Versicherung gemeldet.
Den Wagen brachte ich zur Werkstatt, um dort ein Gutachten in Auftrag zu geben. Der Sachverständige kam auch und schrieb aber in das Gutachten, dass er keine Restwertermittlung des Fahrzeuges mache, da die Werkstatt es ohnehin reparieren würde.
Ich hatte der Werkstatt aber nie einen solchen „Blankoscheck" gegeben. Noch bevor ich das Gutachten bekam, drängte mich die Werkstatt einen vorläufigen Reparaturtermin auszumachen (die Reparatur wurde mit 6500 Euro angesetzt- mit sehr hohem Stundenlohn ; das Auto unbeschädigt auf 10500 geschätzt). Zu dem Satz im Gutachten wurde mir gesagt, dass das normal sei. Ich bestand aber darauf, dass ich eine Reparatur nur nach voller Kostenübernahme durch die Versicherung durchführen lassen wollte. Da die Schadenssumme so hoch war, schaltete ich einen Anwalt ein.
Leider habe ich erst später gemerkt, dass dieser Anwalt der Haus- und Hofanwalt der Werkstatt ist.
Ich sagte den vorläufigen Termin ab, da die Versicherung bis dahin noch nicht einmal das Gutachten bekommen hatte, und mit der Werkstatt auch vereinbart war, dass ich das Auto nur nach Freigabe bringe. Die Werkstatt reagierte mit Unverständnis, sie habe schon Teile bestellt, und mir wurde gesagt, ich solle darauf vertrauen, dass ich mein Geld mit diesem Anwalt schon bekäme, man drängte mich förmlich den Termin wahrzunehmen, was ich aber nicht tat.
Die Versicherung zeigte sich – was ich sogar verstehen kann- erbost über den Satz im Gutachten und unterstellte mir Zusammenarbeit mit der Werkstatt. Deshalb bot sie mir an, den Wagen „zu kaufen". Mein Anwalt riet mir dringend davon ab und verwies mich zur Reparatur bei der Werkstatt. Nun kam Geld (aber gerade 4500 Euro) für die Reparatur auf das Anwaltskonto. Der Anwalt rief mich an und sagte, mehr sei nicht rauszuschlagen und er wolle das Geld nun als Vorschuss schon an die Werkstatt überweisen, und ich solle endlich einen Termin ausmachen.
Dem widersprach ich und ließ mir den Betrag überweisen. Auch erinnerte ich ihn daran, dass ich in diesem Fall seine Mandantin bin.
Bei einer freien Werkstatt würde ich bedeutend weniger bezahlen. Ich fürchte, dass ich den Rest sonst draufzahle, wenn ich es bei der „Anwalts-Werkstatt "reparieren lasse. Mein Vertrauen ist auch völlig zerstört.
Muss ich mein Auto bei der obigen Werkstatt reparieren lassen? Ich hatte nichts unterschrieben und auch nur unter der Bedingung der vollen Kostenübernahme dem Terminvorschlag zugestimmt. Könnte die Werkstatt rechtliche Schritte gegen mich einleiten und mich auf Ersatz verklagen? Hätten sie Chancen? Welches Vorgehen würden Sie mir nun raten?
Über eine Antwort würde ich mich unheimlich freuen!
Vielen lieben Dank!!!

01.02.2016 | 15:23

Antwort

von


(1352)
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33609 Bielefeld
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Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Da Sie nach Ihrer Darstellung keinen unbedingten Reparaturauftrag erteilt, sondern den Vorbehalt der vollen Kostenübernahme durch die gegnerische Versicherung zur Bedingung erhoben haben, ist die Werkstatt derzeit überhaupt boch nicht zur Durchführung der Reparatur berechtigt.

Abgesehen davon könnten Sie einen Werkvertrag, wenn er denn überhaupt schon zustande gekommen wäre, jederzeit kündigen, vgl § 649 BGB . Sie hätten dann allenfalls einen geringen Teil der Vergütung zu bezahlen, deren Höhe von der Gegenseite darzulegen und zu beweisen wäre.


Grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, die Reparatur in dieser Werkstatt durchführen zu lassen.

Ich empfehle Ihnen, Ihrem Anwalt unmissverständlich klarzumachen, dass er ausschließlich Ihre Interessen wahrzunehmen hat und nicht gleichzeitig auch die der Firma.

Sollten sich hier Probleme für ihn ergeben, insbesondere widerstreitende Interessen entstehen, hat er sein Mandat niederzulegen. Ggf. ist ein Anwaltswechsel ins Auge zu fassen.

Sie sollten ferner die gegnerische Versicherung auffordern, weitere Zahlungen direkt an Sie zu leisten und nicht mehr an Ihren Anwalt.

Schließlich sollten Sie der Werkstatt unmissverständlich klarmachen, dass eine Entscheidung darüber, ob sie die Reparatur durchführen wird, noch nicht getroffen wurde.

Wenn Sie kein Vertrauen mehr zur Werkstatt haben, sollten Sie dort auch nicht reparieren lassen.


Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 01.02.2016 | 15:27

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VIELEN HERZLICHEN DANK!! Das beruhigt mich unheimlich! Sie haben mir sehr geholfen. Dankeschön und schönen Tag!

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