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Probleme mit Anwalt


06.06.2006 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf mich heute mit einem grossen Problem an Sie wenden. Hier kurz der eigentliche Schverhalt: Meine Verlobte ist amerikanische Staatsbürgerin mit einer deutschen Mutter. Da ich beruflich in Deutschland gebunden sind haben wir uns entschieden hier im Land zu leben. Da wir nicht aus formalen "Visum-Gründen" heiraten möchten haben wir uns für ein Staatsangehörigkeitsfeststellungsverfahren entschieden sodaß meine Verlobte einen deutschen Pass bekommen kann.

Nun zum eigentlichen Problem : Im Februar beauftragten wir einen Anwalt welcher einen recht ansehnliche Internet-Auftritt hatte mit der Abwicklung dieses Verfahrens für meine Verlobte. Er verlangte für diese Leistung pauschal 700,00 Euro welche wir sofort im Februar 06 bezahlten. Nachdem dieser Herr nunmehr die Kanzlwi wechselte und in einer neuen Kanzlei tätig ist versuchte ich Ihn in den sage und schreibe letzten 9 Wochen vergeblich telefonisch zu erreichen. Seine Kollegin versprach mir jedoch immer eine sofortige Bearbeitung usw. usw. Heute telefonierte ich nunmehr mit dem zuständigen Bundesamt um zu erfahren, dass hier überhaupt kein Antrag eingegangen ist. Lt. Anwalt würde dieser jedoch bereits seit Anfang März laufen.

Diese Verzögerung gefährdet natürlich das mit meiner Verlobten geplante Zusammenleben erheblich . Außerdem fühlen wir uns schlicht weg betrogen. Ich konfrontierte sofort seine Kollegin telefonisch hiermit und es wurde mir mitgeteilt, dass der Antrag unvollständig gewesen währe. Dies halte ich zwar nur für eine dumme Ausrede jedoch hätte man uns das doch schließlich seit März mal mitteilen können.

Außerdem habe ich heute erfahren, dass ein Insolvenzverfahren gegen seine Kanzlei (nicht in der jetzt tätige sondern seine eigene "alte" Kanzlei) läuft.

Wie bereits erwähnt fühlen wir uns betrogen und mit falschen Aussagen konfrontiert.

Meine Frage : Wie interpretieren Sie die Situation (damit meine ich das Verhalten des Anwaltes) und wie gehe ich gegen diesen feinen Herrn vor ? Strafanzeige oder Rechtsanwaltskammer ?

Für Ihre geschätzte Hilfe danke ich herzlich !
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Das Verhalten des Rechtsanwaltes ist in der Tat mehr als „unseriös“.
Zunächst sollten Sie den Anwalt schriftlich um Auskunft darüber bitten, was genau er für Sie bisher in der Sache unternommen hat. Er möge Ihnen bitte Kopien seiner Schreiben an das Bundesamt und dergleichen vorlegen.
Sollte Ihnen an einer Zusammenarbeit mit dem Anwalt nichts mehr gelegen sein, so können Sie den “Anwaltsvertrag“ jederzeit kündigen. Da Sie mit dem Anwalt ein Pauschalhonorar vereinbart hatten (700 EUR), kommt eine teilweise Rückzahlung des Anwaltshonorars nach § 628 BGB möglicherweise in Betracht.

II. Für eine Strafanzeige (wegen Betruges) gibt es meiner Ansicht nach zur Zeit noch keine hinreichenden Gründe. Es müsste insoweit bewiesen werden, dass der Anwalt das Honorar genommen hat in der Absicht, „niemals auch nur einen Finger dafür krumm zu machen“. Die Lage ist hier aber streitig, da der Anwalt ja behauptet, in der Sache durchaus bisher tätig geworden zu sein.
Deshalb halte ich eine Nachricht / Beschwerde Ihrerseits an die örtlich zuständige Rechtsanwaltskammer für erfolgversprechender. Denn das Verhalten des Anwalts ist natürlich „ungebührlich“ und wird den Anforderungen, die das Berufsrecht an ihn stellt, nicht gerecht.

Von strafrechtlichen Schritten würde ich daher derzeit noch absehen.

Daneben denke ich, dass Sie sich einen anderen Anwalt suchen sollten, also z.B. einen Kollegen vor Ort, der sich im Ausländerrecht auskennt.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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