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Problem mit einer Fahrschule


03.01.2006 16:49 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von



Guten Tag Zusammen,

mir ist heute folgendes passiert:

Ich fahre mit meinem Audi A4 über eine Landstraße. Auf dieser Landstraße ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit 100 KM/H.

Vor mir fährt eine Fahrschule. Diese Fahrschule fährt ca. 40-55 KM/H.
Aus diesem Grunde möchte ich die Fahrschule überholen.

Ich fahre also auf die Linke spur und versuch vorbeizukommen. Doch plötzlich kommt jemand mit hoher Geschwindigkeit entgegen.

Richtigerweise breche ich den Überholvorgang sofort ab und fahre wieder hinter der Fahrschule auf die Rechte spur.
Seltsamerweise macht die Fahrschule (der Fahrlehrer) vor mir eine Vollbremsung bis zum kompletten Stillstand.

Mir ist die Vollbremsung der Fahrschule nicht nachvollziehbar. Denn für die Fahrschule hat nicht das geringste Risiko bestanden.

Nun sehe ich, wie der Fahrlehrer vorne die Hand oder so hebt. Evtl. mir sogar den Vogel zeigt, was ich jedoch nicht ganz feststellen konnte.

Anschließend hebe ich mal vor Wut auch den Arm bzw. die Hand. (vor Wut bezüglich der Vollbremsung auf einer Landstraße mit 100 KM/H erlaubter Geschwindigkeit)

Plötzlich steigt der Fahrlehrer aus seinem Fahrzeug aus. Da habe ich mir echt gedacht, ist der jetzt total wahnsinnig geworden. Erst auf der Landstraße eine Vollbremsung machen und dann auch noch mitten auf der Landstraße aussteigen.

Er kommt zu meinem Auto und meint zu mir, dass es eine Frechheit wäre, ihm den Vogel zu zeigen bzw. seinem Fahrschulauto. Allerdings habe ich wie oben geschrieben lediglich die "Hand bzw. den Arm" gehoben. Für mich ist dadurch der Tatbestand des "Vogel" zeigen nicht erfüllt.

Dann meint er, dass die jungen "Audi Fahrer" mit großen Autos die größten Raser und Drängler im Straßenverkehr wären. (so nach dem Motto, dass er mir jetzt eine Moralpredigt hält…)

Schließlich sagt er mir noch, dass es für mich Konsequenzen haben wird, wenn man sich mit ihm anlegt in Form der Tatsache, dass ich ihm angeblich den so genannten Vogel gezeigt hätte.
Als er dann wieder zu seinem Auto gelaufen ist, hat er sich nochmal umgedreht und ganz genau auf mein Kennzeichen geschaut.

Zu mir, ich bin 18 Jahre fahre einen Audi A4 und bin mir keiner Schuld bewusst. Im Gegenteil, dadurch, dass die Fahrschule eine Vollbremsung gemacht hat, wäre es durch das inkompetente Verhalten vom Fahrlehrer fast zu einem Unfall gekommen.

Ich möchte auch mal Jura studieren, habe auch einige Kenntnisse, allerdings ist Verkehrsrecht nicht mein Gebiet.
Anzumerken wäre noch, dass ich mich in der Probezeit befinde und den Führerschein nun ca. 9 Monate habe. Weiterhin hatte der Fahrlehrer noch 2 andere Personen in seinem Fahrzeug. Daher hat er evtl. 2 weitere Zeugen. Ich hingegen war alleine.

Folgende Fragen:

1.Mit welchen Konsequenzen habe ich zu rechnen, für den Fall, dass der Fahrlehrer zur Polizei geht und den Tatbestand des Vogels zeigen mich anzeigt?
2.Kann ich dadurch den Führerschein verlieren oder hat dies Konsequenzen für die Probezeit?
3.Falls der Fahrlehrer es zur Anzeige bringt, kriege ich dann direkt Punkte bzw. eine Geldstrafe oder werde ich auch noch von der Polizei dazu verhört werden?
4.Kann ich gegen den Fahrlehrer juristisch vorgehen, da er eine Vollbremsung vor mir gemacht hat? Dies war verkehrsgefährdend und sein Fahrverhalten hat fast zu einem Unfall geführt.
5.Für die Drohung mir gegenüber, dass es Konsequenzen haben wird, wenn man sich mit ihm anlegt. Kann man das nach StGB als eine Drohung auslegen und ihm auch diesbezüglich juristisch zur Verantwortung ziehen?
6.Auch würde mich die Meinung eines Volljuristen bzw. Rechtsanwaltes zu dieser Verkehrssituation sehr interessieren.
03.01.2006 | 18:23

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

Vorab möchte ich anmerken, dass Sie offenbar an Jemanden geraten sind, für denen die notwendigen Begrifflichkeiten hier lieber nicht öffentlich verwandt werden sollten.

1.,2. Jedenfalls erfüllt das Armheben nicht den Tatbestand der Beleidigung. Zumal Sie Ihn doch ersichtlich nur freundlich grüßen wollten. Von daher wird das Verfahren ohnehin nicht fortgeführt werden. Auch eine Entziehung der Fahrerlaubnis kommt aufgrund dieses Sachverhalts nicht in Betracht. Selbst bei einer Verurteilung fehlen die Voraussetzungen insoweit für § 69 StGB.

3. Sollte es zur Anzeige kommen, werden Sie angehört, sollten sich allerdings ohne Anwalt, der dann Akteneinsicht nehmen kann und die Einlassungen mit Ihnen bespricht, keinesfalls zur Sache einlassen. Im schlimmsten Fall erwartet Sie eine geringfügige Geldstrafe; allerdings sehe ich nicht, dass der Vorwurf Ihnen nachweisbar wäre.

4. Der Tatbestand erfüllt den § 315c StGB sowie ersichtlich den einer Nötigung nach § 142. Sie könnten dies zur Anzeige bringen. Allerdings ist diesbezüglich die Beweissituation eher dürftig. Interessant dürfte natürlich insoweit die Aussage des Fahrschülers sein, aber auch nicht ungefährlich.

5. Dies ist meiner Meinung nach noch keine tatbestandliche Nötigung. Allerdings dürfte auch wegen des Audifahrer-Themas“ eine Beleidigung vorliegen, da Sie als Raser bezeichnet werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben. Ich stehe für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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