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Probezeit - wann bin ich raus?

27.09.2013 17:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Der Arbeitgeber kann bis zum letzten Tag der Frist von 6 Monaten eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses aussprechen, ohne an das Kündigungsschutzgesetz gebunden zu sein.

Am 24.06.2013 habe ich meinen neuen Job im Angestelltenverhältnis (auf unbefristete Zeit) in Deutschland begonnen. Die Probezeit endet am 23.12.2013.
Entgelt und Arbeitszeiten richten sich nach dem Manteltarifvertrag der bay. Metall-und Elektroindustrie (23.06.2008). Während der Probezeit gilt eine beiderseitige Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende.
Leider findet in der Firma keinerlei Einarbeitungsphase statt (einzuweisender Mitarbeiter hat viel Know-How, aber keine Lust zur Einarbeitung), der Chef möchte, dass die Mitarbeiter sich Fachwissen und IT-Systeme selbst beibringen (auch wenn dann Fehler passieren).
Da ich gelegentlich mal beim Kollegen nachfrage und Fragen stelle, habe ich ein sehr negatives Feedback vom Chef erhalten und die Probezeit stünde somit in Gefahr.

1. Frage: Da ich vom 26.10 (SA) bis einschließlich 3.11 (SO) Urlaub genehmigt bekommen habe, frage ich mich: Wenn mein Chef mir nicht spätestens am 25.10 (FR) kündigt, dann habe ich doch die Probezeit überstanden? Grund: Genehmigter Urlaub vom 26.10 (SA) bis 3.11 (SO) und somit wäre ich nicht in der Arbeit (oder habe das Kündigungsschreiben per Post einfach nicht erhalten), am 4.11 könnte die Kündigung ausgesprochen werden, aber wg. der beiderseitigen Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende, würde wohl dann der 31.12 damit mein letzter Arbeitstag und Gehaltsbezug sein (und dieser Tag liegt ja außerhalb des Endes der Probezeit, nämlich 23.12 Probezeitende). Sehen Sie das genau so? ? Das finale Entscheidungsgespräch soll Anfang November geführt werden, aber da kann mir rein rechnerisch ja nichts mehr passieren?

2. Frage: In der Probezeit kann ohne Angaben von Gründen gekündigt werden.
Kann der Chef mir auch kündigen, wenn fachlich keine Fehler passiert sind, aber er viel mehr selbständiges Arbeiten erwartet hätte und noch mehr Fachwissen, dass er glaubt, ich könne die komplexen Aufgaben in Zukunft nicht mehr lösen?

Vielen Dank!

27.09.2013 | 18:24

Antwort

von


(20)
Ottobrunner Straße 28
82008 Unterhaching b. München
Tel: 089-381643520
Web: http://www.ra-fassbender.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Das Arbeitsverhältnis kann von Ihrem Arbeitgeber innerhalb der ersten 6 Monate der Beschäftigung gekündigt werden, ohne dass die Kündigung einer besonderen sozialen Rechtfertigung bedarf (§ 1 KSchG: Sozial ungerechtfertigte Kündigungen Kündigungsschutzgesetz).

Die Kündigung kann daher innerhalb Probezeit noch am letzten Tag, also am 23.12.2013, ausgesprochen werden. Maßgebend ist der Zeitpunkt der Erklärung der Kündigung, nicht der Zeitpunkt, zu dem diese wirksam wird.

In Ihrem Falle würde das Arbeitsverhältnis zwar erst nach einer Beschäftigung von 7 Monaten enden. Die Kündigungsschutzvorschriften wären dennoch nicht anwendbar. Im Personalgespräch im November kann daher der Arbeitgeber durchaus noch eine Kündigung innerhalb der Probezeit aussprechen.

Die Kündigung ist in den ersten 6 Monaten eines Arbeitsverhältnisses ohne besonderen Grund möglich. Es reicht aus, dass der Arbeitgeber der Auffassung ist, eine Zusammenarbeit mit dem Mitarbeiter sei nicht mehr wünschenswert. Der Mitarbeiter hat keinen Anspruch darauf, dass sich der Arbeitgeber hierzu näher erklärt.

Die Kündigung kann auch während des Urlaubs des Arbeitnehmers ausgesprochen werden. Der Arbeitgeber stellt in dem Fall den Zugang der schriftlichen Kündigung meist dadurch sicher, dass er das Schreiben durch Boten in den Briefkasten des Arbeitnehmers einwerfen lässt. Der Bote ist in dem Fall Zeuge für den Zugang der Kündigung.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard J. Faßbender

ANTWORT VON

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