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Probefahrt Schaden entstanden! Wer zahlt?

15.06.2012 22:44 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


ich habe eine probefahrt mit einem autohaus vereinbart. während der probefahrt ging der motor aus und somit war die servolenkung weg und der wagenn ließ sich nicht mehr lenken. ich bin gegen ein bordstein geknallt, bevor ich den motor wieder anmachen konnte.

nachdem der motor wieder anging, war die servolenkung weg. der wagen ließ sich fast nicht mehr lenken.
es ist kein unfall mit einem anderen verkehrsteilnehmer zustande gekommen.

daraufhin habe ich den wagen am nächstmöglichen stelle abgestellt und bin zum autohaus gelaufen und habe den sachverhalt geschildert.


2 mechaniker sind mit mir zum auto gefolgt. auch ihnen habe ich denen den gleichen sachverhalt geschildert.

sie haben den wagen zur werkstatt abgeholt und nichts dokumentiert. sie haben auch nicht überprüft, ob die felgen defekt sind.

sie sind davon ausgegangen, dass die servopumpe defekt sind, und ich würde nichts bezahlen.

nun wurde ich von der polizei zur anhörung eingeladen. daraufhin habe das autohaus gefragt, was da los ist.
sie haben gemeint, ich hätte nicht erwähnt, dass ich über den boardstein gefahren bin, denn es ist ein großer schaden dadurch entstanden. sie haben es abgestritten, dass ich das nicht erwähnt habe. ich habe es erwähnt, möglicherweise wurde dies nicht ignoriert oder sonst was.
laut autohaus haben sie einen rechtsanwalt eingeschaltet.

WAR ES FAHRERFLUCHT, denn auf den anhörungsbogen stand, dass ich vom unfallort unerlaubt entfernt bin? WAR ES ÜBERHAUPT EIN UNFALL?

das autohaus hat geagt, dass ich denen das nicht erzählt habe, dass ich gegen den bordstein gefahreb bin, wäre es kein vollkaskoschaden mehr. ich müsste den schaden aus meinen eigenen tasche zahlen. ich hätte am "unfallort" bleiben müssen, und die direkt die polizei und das autohaus verständigen müssen.

muss ich den schaden überhaupt zahlen? wäre der motor nicht ausgegangen, würde es nicht zu einem schaden kommen. muss ich das beweisen können?

ich habe bei der polizei eine anhörung gemacht. habe die sache genauso geschildert. ich habe angst, dass ich entstandenen kosten zahlen muss, denn es sind schon ein paar tausend euro.




Eingrenzung vom Fragesteller
15.06.2012 | 22:51

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Bitte beachten Sie vorab, dass meine nachstehenden Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben darstellen können.

Offensichtlich haben Sie zwei Verfahren "am Hals": Einerseits ermittelt die Polizei gegen Sie wegen des Verdachts der Unfallflucht. Sie sollten sich dagegen verteidigen und einen Verkehrsrechtsanwalt zu Rate ziehen, der Akteneinsicht nehmen und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen kann.

Andererseits macht das Autohaus Schadensersatzansprüche gegen Sie geltend. Diese sind aber nur berechtigt, wenn Sie ein Verschulden an dem Unfall trifft. Nach Ihrer Schilderung war dies aber nicht der Fall. Verlangt das Autohaus von Ihnen Schadensersatz, müsste man Ihnen Ihr Verschulden am Unfall nachweisen. Ob der Gegenseite dieser Nachweis gelingen kann, oder ob Sie sich mit dem Nachweis entlasten können, dass der Motor ausgegangen ist, lässt sich aus der Entfernung nicht beurteilen. Nach Ihrer Schilderung besteht jedoch kein Anlass für Sie, eine Zahlung zu leisten.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen stehe ich gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.06.2012 | 23:17

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe den Wagen lediglich weiter bewegt, um es sicher abstellen zu können. Ich bin ja direkt zum Autohaus gegangen und habe den Schaden gemeldet.
Ist es Unfallflucht?

Das Autohaus hat ein Gutachten über die enstandenen Kosten. Ich habe einen Zeugen, dass der Motor ausgegangen ist.

Ich habe vor der Probefahrt eine Selbstbeteiligung unterschrieben. Gilt diese nicht mehr?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.06.2012 | 10:17

Unfallflucht gem. § 142 StGB setzt einen fremden Unfallschaden voraus - Sie müssten also einen Schaden verursacht haben. Das müsste geprüft werden und sollte sich aus der Ermittlungsakte ersehen lassen.

Ihre Selbstbeteiligung greift doch nur, wenn SIE den Schaden am Fahrzeug verursacht haben - das sehe ich hier aber nicht.

Ich empfehle Ihnen, sich anwaltlich gegen die Vorwürfe zur Wehr zu setzen und stehe Ihnen dafür gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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